Hockenheim 2005

Montag, 11. Mai 2009

Jenson Button holt vierten Saisonsieg

Der 29-jährige Engländer Jenson Button konnte dank tatkräftiger Unterstützung seines Teams in Barcelona den vierten Saisonsieg im fünften Rennen feieren und seinen Teamkollegen Rubens Barrichello auf den zweiten Platz verweisen.


Dabei profitierte Button von einer kurzfristigen Strategieänderung durch sein Team Brawn GP, das ihn während des Grand Prix's von drei auf zwei Stopps umpolte. Diese Maßnahme brachte Button letztlich den erneuten Sieg ein, obwohl der bessere Mann an diesem Wochenende Teamkollege Barrichello war, der bis zu seinem ersten Boxenstopp den Spanien Grand Prix anführte.

Ferrari macht großen Schritt

Nach einem total verkorksten Saisonstart konnte der italienische Traditionsrennstall Ferrari mit einem Entwicklungskraftakt den Rückstand auf die momentanen Topteams Brawn GP sowie Red Bull weitesgehend egalisieren. Zwar reichte es für Felipe Massa in Spanien nur zu drei WM-Punkten, allerdings ist der drastische Aufwärtstrend beim amtierenden Konstrukteursweltmeister offensichtlich.

Im Gegensatz dazu stagniert das Team um Fahrerweltmeister Lewis Hamilton, McLaren-Mercedes, was womöglich auch auf Defizite Hamiltons bei der Fahrzeugentwicklung zurückzuführen ist. Entgegen der Vorhersagen brachte das neue Aerodynamikpaket der Engländer nicht den gewünschten Erfolg, so dass McLaren-Mercedes in Spanien punktelos blieb.

Auch der deutsch-schweizerische BMW-Sauber-Rennstall konnte in Spanien einen deutlichen Aufwärtstrend verbuchen, der den Rennsatll mit seinen beiden Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica zumindest wieder in den Bereich der Punkteränge katapultierte.

Entwicklungspotential wird Ausschlag geben

Das deutlich größere Entwicklungspotential bei Ferrari, eigentlich auch bei McLaren-Mercedes, Renault, BMW-Sauber und vor allem in dieser Saison Red Bull, wird für den weiteren Saisonverlauf von größter Bedeutung werden. So prognostiziere ich ab der Saisonmitte einen leichten Abfall beim bisherigen Dominator Brawn GP, die nicht die gleichen technischen Möglichkeiten besitzen, wie etwa Ferrari und Red Bull. Die große Überraschung der bisherigen Saison ist der Rennstall um den 21-jährigen Deutschen Sebastian Vettel, die beide ihr volles Potential noch nicht erreicht haben und für weitere Glanzlichter 2009 sorgen werden. Ob es allerdings im WM-Endspurt für Vettel reichen wird, den Punktevorsprung Buttons abzuknabbern wird sich zeigen.


Budgetgrenze erschüttert die Formel-1-Gemeinschaft in ihren Grundfesten


Die für die kommende Saison von FIA-Präsident Max Mosley anvisierte Deckelung der Budgets der Formel-1-Teams auf 45 Millionen € stößt bei sieben Teams auf keine Gegenliebe. Dass es sich bei diesen Rennställen um die Hersteller handelt, denen deutlich mehr Finanzen zur Verfügung stehen, als den wenigen verbliebenen Privatteams, ist offensichtlich. Das jedoch eine drastische Budgetrückführung innerhalb kürzester Zeit nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang der Leistungsfähigkeit sein muss, demonstriert zur Zeit Brawn GP, die ihre Belegschaft nach dem Ausstieg von Honda drastisch zurückfahren und dennoch Kreise um die finanzkräftigere Konkurrenz fahren.

Die Pläne der FIA lassen zudem den Schluss zu, dass der baldige Ausstieg der Hersteller provoziert werden soll, um die Formel-1 langfristig wieder auf eine gesündere, von Einzeldarstellern unabhängige, Basis zu stellen. Vergleichbar etwa mit der Zeit Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre, als wenige Hersteller das Bild prägten und die Privatteams deutlich in der Überzahl waren.In einem solch schnelllebigen Geschäft ist langfristig gesehen nur auf Privatteams, wie Williams etc. Verlass, da Hersteller kurzfritige Entscheidungen in Bezug auf ihre Motorsportaktivitäten treffen, und abhängig von der Wirtschaftlage ein möglicher Ausstieg immer in der Luft hängt.

Um die Formel-1 in eine gesicherte Zukunft zu führen, führt kein Weg am, durch die FIA verordneten, Sozialismus in der Formel-1 vorbei. Als eine Folge dessen werden zudem langfristig gesehen, die Preise für Eintrittskarten sinken und auf ein etwas realistischeres Niveau zurückgeführt werden, was also auch den einfachen Fan an der Strecke von dieser Maßnahme profitieren lässt!