Hockenheim 2005

Montag, 20. Oktober 2008

Lewis Hamilton auf dem Weg zum Weltmeistertitel

Der 23-jährige Brite Lewis Hamilton steht nach seinem Sieg in Shanghai kurz vor dem Gewinn seiner ersten Formel-1-Weltmeisterschaft.

Hamilton siegte in seinem McLaren-Mercedes, in einem von Taktik geprägten Grand Prix von China, vor seinem nunmehr einzigen Konkurrenten um den WM-Titel Felipe Massa auf Ferrari. Dritter wurde der noch amtierende Weltmeister Kimi Räikkönen aus Finnland, ebenfalls auf Ferrari.

Lewis Hamilton dominierte das ereignisarme Rennen vom Start weg nach Belieben und führt nun mit sieben Punkten Vorsprung die Weltmeisterschaftswertung vor Felipe Massa an. Ihm reicht nun ein fünfter Platz im letzten Saisonlauf in Brasilien, um der jüngste Champion in der Geschichte der Formel 1 zu werden. Favorit auf den Sieg in Sao Paulo ist allerdings Ferrari-Pilot Massa, dessen Fahrzeug die Streckencharakteristik in Brasilien eher entgegen kommen wird, als dem McLaren von Hamilton. Zusätzlichen Rückenwind wird der Brasilianer Massa in seinem Heimatland durch seine Landsleute erhalten, die alles dran setzen werden, um ihn doch noch zum Weltmeister zu machen. Massas Teamkollege Räikkönen, der noch amtierende Weltmeister, befindet sich zudem, nach einigen technischen Umbauarbeiten an seinem Ferrari, wieder im Aufwärtstrend, so dass er Massa eher unterstützen kann, als Hamilton Hilfe von seinem Teamkollege Kovalainen erwarten kann, der zurzeit seiner guten Form aus dem ersten Saisondrittel ein wenig hinterher fährt.

Hamilton kann lediglich ein technischer Defekt, eine Unachtsamkeit seinerseits oder ein Unfall vom ersten Titelgewinn abhalten. Letzteres scheint hierbei die wahrscheinlichste Variate zu sein, da sich viele Kollegen im Feld Felipe Massa als Weltmeister wünschen...

Montag, 13. Oktober 2008

Rennkommissare betreiben Schadensbegrenzung

Fragwürdige Entscheidungen der Rennkommissare prägten das Bild des gestrigen Formel-1-Grand Prix von Japan.

Eine, der insgesamt drei durch die Rennkommissare verhängten Strafen, war mehr als fragwürdig und lässt den Schluss zu, dass die Kommissare mit dem Ergebnis der zuvor verhängten Strafen nicht zufrieden waren.

Die erste Durchfahrtsstarfe traf einmal mehr den in der WM führenden McLaren-Mercedes Piloten Lewis Hamilton, der beim Start zum Japan Grand Prix mit der Brechstange versuchte seine verlorene Position wieder zurück zu gewinnen. Da es sich hierbei um den Start zu einem Formel-1-Lauf handelt, bei dem es gelegentlich zu heftigen Unfällen kommt, die keine Strafen nach sich ziehen, erscheint eine Bestrafung gegen Hamilton mehr als fraglich. Vielmehr hätte man Hamiltons Teamkollegen Heikki Kovalainen für eine Bestrafung heranzuiehen können, da dieser scheinbar absichtlich den beiden Ferrari-Piloten das Einlenken in die erste Kurve erschwerte.

Die zweite Durchfahrtsstrafe erging gegen den Zweiten der Gesamtwertung, Felipe Massa, der in Runde zwei Lewis Hamilton in einen Dreher zwang. Diese Starfe ist zwar berechtigter als die gegen Hamilton, lässt jedoch auch den Schluss zu, dass man dadurch eine Bevorteilung Ferraris durch die Sport- und Rennkommissare zurückzuweisen versuchte.

Die dritte Starfe hingegen wurde Toro Rosso-Fahrer Bourdais auferlegt, der aus der Box kommend, Felipe Massa in der engen ersten Kurve berührte. Beide Fahrzeuge drehten sich daraufhin, konnten jedoch ohne Schäden weiterfahren. Nach Abschluss des Rennens wurde Bourdais hierfür um seinen tollen sechsten Platz gebrach und um 25 Sekunden im Endklassement zurückgestuft. Hiervon profitierte widerum Felipe Massa, der dadurch einen Platz nach vorne rutschte und zwei Zähler in der WM-Wertung auf Hamilton gutmachen konnte.

Diese Strafe ist absolut ungerechtfertigt, da es sich um einen vollkommen normalen Rennzwischenfall handelte, der in beinahe jedem Rennen vorkommt. Beide Piloten müssen dem Anderen Raum zum Überleben lassen-da Bourdais in der Kurve bereits ganz innen am Grünstreifen war, ist eher gegen Ferrari-Pilote Massa eine Strafe auszusprechen, da dieser Bourdais den nötigen Raum nicht liess un seinen Dreher somit selbst verschuldete.

Die nachträgliche Strafe lässt viel Raum für Spekulationen. Die Rennkommissare helfen mit der Strafe gegen Bourdais, Felipe Massa und Ferrari auf dem Weg zum Weltmeistertitel gegen den ungeliebten Ron Dennis und seinen Rennstall McLaren. Da Massa, wider Erwarten, nicht in der Lage war mehr Punkte auf Hamilton im Gesamtklassement aufzuholen, wurde ihm auf diese Weise ein weiterer Punkt durch die Kommissarsentscheidung geschenkt.

Alonso siegt erneut

Das Rennen gewann übrigens Fernando Alonso, der den zweiten Sieg in Folge landen konnte und den Aufwärtstrend seines Renault-Teams unterstrich. Alonso profiterte lediglich von der recht unübersichtlichen Startprozedur, die ihn an der Topfavoriten auf den Sieg vorbeibrachte. Alonso war vom Speed seines Renault im weiteren Verlauf jedoch in der Lage die Pace zu setzen und Robert Kubica auf BMW und Weltmeister Kimi Räikkönen hinter sich zu halten.