Mit einem fünften Platz im vorletzten Saisonlauf sicherte sich der 29-jährige Engländer vorzeitig den Weltmeistertitel in der Formel-1.
Button profitierte dabei, wie schon so oft in dieser Saison, vom Pech seiner Kontrahenten, die sich selbst eliminierten und so den Weg für Jenson Button freimachten.
Der Engländer stellt einen eher schwachen Weltmeister in der ruhmreichen Geschichte der Königsklasse des Motorsports dar, der fahrerisch definitiv nicht auf einer Stufe mit namhaften Vorgängern wie Michael Schumacher, Ayrton Senna, Fernando Alonso und Lewis Hamilton steht. Allerdings bleibt abzuwarten, ob der über weite Phasen der Saison herbeigezitterte WM-Gewinn Button zukünftig befreit fahren lässt und so zu einer Leistungssteigerung beim Brwan GP-Piloten führt.
Brawn GP lässt Jenson Button jubeln
Seinen ersten Weltmeistertitel hat Button seinem Team rund um Teamchef und Technik-Genie Ross Brawn zu verdanken, der einmal mehr seine Ausnahmestellung im Formel-1-Fahrerlager unter Beweis stellen konnte. Nach sieben gewonnenen Weltmeisterschaften mit Michael Schumacher stellte Ross Brawn kurz vor Saisonbeginn aus der Konkurs-Masse des ausgeschiedenen Honda-Rennstalls ein für die Gegner beinahe übermächtiges Paket auf die Räder, das über die gesamte Saison gesehen unerreicht bleiben sollte.
Brawn verstand schneller als seine Kontrahenten die Bedeutung des Doppeldiffusors und des Verzichts von Kers auf die Fahrzeugbalance und konnte, aufgrund dieser Überlegenheit, mit Jenson Button in der ersten Saisonhälfte einen soliden Punktevorsprung auf die Konkurrenz herausfahren, den der Engländer in der zweiten Saisonhälfte nur noch zu verteidigen brauchte.
Button mit schwacher zweiter Saisonhälfte
Button konnte zu Saisonbeginn von der Übermacht seines Technikpaketes profitieren und einen soliden Punktestock herausfahren, der ihm im weiteren Saisonverlauf zu Gute kam. Nach sechs Siegen in sieben Rennen und dem Erstarken der Konkurrenz brach Button jedoch ein und war in der Folge nicht mehr in der Lage an die Erfolge der ersten Saisonhälfte anzuknüpfen. Unter dem Druck des "Weltmeister-werden-müssens", verzettelte sich Button ein ums andere Mal in der Fahrzeugabstimmung seines Brawn-Mercedes, was ihn im weiteren Saisonverlauf nur noch einen Bruchteil der zuvor herausgefahrenen Punkte holen ließ-eine Tatsache, die einen Schatten auf den Weltmeistertitel Buttons wirft. Button, dessen Name nun in die Geschichtsbüchern des Motorsports eingehen wird, wusste diese für ihn wahrscheinlich einmalige Chance letztlich zu nutzen.
Hockenheim 2005
Montag, 19. Oktober 2009
Montag, 27. Juli 2009
Hamilton gelingt Überraschungssieg
Der erste Saisonsieg des amtierenden Weltmeisters Lewis Hamilton auf dem Hungaroring bedeutet gleichzeitig auch den ersten Sieg eines Kers-betriebenen Fahrzeugs in der Formel-1-Geschichte.
In den letzten Wochen war zwar ein deutlicher Aufwärtstrend bei der McLaren-Mercedes Mannschaft offensichtlich, dass dieser jedoch so schnell zu einem Sieg führen würde ist schon überraschend. In Ungarn profitierte Hamilton bei seinem ersten Saisonsieg von der für sein Kers-System optimalen Streckenführung in Budapest, den für sein Fahrzeug optimalen Luft-Temperaturen, den von Reifenausrüster Bridgestone angelieferten Reifen und den nachlassenden Favoriten um Brawn GP und Red Bull, die speziell in Bezug auf WM-Spitzenreiter Brawn GP den Anschluss an die Spitze verlieren und um die Verteidigung ihrer Spitzenpositionen in den beiden WM-Wertungen bangen müssen. Jenson Buttons Vorsprung beträgt zwar immer noch stolze 18,5 Punkte vor Red Bull-Pilot Mark Webber, wobei er vom Ausfall seines bisherigen Haupkonkurrenten im WM-Kampf Sebastian Vettel und der grossen Punkteausbeute der im WM-Klassement weit abgeschlagen rangierenden Piloten Hamilton und des zweitplatzierten Räikkönen profitierte, so dass sein Vorsprung nur unwesentlich schrumpfte.
McLarens Form eine Ausnahme
Der Sieg von McLaren-Mercedes dokumentiert die unglaubliche Leistung des Traditionsrennstalls bei der Fahrzeugweiterentwicklung in den letzten Wochen, stellt jedoch nicht unbedingt eine Kehrtwende im Kräfteverhältnis der Formel-1 dar. Bis der Rennstall aus dem englischen Woking kontinuierlich wieder Rennen gewinnen wird, wird es noch einige Rennen dauern. Ähnlich gestaltet sich das Bild bei Ferrari, die, wie auch Renault, einen deutlichen Aufwärtstrend offenbaren. Auch bei diesen beiden Teams in die absolute Siegfähigkeit noch nicht wieder hergestellt. Es zeigt sich jedoch das Potential der ehemaligen Weltmeisterteams, innerhalb weniger Wochen einen dramatischen Rückstand aufholen zu können.
Renault-Strafe völlig überzogen
Der Verlust des rechten Vorderreifens am Renault von Fernando Alonso nach dessen erstem Boxenstopp zog eine drastische Strafe nach dem Grand Prix nach sich. Der Rennstall wurde von den Rennkommissaren für den kommenden Grand Prix von Europa im spanischen Velencia suspendiert, obwohl hier der Fehler eines einzelnen vorliegt. Der "Lollipop-Mann" gab Alonso das Zeichen zum Anfahren nach dessen Boxenstopp eindeutig zu früh, obwohl die Mechaniker am rechten Vorderrad den Reifenwechsel noch nicht abgeschlossen hatten. Daraufhin die Fahrer und die gesamte Mannschaft für das nächste Rennen auszuschließen ist völlig überzogen. Sofern es bei diesem Urteil bleibt und Renault mit Superstar Alonso nicht starten wird, werden deutlich weniger Zuschauer an den neuen Strassenkurs im spanischen Valencia ströhmen, als dies bei einer Teilnahme des spanischen Nationalhelden der Fall wäre.
Ein geeignetes Starfmaß gegen Renault wäre eine Geldstrafe und der vorübergehende Ausschluss aus der Konstrkteurswertung gewesen. Ein gesamtes Team derart für den Fehler eines einzelnen zu bestrafen ist jedoch nicht gerechtfertigt. Mit dieser Entscheidung könnte zudem einem möglichen Ausstieg des Autoherstellers Renault, der im Rahmen der Weltwirtschaftskrise durchaus möglich ist, Vorschub geleistet werden, womit sich die Formel-1, durch die Entscheidung einiger Rennkommissare selbst schaden würde.
In den letzten Wochen war zwar ein deutlicher Aufwärtstrend bei der McLaren-Mercedes Mannschaft offensichtlich, dass dieser jedoch so schnell zu einem Sieg führen würde ist schon überraschend. In Ungarn profitierte Hamilton bei seinem ersten Saisonsieg von der für sein Kers-System optimalen Streckenführung in Budapest, den für sein Fahrzeug optimalen Luft-Temperaturen, den von Reifenausrüster Bridgestone angelieferten Reifen und den nachlassenden Favoriten um Brawn GP und Red Bull, die speziell in Bezug auf WM-Spitzenreiter Brawn GP den Anschluss an die Spitze verlieren und um die Verteidigung ihrer Spitzenpositionen in den beiden WM-Wertungen bangen müssen. Jenson Buttons Vorsprung beträgt zwar immer noch stolze 18,5 Punkte vor Red Bull-Pilot Mark Webber, wobei er vom Ausfall seines bisherigen Haupkonkurrenten im WM-Kampf Sebastian Vettel und der grossen Punkteausbeute der im WM-Klassement weit abgeschlagen rangierenden Piloten Hamilton und des zweitplatzierten Räikkönen profitierte, so dass sein Vorsprung nur unwesentlich schrumpfte.
McLarens Form eine Ausnahme
Der Sieg von McLaren-Mercedes dokumentiert die unglaubliche Leistung des Traditionsrennstalls bei der Fahrzeugweiterentwicklung in den letzten Wochen, stellt jedoch nicht unbedingt eine Kehrtwende im Kräfteverhältnis der Formel-1 dar. Bis der Rennstall aus dem englischen Woking kontinuierlich wieder Rennen gewinnen wird, wird es noch einige Rennen dauern. Ähnlich gestaltet sich das Bild bei Ferrari, die, wie auch Renault, einen deutlichen Aufwärtstrend offenbaren. Auch bei diesen beiden Teams in die absolute Siegfähigkeit noch nicht wieder hergestellt. Es zeigt sich jedoch das Potential der ehemaligen Weltmeisterteams, innerhalb weniger Wochen einen dramatischen Rückstand aufholen zu können.
Renault-Strafe völlig überzogen
Der Verlust des rechten Vorderreifens am Renault von Fernando Alonso nach dessen erstem Boxenstopp zog eine drastische Strafe nach dem Grand Prix nach sich. Der Rennstall wurde von den Rennkommissaren für den kommenden Grand Prix von Europa im spanischen Velencia suspendiert, obwohl hier der Fehler eines einzelnen vorliegt. Der "Lollipop-Mann" gab Alonso das Zeichen zum Anfahren nach dessen Boxenstopp eindeutig zu früh, obwohl die Mechaniker am rechten Vorderrad den Reifenwechsel noch nicht abgeschlossen hatten. Daraufhin die Fahrer und die gesamte Mannschaft für das nächste Rennen auszuschließen ist völlig überzogen. Sofern es bei diesem Urteil bleibt und Renault mit Superstar Alonso nicht starten wird, werden deutlich weniger Zuschauer an den neuen Strassenkurs im spanischen Valencia ströhmen, als dies bei einer Teilnahme des spanischen Nationalhelden der Fall wäre.
Ein geeignetes Starfmaß gegen Renault wäre eine Geldstrafe und der vorübergehende Ausschluss aus der Konstrkteurswertung gewesen. Ein gesamtes Team derart für den Fehler eines einzelnen zu bestrafen ist jedoch nicht gerechtfertigt. Mit dieser Entscheidung könnte zudem einem möglichen Ausstieg des Autoherstellers Renault, der im Rahmen der Weltwirtschaftskrise durchaus möglich ist, Vorschub geleistet werden, womit sich die Formel-1, durch die Entscheidung einiger Rennkommissare selbst schaden würde.
Montag, 13. Juli 2009
Webber mit Premierensieg
Der 32-jährige Australier Mark Webber hat am Nürburgring ein fast fehlerfreies Wochenende mit seinem ersten Formel-1-Sieg gekrönt. Webber bestätigte damit seine zurzeit hervorragende Form und verwies seinen jungen Teamkollegen Sebastian Vettel auf den zweiten Platz. Für Red Bull bedeutete dieses Ergebnis den bereits dritten Doppelsieg dieser Saison.
Der einzig wahre Konkurrent Webbers um den Sieg, der Brasilianer Rubens Barrichello, wurde hingegen von seinem Team um eine bessere Position als Platz sechs gebracht. So kostete ein seltsam verlaufender Tankvorgang Barrichello etwa fünf Sekunden, während seine Drei-Stopp-Strategie ebenfalls Zweifel aufkommen lässt. Es hat den Anschein, als würde das Brawn-Team Barrichellos Teamkollegen Jenson Button eindeutig bevorzugen.
Brawn GP verliert an Boden
Zur Saisonhalbzeit scheint es, als würde Brawn GP im Wettrüsten der Formel-1-Teams etwas an Boden auf die Konkurrenz einbüßen. Unabhängig von den niedrigen Aussentemperaturen, die den anderen Teams eher in die Karten spielen, scheint das Team um Ross Brawn zurzeit deutlich langsamer zu sein als Red Bull, während man allerdings noch immer von einem recht großen Vorsprung in den Weltmeisterschaftswertungen profitieren kann.
Fazit nach der Saisonhalbzeit
Der Grand Prix von Deutschland markierte die Saisonhalbzeit in einer von ständig wechselnder Konkurrenzfähigketit auf Seiten der Teams geprägten Formel-1-Saison. Einzige Konstanten sind bisher die beiden diesjährigen Topteams von Brawn GP und Red Bull, die bisher sämtliche Siege unter sich aufteilten. Dahinter gibt es von Rennen zu Rennen Verschiebungen, die entweder der Streckencharakteristik oder den Wetterbedingungen geschuldet sind. Der Lauf auf dem Nürburgring erweckt jedoch den Anschein, als würde speziell das Team von McLaren-Mercedes um Weltmeister Lewis Hamilton einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und den Anschluss an die Spitze fast hergestellt haben. Auch bei Ferrari sind deutliche Verbesserungen vorgenommen worden, die regelmäßige Punkteplatzierungen im Bereich des Podiums erwarten lassen.
Auf dem Fahrersektor gibt es einige Enttäuschungen, die auf baldige Cockpit-Wechsel schließen lassen. So enttäuscht bisher auf ganzer Linie der Toro Rosso-Fahrer Sebastien Bourdais, der sich oft selbst im Weg steht und mit seinem jungen Kollegen Sebastien Buemi kaum mithalten kann. Ein ähnliches Bild herrscht auch bei Renault vor, wo Nelson Piquet jun. ebenfalls ausgetauscht werden sollte. Piquet bekam sein diesjähriges Cockpit auch nur, weil er im letzten Jahr mit seinem Ausscheiden in Singapur maßgeblich am ersten Saisonsieg seines Teamkollegen Alonso beteiligt war und als Dank dafür eine Vertragsverlängerung erhielt. Ebenfalls enttäuschend agieren bisher auch Kazuki Nakajima bei Williams und Heikki Kovalainen bei McLaren-Mercedes, die zwar im Gegensatz zu Piquet großes Potential besitzen, sich allerdings weit unter Wert verkaufen. Kurz vor dem verdienten Ruhestand steht zudem Giancarlo Fisichella, der bei Force India seine letzten Rennen vor seinem Abschied aus der Königsklasse bestreitet.
Der einzig wahre Konkurrent Webbers um den Sieg, der Brasilianer Rubens Barrichello, wurde hingegen von seinem Team um eine bessere Position als Platz sechs gebracht. So kostete ein seltsam verlaufender Tankvorgang Barrichello etwa fünf Sekunden, während seine Drei-Stopp-Strategie ebenfalls Zweifel aufkommen lässt. Es hat den Anschein, als würde das Brawn-Team Barrichellos Teamkollegen Jenson Button eindeutig bevorzugen.
Brawn GP verliert an Boden
Zur Saisonhalbzeit scheint es, als würde Brawn GP im Wettrüsten der Formel-1-Teams etwas an Boden auf die Konkurrenz einbüßen. Unabhängig von den niedrigen Aussentemperaturen, die den anderen Teams eher in die Karten spielen, scheint das Team um Ross Brawn zurzeit deutlich langsamer zu sein als Red Bull, während man allerdings noch immer von einem recht großen Vorsprung in den Weltmeisterschaftswertungen profitieren kann.
Fazit nach der Saisonhalbzeit
Der Grand Prix von Deutschland markierte die Saisonhalbzeit in einer von ständig wechselnder Konkurrenzfähigketit auf Seiten der Teams geprägten Formel-1-Saison. Einzige Konstanten sind bisher die beiden diesjährigen Topteams von Brawn GP und Red Bull, die bisher sämtliche Siege unter sich aufteilten. Dahinter gibt es von Rennen zu Rennen Verschiebungen, die entweder der Streckencharakteristik oder den Wetterbedingungen geschuldet sind. Der Lauf auf dem Nürburgring erweckt jedoch den Anschein, als würde speziell das Team von McLaren-Mercedes um Weltmeister Lewis Hamilton einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und den Anschluss an die Spitze fast hergestellt haben. Auch bei Ferrari sind deutliche Verbesserungen vorgenommen worden, die regelmäßige Punkteplatzierungen im Bereich des Podiums erwarten lassen.
Auf dem Fahrersektor gibt es einige Enttäuschungen, die auf baldige Cockpit-Wechsel schließen lassen. So enttäuscht bisher auf ganzer Linie der Toro Rosso-Fahrer Sebastien Bourdais, der sich oft selbst im Weg steht und mit seinem jungen Kollegen Sebastien Buemi kaum mithalten kann. Ein ähnliches Bild herrscht auch bei Renault vor, wo Nelson Piquet jun. ebenfalls ausgetauscht werden sollte. Piquet bekam sein diesjähriges Cockpit auch nur, weil er im letzten Jahr mit seinem Ausscheiden in Singapur maßgeblich am ersten Saisonsieg seines Teamkollegen Alonso beteiligt war und als Dank dafür eine Vertragsverlängerung erhielt. Ebenfalls enttäuschend agieren bisher auch Kazuki Nakajima bei Williams und Heikki Kovalainen bei McLaren-Mercedes, die zwar im Gegensatz zu Piquet großes Potential besitzen, sich allerdings weit unter Wert verkaufen. Kurz vor dem verdienten Ruhestand steht zudem Giancarlo Fisichella, der bei Force India seine letzten Rennen vor seinem Abschied aus der Königsklasse bestreitet.
Montag, 11. Mai 2009
Jenson Button holt vierten Saisonsieg
Der 29-jährige Engländer Jenson Button konnte dank tatkräftiger Unterstützung seines Teams in Barcelona den vierten Saisonsieg im fünften Rennen feieren und seinen Teamkollegen Rubens Barrichello auf den zweiten Platz verweisen.
Dabei profitierte Button von einer kurzfristigen Strategieänderung durch sein Team Brawn GP, das ihn während des Grand Prix's von drei auf zwei Stopps umpolte. Diese Maßnahme brachte Button letztlich den erneuten Sieg ein, obwohl der bessere Mann an diesem Wochenende Teamkollege Barrichello war, der bis zu seinem ersten Boxenstopp den Spanien Grand Prix anführte.
Ferrari macht großen Schritt
Nach einem total verkorksten Saisonstart konnte der italienische Traditionsrennstall Ferrari mit einem Entwicklungskraftakt den Rückstand auf die momentanen Topteams Brawn GP sowie Red Bull weitesgehend egalisieren. Zwar reichte es für Felipe Massa in Spanien nur zu drei WM-Punkten, allerdings ist der drastische Aufwärtstrend beim amtierenden Konstrukteursweltmeister offensichtlich.
Im Gegensatz dazu stagniert das Team um Fahrerweltmeister Lewis Hamilton, McLaren-Mercedes, was womöglich auch auf Defizite Hamiltons bei der Fahrzeugentwicklung zurückzuführen ist. Entgegen der Vorhersagen brachte das neue Aerodynamikpaket der Engländer nicht den gewünschten Erfolg, so dass McLaren-Mercedes in Spanien punktelos blieb.
Auch der deutsch-schweizerische BMW-Sauber-Rennstall konnte in Spanien einen deutlichen Aufwärtstrend verbuchen, der den Rennsatll mit seinen beiden Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica zumindest wieder in den Bereich der Punkteränge katapultierte.
Entwicklungspotential wird Ausschlag geben
Das deutlich größere Entwicklungspotential bei Ferrari, eigentlich auch bei McLaren-Mercedes, Renault, BMW-Sauber und vor allem in dieser Saison Red Bull, wird für den weiteren Saisonverlauf von größter Bedeutung werden. So prognostiziere ich ab der Saisonmitte einen leichten Abfall beim bisherigen Dominator Brawn GP, die nicht die gleichen technischen Möglichkeiten besitzen, wie etwa Ferrari und Red Bull. Die große Überraschung der bisherigen Saison ist der Rennstall um den 21-jährigen Deutschen Sebastian Vettel, die beide ihr volles Potential noch nicht erreicht haben und für weitere Glanzlichter 2009 sorgen werden. Ob es allerdings im WM-Endspurt für Vettel reichen wird, den Punktevorsprung Buttons abzuknabbern wird sich zeigen.
Budgetgrenze erschüttert die Formel-1-Gemeinschaft in ihren Grundfesten
Die für die kommende Saison von FIA-Präsident Max Mosley anvisierte Deckelung der Budgets der Formel-1-Teams auf 45 Millionen € stößt bei sieben Teams auf keine Gegenliebe. Dass es sich bei diesen Rennställen um die Hersteller handelt, denen deutlich mehr Finanzen zur Verfügung stehen, als den wenigen verbliebenen Privatteams, ist offensichtlich. Das jedoch eine drastische Budgetrückführung innerhalb kürzester Zeit nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang der Leistungsfähigkeit sein muss, demonstriert zur Zeit Brawn GP, die ihre Belegschaft nach dem Ausstieg von Honda drastisch zurückfahren und dennoch Kreise um die finanzkräftigere Konkurrenz fahren.
Die Pläne der FIA lassen zudem den Schluss zu, dass der baldige Ausstieg der Hersteller provoziert werden soll, um die Formel-1 langfristig wieder auf eine gesündere, von Einzeldarstellern unabhängige, Basis zu stellen. Vergleichbar etwa mit der Zeit Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre, als wenige Hersteller das Bild prägten und die Privatteams deutlich in der Überzahl waren.In einem solch schnelllebigen Geschäft ist langfristig gesehen nur auf Privatteams, wie Williams etc. Verlass, da Hersteller kurzfritige Entscheidungen in Bezug auf ihre Motorsportaktivitäten treffen, und abhängig von der Wirtschaftlage ein möglicher Ausstieg immer in der Luft hängt.
Um die Formel-1 in eine gesicherte Zukunft zu führen, führt kein Weg am, durch die FIA verordneten, Sozialismus in der Formel-1 vorbei. Als eine Folge dessen werden zudem langfristig gesehen, die Preise für Eintrittskarten sinken und auf ein etwas realistischeres Niveau zurückgeführt werden, was also auch den einfachen Fan an der Strecke von dieser Maßnahme profitieren lässt!
Dabei profitierte Button von einer kurzfristigen Strategieänderung durch sein Team Brawn GP, das ihn während des Grand Prix's von drei auf zwei Stopps umpolte. Diese Maßnahme brachte Button letztlich den erneuten Sieg ein, obwohl der bessere Mann an diesem Wochenende Teamkollege Barrichello war, der bis zu seinem ersten Boxenstopp den Spanien Grand Prix anführte.
Ferrari macht großen Schritt
Nach einem total verkorksten Saisonstart konnte der italienische Traditionsrennstall Ferrari mit einem Entwicklungskraftakt den Rückstand auf die momentanen Topteams Brawn GP sowie Red Bull weitesgehend egalisieren. Zwar reichte es für Felipe Massa in Spanien nur zu drei WM-Punkten, allerdings ist der drastische Aufwärtstrend beim amtierenden Konstrukteursweltmeister offensichtlich.
Im Gegensatz dazu stagniert das Team um Fahrerweltmeister Lewis Hamilton, McLaren-Mercedes, was womöglich auch auf Defizite Hamiltons bei der Fahrzeugentwicklung zurückzuführen ist. Entgegen der Vorhersagen brachte das neue Aerodynamikpaket der Engländer nicht den gewünschten Erfolg, so dass McLaren-Mercedes in Spanien punktelos blieb.
Auch der deutsch-schweizerische BMW-Sauber-Rennstall konnte in Spanien einen deutlichen Aufwärtstrend verbuchen, der den Rennsatll mit seinen beiden Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica zumindest wieder in den Bereich der Punkteränge katapultierte.
Entwicklungspotential wird Ausschlag geben
Das deutlich größere Entwicklungspotential bei Ferrari, eigentlich auch bei McLaren-Mercedes, Renault, BMW-Sauber und vor allem in dieser Saison Red Bull, wird für den weiteren Saisonverlauf von größter Bedeutung werden. So prognostiziere ich ab der Saisonmitte einen leichten Abfall beim bisherigen Dominator Brawn GP, die nicht die gleichen technischen Möglichkeiten besitzen, wie etwa Ferrari und Red Bull. Die große Überraschung der bisherigen Saison ist der Rennstall um den 21-jährigen Deutschen Sebastian Vettel, die beide ihr volles Potential noch nicht erreicht haben und für weitere Glanzlichter 2009 sorgen werden. Ob es allerdings im WM-Endspurt für Vettel reichen wird, den Punktevorsprung Buttons abzuknabbern wird sich zeigen.
Budgetgrenze erschüttert die Formel-1-Gemeinschaft in ihren Grundfesten
Die für die kommende Saison von FIA-Präsident Max Mosley anvisierte Deckelung der Budgets der Formel-1-Teams auf 45 Millionen € stößt bei sieben Teams auf keine Gegenliebe. Dass es sich bei diesen Rennställen um die Hersteller handelt, denen deutlich mehr Finanzen zur Verfügung stehen, als den wenigen verbliebenen Privatteams, ist offensichtlich. Das jedoch eine drastische Budgetrückführung innerhalb kürzester Zeit nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang der Leistungsfähigkeit sein muss, demonstriert zur Zeit Brawn GP, die ihre Belegschaft nach dem Ausstieg von Honda drastisch zurückfahren und dennoch Kreise um die finanzkräftigere Konkurrenz fahren.
Die Pläne der FIA lassen zudem den Schluss zu, dass der baldige Ausstieg der Hersteller provoziert werden soll, um die Formel-1 langfristig wieder auf eine gesündere, von Einzeldarstellern unabhängige, Basis zu stellen. Vergleichbar etwa mit der Zeit Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre, als wenige Hersteller das Bild prägten und die Privatteams deutlich in der Überzahl waren.In einem solch schnelllebigen Geschäft ist langfristig gesehen nur auf Privatteams, wie Williams etc. Verlass, da Hersteller kurzfritige Entscheidungen in Bezug auf ihre Motorsportaktivitäten treffen, und abhängig von der Wirtschaftlage ein möglicher Ausstieg immer in der Luft hängt.
Um die Formel-1 in eine gesicherte Zukunft zu führen, führt kein Weg am, durch die FIA verordneten, Sozialismus in der Formel-1 vorbei. Als eine Folge dessen werden zudem langfristig gesehen, die Preise für Eintrittskarten sinken und auf ein etwas realistischeres Niveau zurückgeführt werden, was also auch den einfachen Fan an der Strecke von dieser Maßnahme profitieren lässt!
Dienstag, 31. März 2009
Brawn GP dominiert beim Saisonauftakt
Das Honda-Nachfolgeteam Brawn GP dominierte den Start in die 60ste Formel-1-Saison nach Belieben und konnte nach den Startplätzen 1 und 2 diese Positionen auch im Rennen belegen.
Die Stärke des Teams um das Technik-Genie Ross Brawn wurde bereits bei den Testfahrten vor dem Saisonstart offensichtlich und liess lediglich Diskussionen über die Verfolger zu. Ein klares Bild darüber entstand allerdings auch nicht beim Auftaktrennen in Melbourne, wo gleich mehrere Teams für die erste Verfolgerposition in Frage kamen. Ähnlich starke Eindrücke hinterließen in Melbourne etwas überraschend die Teams von Red Bull, Williams und Toyota, die zurzeit gleichauf zu sein scheinen. Knapp dahinter dürfte sich momentan das erste Top-Team von BMW-Sauber befinden, die von der aktuellen Leistungsfähigkeit her deutlich vor Ferrari und vor allem McLaren-Mercedes liegen.
Das weitere Entwicklungstempo wird das in Melbourne äusserst eng beisammen liegende Feld jedoch wieder auseinander ziehen, so dass die Abstände wieder größer werden. Ferrari und besonders McLaren-Mercedes werden im weiteren Saisonverlauf aus dem vorderen bzw. hinteren Mittelfeld weiter nach vorne stossen und um Punkteplatzierungen kämpfen können. Red Bull und Williams werden hingegen wahrscheinlich an Leistungsfähigkeit einbüssen und etwas an Boden auf Brawn GP und Toyota verlieren.
Neues Reglement erfüllt Erwartungen
Die veränderten Aerodynamik-Regularien, die Einführung der Slicks und die optionale Einführung des Energierückgewinnungssystems KERS führten, wie von der FIA erhofft, tatsächlich zu mehr Überholmanövern als in der Vergangenheit.
Allerdings sind diese Überholmanöver durch gewollt drastisch abbauende weiche Reifen bzw. länger haltbare harte Reifenspezifikationen, die beide im Rennverlauf einzusetzen sin, künstlich herbeigeführt. Ein weiterer Punkt, der Überholmanöver begünstigt, ist die Verwendung des KER-Systems, das in Melbourne in lediglich sieben der zwanzig Autos verbaut war. So konnten Piloten mit KERS an Bord ihre Positionen gegenüber schnelleren Verfolgern verteidigen bzw. ähnlich schnelle Autos dank der 82 Extra-PS leichter überholen. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Überholmanöver des Saisonauftakts in Australien zu erklären. Die aerodynamischen Veränderungen führten jedoch wie gewünscht dazu, dass dem vorausfahrenden Auto gefolgt werden konnte, ohne den bisherigen Strömungsabriss zu riskieren, so dass es in Zukunft wohl eher selten zu Prozessionen bei einem Formel-1-Rennen kommen sollte.
Protestwelle in Melbourne
Überschatttet wurde der Saisonauftakt einmal mehr von gegenseitigen, teilweise an den Haaren herbeigezogenen, Protesten unter den Teams. Hier ist zu hoffen, dass sich die Rennställe zukünftig auf das Wesentliche besinnen, nämlich den Motorsport auf der Strecke und akzepieren, dass auch in anderen Teams clevere Ingenieure arbeiten, deren gute Ideen ihren Teams Vorteile einbringen können. Diese ständigen juristischen Auseinandersetzungen unter- bzw. gegeneinander lenken von dem Hautgeschäft der Formel-1 zu sehr ab und schaden dem Image des Sports mehr als sie ihm einbringen. Natürlich geht es in der Formel-1 um extrem viel Geld, Prestige und oftmals auch verletzte Eitelkeit, allerdings sollten die Teams die momentane wirtschaftliche Weltsituation nicht aus den Augen verlieren und lieber geschlossen auftreten, als sich gegenseitig zu bekriegen. Ein Aspekt der auch bei zukünftigen Verhandlungen mit der FIA in Bezug auf Reglements und Bernie Ecclestone in Sachen finanzielle Beteiligung an den Einahmen von großem Vorteil wäre - zudem sich die Königsklasse des Motorsports weitere Austritte von Herstellern ebenso wenig erlauben kann, wie das Desinteresse der Zielgruppen, die von den Machenschaften hinter den Kulissen abgeschreckt werden könnten.
Die Stärke des Teams um das Technik-Genie Ross Brawn wurde bereits bei den Testfahrten vor dem Saisonstart offensichtlich und liess lediglich Diskussionen über die Verfolger zu. Ein klares Bild darüber entstand allerdings auch nicht beim Auftaktrennen in Melbourne, wo gleich mehrere Teams für die erste Verfolgerposition in Frage kamen. Ähnlich starke Eindrücke hinterließen in Melbourne etwas überraschend die Teams von Red Bull, Williams und Toyota, die zurzeit gleichauf zu sein scheinen. Knapp dahinter dürfte sich momentan das erste Top-Team von BMW-Sauber befinden, die von der aktuellen Leistungsfähigkeit her deutlich vor Ferrari und vor allem McLaren-Mercedes liegen.
Das weitere Entwicklungstempo wird das in Melbourne äusserst eng beisammen liegende Feld jedoch wieder auseinander ziehen, so dass die Abstände wieder größer werden. Ferrari und besonders McLaren-Mercedes werden im weiteren Saisonverlauf aus dem vorderen bzw. hinteren Mittelfeld weiter nach vorne stossen und um Punkteplatzierungen kämpfen können. Red Bull und Williams werden hingegen wahrscheinlich an Leistungsfähigkeit einbüssen und etwas an Boden auf Brawn GP und Toyota verlieren.
Neues Reglement erfüllt Erwartungen
Die veränderten Aerodynamik-Regularien, die Einführung der Slicks und die optionale Einführung des Energierückgewinnungssystems KERS führten, wie von der FIA erhofft, tatsächlich zu mehr Überholmanövern als in der Vergangenheit.
Allerdings sind diese Überholmanöver durch gewollt drastisch abbauende weiche Reifen bzw. länger haltbare harte Reifenspezifikationen, die beide im Rennverlauf einzusetzen sin, künstlich herbeigeführt. Ein weiterer Punkt, der Überholmanöver begünstigt, ist die Verwendung des KER-Systems, das in Melbourne in lediglich sieben der zwanzig Autos verbaut war. So konnten Piloten mit KERS an Bord ihre Positionen gegenüber schnelleren Verfolgern verteidigen bzw. ähnlich schnelle Autos dank der 82 Extra-PS leichter überholen. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Überholmanöver des Saisonauftakts in Australien zu erklären. Die aerodynamischen Veränderungen führten jedoch wie gewünscht dazu, dass dem vorausfahrenden Auto gefolgt werden konnte, ohne den bisherigen Strömungsabriss zu riskieren, so dass es in Zukunft wohl eher selten zu Prozessionen bei einem Formel-1-Rennen kommen sollte.
Protestwelle in Melbourne
Überschatttet wurde der Saisonauftakt einmal mehr von gegenseitigen, teilweise an den Haaren herbeigezogenen, Protesten unter den Teams. Hier ist zu hoffen, dass sich die Rennställe zukünftig auf das Wesentliche besinnen, nämlich den Motorsport auf der Strecke und akzepieren, dass auch in anderen Teams clevere Ingenieure arbeiten, deren gute Ideen ihren Teams Vorteile einbringen können. Diese ständigen juristischen Auseinandersetzungen unter- bzw. gegeneinander lenken von dem Hautgeschäft der Formel-1 zu sehr ab und schaden dem Image des Sports mehr als sie ihm einbringen. Natürlich geht es in der Formel-1 um extrem viel Geld, Prestige und oftmals auch verletzte Eitelkeit, allerdings sollten die Teams die momentane wirtschaftliche Weltsituation nicht aus den Augen verlieren und lieber geschlossen auftreten, als sich gegenseitig zu bekriegen. Ein Aspekt der auch bei zukünftigen Verhandlungen mit der FIA in Bezug auf Reglements und Bernie Ecclestone in Sachen finanzielle Beteiligung an den Einahmen von großem Vorteil wäre - zudem sich die Königsklasse des Motorsports weitere Austritte von Herstellern ebenso wenig erlauben kann, wie das Desinteresse der Zielgruppen, die von den Machenschaften hinter den Kulissen abgeschreckt werden könnten.
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