Hockenheim 2005

Montag, 29. September 2008

Alonso gewinnt Nacht Grand Prix in Singapur

Vom 15. Startplatz aus gelang Fernando Alonso ein überraschender Sieg im 800. Formel-1-Grand Prix der Geschichte, der zugleich der erste Nacht Grand Prix überhaupt war.

Alonso profitierte hierbei von einem technischen Defekt im Qualifying, der ihn zwar auf Startplatz 15 zurückwarf, ihm gleichzeitig aber Freiheiten bei der Betankung seines Renault einräumte, die den ersten 10 Piloten der Startaufsetllung nicht erlaubt sind. Die Tatsache, dass Alonsos Teamkollege Nelson Piquet mit einem Unfall in der 15 Runde die erste Safety Car-Phase des Rennens hervorrief und bis auf Alonso, der zwei Runden zuvor getankt hatte, sämtliche Spitzenleute an die Box kamen und dadurch viel Zeit verloren, machte den Weg für den Spanier zu seinem ersten Saisonsieg frei.

Fehler der Ferrari-Boxenmannschaft

Begünstigt wurde der zweimalige Ex-Weltmeister zudem durch die Durchfahrtsstrafe für Nico Rosberg, der trotz Tankverbots, seinen Williams-Toyota betanken musste, um nicht ohne Sprit auszurollen. Auch profitierte Alonso vom Missgeschick der Ferrari-Truppe, die beim ersten Tankstopp den bis dahin unangefochten führenden Felipe Massa zu früh auf die Strecke schickten, obwohl der Tankvorgang an seinem Ferrari noch nicht beendet war, so dass Massa mitsamt Tankschlauch davon fuhr.

Allerdings handelt es sich hierbei, im Gegensatz zu einem ähnlichen Zwischenfall in Valencia, um einen Fehler der Ferrari-Crew, da der Mechaniker, der die neuartige Boxenampel, die nur Ferrari nutzt, zu früh auf grün umschaltete. Das System, ist im Vergleich zu normal üblichen manuellen Freigabe durch einen Mechaniker eindeutig zu problematisch. Die herkömmliche Variante ist nicht nur sicherer, sondern auch schneller, da der bedienende Mechaniker nicht nur die Arbeit der restlichen am Boxenstopp beteiligten Mechaniker an einer gewissen Distanz überblicken, sondern deren Ende technisch freigeben muss, was eine zusätzliche Fehlerquelle in sich birgt.

Dieser Fauxpas wirft Felipe Massa drei Rennen vor Saisonende im WM-Klassement empfindlich zurück, da WM-Konkurrent Lewis Hamilton durch seinen dritten Platz in Singapur hinter Alonso und dem überraschend starken Nico Rosberg seine Fürhrung in der Weltmeisterschaftswertung auf nunmehr 7 Punkte ausbauen konnte.

Singapur - das Highlight im Kalender

Der erstmals gefahrene Grand Prix von Singapur setzte neue Maßstäbe und Orientierungspunkte für die anderen Austragungsorte im Formel-1-Kalender. Die Mischung aus Nacht Grand Prix und spektakulärer Streckenführung durch die Strassen des Stadtstaates, liessen spektakuläre Bilder entstehen, wie sie die Formel-1-Welt noch nicht gesehen hat.

Dienstag, 16. September 2008

Vettel mit Sensationssieg

Sebastian Vettel trug sich in mit seinem sensationellen Sieg beim Grand Prix von Italien in Monza in die Geschichtsbücher der Formel 1 ein.

Der 21-jährige Heppenheimer ist nicht nur der jüngste Fahrer in der Geschichte der Formel 1, der einen Grand Prix-Sieg feiern konnte, sondern, nach seiner überraschenden Trainingsbestzeit im Qualifying am Samstag, zudem der jüngste Pole-Setter in den Statstiken der Königsklasse des Motorsports.

Bei seiner ungefährdeten Triumphfahrt im regnerischen königlichen Park von Monza profitierte Vettel von seiner Trainingsbestzeit und der freien Sicht nach vorne, die den hinterherfahrenden 19 Piloten teilweise zuschaffen machte. Ausserdem passte die Boxenstopp-Startegie von Toro Rosso genau auf den Rennverlauf, so dass Vettel zu den günstigsten Zeitpunkten Reifen wechselte. Konkurrenten um den Sieg, wie WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton aus England, mussten hingegen einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen, um die, für abtrocknende Bedingungen geeigneteren Intermediates auszufassen. Im Gegensatz zu den meisten anderen "Glückssiegen" zuvor, profitierte der 21-jährige Deutsche allerdings nicht von Ausfällen und Unzulänglichkeiten der Spitzenpiloten, sondern dominierte in seinem unterlegenen Toro Rosso das Feld nach Belieben.

Eine solche Glanzleistung macht den zurzeit jüngsten Piloten im 20-köpfigen Fahrerfeld interessant für die Spitzenteams McLaren-Mercedes, Ferrari und BMW. Seine herausragenden fahrerischen Qualitäten hat Sebastian Vettel in der Vergangenheit bereits einige Male bei widrigen Witterungssverhältnisse demonstrieren können, jedoch noch nicht in ein solches Spitzenresultat ummünzen können.

Vettel auf dem Weg an die Spitze

Bereits seit einigen Rennen ist bei Sebastian Vettel eine stetige fahrerische Steigerung zu erkennen, die ihn für die Spitzenteams interessant und ihn gleichzeitig zur deutschen Nachwuchshoffung schlechthin macht. Weitere Grand Prix-Siege werden folgen und womöglich auch der ein oder andere WM-Titel in der höchsten Motorsportkategorie.

Vettels Steigerung in den letzten Monaten ist so imposant, dass man ihn neben Lewis Hamilton und Robert Kubica zu den zukünfigen Champions der Formel 1 zählen muss. Er ist abgeklärt, konstant und weitestgehend fehlerfrei unterwegs, was ihn neben seiner Intelligenz und analytischen Herangehensweise an den Job des Formel-1-Fahrers auszeichnet.