Der zweifache spanische Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso hat nach seinem fünften Saisonsieg mit elf Punkten Vorsprung die Führung in der Weltmeisterschafts-Gesamtwertung übernommen und steht zwei Rennen vor Saisonende vor dem Gewinn seines dritten Fahrertitels.
Doppel-Ausfall bei Red Bull
Dabei profitierte Alonso vom Pech der beiden Red Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber, die an Position eins und zwei liegend ausschieden. Der bisherigen WM-Spitzenreiter Mark Webber verlor kurz nach der Rennfreigabe durch das Safety-Car auf regennasser Piste die Kontrolle über seinen Boliden und krachte heftig in die Begrenzungsmauer, dabei riss er auch noch den aussichtsreich auf Position vier liegenden Nico Rosberg mit aus dem Rennen.
Schlimmer erging es jedoch seinem 23-jährigen Teamkollegen Sebastian Vettel, der ein fehlerfreies Rennen fuhr und einem sicheren Sieg entgegen zu fahren schien, als ihn ohne Vorwarnung ein kapitaler Motorschaden ereilte, der ihn wertvolle Punkte in der WM kostete und ihn mit 25 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung fast aussichtslos hinter Fernando Alonso zurückwarf.
Da der Heppenheimer nach seinem Ausfall weiterhin 14 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung auf seinen Teamkollegen Mark Webber hat, wäre es für das britische Team ratsam das Hauptaugenmerk bei den noch ausstehenden beiden Saisonläufen auf den besser platzierten Australier zu legen. Die beiden kommenden Strecken in Sao Paulo und Abu Dhabi spielen den Red Bull zwar durchaus in Karten, allerdings reichen Alonso lediglich Ankünfte in den Punkterängen aus, um in seinem ersten Ferrari-Jahr den Titel nach Spanien und Italien zu holen. Red Bull muss deswegen auf wenigstens einen weiteren Ausfall des Asturiers, bei gleichzeitiger größtmöglicher eigener Punkteausbeute, hoffen, um den Spanier noch abzufangen. Wie es scheint bekommt Alonso auch seinen dritten Titel nach 2005 und 2006 auf dem Silbertablett serviert!
Über die gesamte Saison gesehen stellte Red Bull das unangefochten beste Auto auf die Räder, allerdings konnte diese offensichtliche Überlegenheit nicht immer in entsprechende Ergebnisse umgewandelt werden. So stand Sebastian Vettel in dieser Saison etwa neun Mal auf dem besten Startplatz, allerdings konnte der Deutsche nur drei Läufe gewinnen. Wenn es nach der Trainingsplatzierung Vettels geht, müsste der Deutsche theoretisch bereits als jüngster Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 feststehen. Technische Defekte, oder eigene Fehler verhinderten jedoch eine größere Punkteausbeute des Heppenheimers.
Auf der technisch sehr anspruchsvollen neuen Strecke in Süd-Korea galten von der Papierform her die McLaren-Mercedes eigentlich als Favoriten. Trotz einer deutlich verbesserten Aerodynamik waren die beiden britischen Weltmeister in den Cockpits, Hamilton und Button, jedoch nicht in der Lage, aus eigener Kraft um den Sieg zu kämpfen. Hamilton konnte seine WM-Hoffnungen nach seinem zweiten Platz, bei dem er von den Ausfällen der vor ihm liegenden Vettel, Webber und Rosberg profitierte, zwar aufrecht erhalten, aber der Leistungsstand der McLaren scheint derzeit nicht siegverdächtig zu sein, so dass Hamilton ohne Alonsos Pech nicht in der Lage sein sollte, den Spanier auf der Zielgeraden der WM noch abzufangen und den diesjährigen WM-Titel zu holen. Aus diesem Grunde scheint es auf ein Duell zwischen Fernando Alonso und Mark Webber hinauszulaufen, bei dem der Spanier seinen aktuellen elf-Punkte-Vorsprung wird verteidigen können. Nach anfänglichen Standfestigkeitsproblemen bei Ferrari konnte diese Baustelle in Italien weitestgehend behoben werden, während auch Alonso seine Fehlerquote in den letzten Rennen deutlich hat senken können. Diese beiden Aspekte und die stark verbesserten roten Autos halfen dem 29-jährigen Spanier die meisten Punkte in der zweiten Saisonhälfte einzufahren und einen scheinbar aussichtslosen Rückstand in der Gesamtwertung in einen nunmehr fast schon komfortablen Vorsprung zwei Rennen vor Saisonende umzuwandeln.
Hockenheim 2005
Sonntag, 24. Oktober 2010
Montag, 11. Oktober 2010
Red Bull-Doppelsieg in Japan
Mit einem ungefährdeten Doppelsieg in Japan wurde das Red Bull-Duo Sebastian Vettel und Mark Webber seiner Favoritenrolle im japanischen Suzuka gerecht. Dabei gelang dem 23-jährigen Sebastian Vettel sein zweiter Sieg in Folge in Japan, mit dem er seine Titelambitionen drei Rennen vor Saisonende untermauerte.
Vettel konnte bei seinem dritten Saisonsieg seine insgesamt achte Pole Position in diesem Jahr in den langersehnten Grand Prix-Sieg umwandeln, der ihn in der Weltmeisterschaftswertung, punktgleich mit Fernando Alonso, bis auf 14 Punkte an Spitzenreiter Mark Webber heranbrachte. Bei drei noch ausstehenden Läufen zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft kann der junge Heppenheimer nunmehr aus eigener Kraft den Weltmeistertitel holen und zum jüngsten Formel 1-Weltmeister der Geschichte werden. Neben der für den Red Bull-Renault maßgeschneiderten Streckencharakteristik, mit vielen mittelschnellen und schnellen Richtungswechseln, spielte Vettel die offensichtliche Passivität seines Teamkollegen Mark Webber in die Karten, der seinen Punktevorsprung über die Distanz zu bringen versucht. Wie schon beim vorangegangenen Grand Prix in Singapur beschränkte sich der 34-jährige Australier auf das Nötigste und mied unnötige Risiken. Um seinen ersten Titelgewinn sicherzustellen, reicht Webber diese Taktik allerdings nicht aus, da er bei mindestens einem der noch ausstehenden drei Läufe vor seinen direkten Kontrahenten Vettel und Alonso ins Ziel kommen muss.
Schumacher und Heidfeld mit deutlichem Formanstieg
Rekordweltmeister Michael Schumacher erreichte in Japan einen guten sechsten Platz und ließ am gesamten Wochenende einen deutlichen Formanstieg erkennen, der auf ein besseres Verständnis für seinen Mercedes GP zurückzuführen ist. Schumacher konnte über das gesamte Wochenende die Pace seines Teamkollegen Nico Rosberg mitgehen und war teilweise sogar deutlich schneller unterwegs als der Wiesbadener. Da Schumacher nichts von seinem Können eingebüßt hat, lässt der Formanstieg auf technische Entwicklungen für die kommende Saison schließen, die bereits jetzt am Auto verwendet wurden und Schumachers aggressivem Fahrstil entgegen zu kommen scheinen. Schumacher, der im Kart und beim alljährlichen ausgetragenen Race of Champions gegen seine jüngeren, hocheingeschätzten Formel 1-Kollegen auf gleichem Material meist siegreich ist, wird in der kommenden Saison wieder zu gewohnter Stärke auflaufen.
Neben einem von ihm maßgeblich mitentwickelten Auto, wird dem Manheimer auch die nächstjährige Reifensituation entgegen kommen. Nach dem Ausstieg des japanischen Ausrüsters Bridgestone, wird Pirelli kommende Saison völlig neuartige Reifen an die Strecken bringen, die für alle Piloten Neuland darstellen. Schumacher, den seine Fähigkeit, sich auf neue Begebenheiten schnell einstellen zu können auszeichnete, wird demzufolge 2011 keinen Erfahrungsrückstand mehr aufweisen, der ihn behindert. Neben der für ihn undurchsichtigen Reifensituation plagt den siebenfachen Weltmeister ein Dienstwagen, der von Jenson Button mit- und auf die Bedürfnisse des amtierenden britischen Weltmeisters hin entwickelt wurde, bevor dieser kurzfristig und völlig unerwartet zu McLaren wechselte. Button, der einen gänzlich anderen Fahrstil als Schumacher hat, ist somit an Schumachers durchwachsener Comeback-Saison nicht unschuldig.
Ebenfalls fehlerfrei war in Suzuka Nick Heidfeld unterwegs, der in seinem zweiten Lauf nach dem Comeback in Singapur einen beachtlichen achten Platz für das Sauber-Team herausfuhr. Nachdem er seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi in der Startaufstellung hinter sich lassen konnte, zeigte er auch im Rennen einen deutlichen Aufwärtstrend und offenbarte seine steile Lernkurve, seit Singapur. Heidfelds Teamkamerad Kobayashi demonstrierte hingegen einmal mehr seine beeindruckenden Kämpferqualitäten, die ihn von Startplatz 14 auf Rang sieben führten. Bei seiner Aufholjagd zeigte Kobayashi kompromisslose Überholmanöver, die das vermeindliche Überholproblem in der Formel 1 in Vergessenheit gerieten ließen.
Vettel konnte bei seinem dritten Saisonsieg seine insgesamt achte Pole Position in diesem Jahr in den langersehnten Grand Prix-Sieg umwandeln, der ihn in der Weltmeisterschaftswertung, punktgleich mit Fernando Alonso, bis auf 14 Punkte an Spitzenreiter Mark Webber heranbrachte. Bei drei noch ausstehenden Läufen zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft kann der junge Heppenheimer nunmehr aus eigener Kraft den Weltmeistertitel holen und zum jüngsten Formel 1-Weltmeister der Geschichte werden. Neben der für den Red Bull-Renault maßgeschneiderten Streckencharakteristik, mit vielen mittelschnellen und schnellen Richtungswechseln, spielte Vettel die offensichtliche Passivität seines Teamkollegen Mark Webber in die Karten, der seinen Punktevorsprung über die Distanz zu bringen versucht. Wie schon beim vorangegangenen Grand Prix in Singapur beschränkte sich der 34-jährige Australier auf das Nötigste und mied unnötige Risiken. Um seinen ersten Titelgewinn sicherzustellen, reicht Webber diese Taktik allerdings nicht aus, da er bei mindestens einem der noch ausstehenden drei Läufe vor seinen direkten Kontrahenten Vettel und Alonso ins Ziel kommen muss.
Schumacher und Heidfeld mit deutlichem Formanstieg
Rekordweltmeister Michael Schumacher erreichte in Japan einen guten sechsten Platz und ließ am gesamten Wochenende einen deutlichen Formanstieg erkennen, der auf ein besseres Verständnis für seinen Mercedes GP zurückzuführen ist. Schumacher konnte über das gesamte Wochenende die Pace seines Teamkollegen Nico Rosberg mitgehen und war teilweise sogar deutlich schneller unterwegs als der Wiesbadener. Da Schumacher nichts von seinem Können eingebüßt hat, lässt der Formanstieg auf technische Entwicklungen für die kommende Saison schließen, die bereits jetzt am Auto verwendet wurden und Schumachers aggressivem Fahrstil entgegen zu kommen scheinen. Schumacher, der im Kart und beim alljährlichen ausgetragenen Race of Champions gegen seine jüngeren, hocheingeschätzten Formel 1-Kollegen auf gleichem Material meist siegreich ist, wird in der kommenden Saison wieder zu gewohnter Stärke auflaufen.
Neben einem von ihm maßgeblich mitentwickelten Auto, wird dem Manheimer auch die nächstjährige Reifensituation entgegen kommen. Nach dem Ausstieg des japanischen Ausrüsters Bridgestone, wird Pirelli kommende Saison völlig neuartige Reifen an die Strecken bringen, die für alle Piloten Neuland darstellen. Schumacher, den seine Fähigkeit, sich auf neue Begebenheiten schnell einstellen zu können auszeichnete, wird demzufolge 2011 keinen Erfahrungsrückstand mehr aufweisen, der ihn behindert. Neben der für ihn undurchsichtigen Reifensituation plagt den siebenfachen Weltmeister ein Dienstwagen, der von Jenson Button mit- und auf die Bedürfnisse des amtierenden britischen Weltmeisters hin entwickelt wurde, bevor dieser kurzfristig und völlig unerwartet zu McLaren wechselte. Button, der einen gänzlich anderen Fahrstil als Schumacher hat, ist somit an Schumachers durchwachsener Comeback-Saison nicht unschuldig.
Ebenfalls fehlerfrei war in Suzuka Nick Heidfeld unterwegs, der in seinem zweiten Lauf nach dem Comeback in Singapur einen beachtlichen achten Platz für das Sauber-Team herausfuhr. Nachdem er seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi in der Startaufstellung hinter sich lassen konnte, zeigte er auch im Rennen einen deutlichen Aufwärtstrend und offenbarte seine steile Lernkurve, seit Singapur. Heidfelds Teamkamerad Kobayashi demonstrierte hingegen einmal mehr seine beeindruckenden Kämpferqualitäten, die ihn von Startplatz 14 auf Rang sieben führten. Bei seiner Aufholjagd zeigte Kobayashi kompromisslose Überholmanöver, die das vermeindliche Überholproblem in der Formel 1 in Vergessenheit gerieten ließen.
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