Mit seinem sechsten Sieg im achten Saisonrennen baute Sebastian Vettel seine Fürhung in der Formel 1-Gesamtwertung auf nunmehr 77 Punkte aus. Der 23-jährige Deutsche feierte in Valencia seinen insgesamt 16 Grand Prix-Sieg und überholte damit Lewis Hamilton in der Statistik der Grand Prix-Siege und zog mit dem vierfachen Ex-Vize-Weltmeister Stirling Moss gleich.
Ín Valencia ging Vettels "Sieg-Taktik" einmal mehr vollkommen auf. Er konnte die Pole Position halten und als Führender in die erste Kurve einbiegen. Einmal in Führung liegend kontrollierte der Heppenheimer auch in der spanischen Metropole das Tempo und seine Reifen, so dass er in einem weitestgehend unspektakulären Rennen einen weiteren Sieg nach dem in dieser Saison bewährten Schema einfahren konnte: Wenn Vettel einmal vorne liegt, bleibt er in der Regel auch dort. Gefahr droht für den amtierenden Weltmeister hauptsächlich dann, wenn er nicht vorne liegt und Tempo und Reifenabbau kontrolliert.
Red Bull-Teamkollege Mark Webber konnte seinen zweiten Startplatz hingegen nicht halten und fiel nach dem zweiten Boxxenstopp hinter Fernando Alonso im Ferrari zurück. Felipe Massa im zweiten Ferrari belegte am Ende den fünften Platz, was einen deutlichen Aufwärtstrend beim italienischen Traditionsrennstall unterstreicht. Ferrari profitiert, neben Verbesserungen am Fahrzeug, allerdings hauptsächlich von den angelieferten tendenziell weicheren Reifenmischungen, die auch das reifenschonende italienische Fahrzeug in das nötige Temperaturfenster bringt. Ein weiterer Grund für den Aufschwung bei der Scuderia ist die Streckenführung der letzten Grand Prix. Strecken mit langsamen Kurven und verhältnismäßig vielen Stop and Go-Passagen liegen dem mechanisch gesunden roten Auto mehr, als schnelle Passagen, die eine gute aerodynamische Effizienz voraussetzen. Aerodynamisch hinkt der Ferrari dem Klassenprimus Red Bull demzufolge noch ein wenig hinter her.
Ähnlich sieht die Lage beim deutsch-britischen Mercedes GP-Rennstall aus. Die Art und Weise, mit der Jenson Button im McLaren-Mercedes jedoch Nico Rosberg im Vollgas-Rechtsknick nach Start und Ziel stehen ließ, lässt zudem auf ein mechanisches Problem beim Team um Ross Brawn schließen. Rosberg, der gut aus den engen Passagen herausbeschleunigen konnte, hatte zwei Runden lang große Probleme das Auto im besagten Rechtsknick in der Spur zu halten, da der Mercedes an der Hinterachse "einknickte". Rosberg gerät zudem zunehmend unter Druck durch seinen Teamkollgen Michael Schumacher, der dem jungen Wiesbadener kontinuierlich näher rückt.
Hockenheim 2005
Dienstag, 28. Juni 2011
Montag, 13. Juni 2011
Jenson Button gewinnt den chaotischen Kanada Grand Prix
Der 31-jährige McLaren Mercedes-Pilot Jenson Button feierte beim siebten Saisonlauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft in einem ereignisreichen Rennen seinen ersten Saisonsieg. Button profitierte dabei von einem Fehler des bis dahin führenden Sebastian Vettel in der letzten Runde des Rennens und erbte den Sieg im langsamsten Grand Prix der Formel 1-Geschichte.
Button gewinnt geschichtsträchtigen Grand Prix
Der Kanada Grand Prix, der wegen Regens hinter dem Safety Car gestartet wurde, wurde nach 25 gefahrenen Runden wegen regenüberfluteter Fahrbahn unterbrochen und erst nach zwei Stunden Wartezeit wieder gestartet. Nach insgesamt 70 gefahrenen Runden und insgesamt fünf Safety Car-Phasen wurde Jenson Button nach 4:04 Stunden als Sieger des Rennens abgewunken, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von lediglich 74,8 km/h entspricht. Damit wurde in Kanada die 61 Jahre alte von Juan Manuel Fangio im Monaco Grand Prix gefahrene bisher langsamste Durchschnittsgeschwindigkeit in einem Grand Prix um 24 km/h unterboten.
Bei seinem insgesamt 10. Grand Prix-Sieg sah der Weltmeister von 2009 lange nicht wie ein möglicher Sieger aus. Button musste insgesamt sechs Mal an die Box. Fünf Mal wechselte er dabei seine Reifen, ein Mal wurde ihm eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, die er wegen zu hoher Geschwindigkeit während einer Safety Car-Phase erhielt. Button warfen ausserdem zwei leichte Kollisionen mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und Ferrari-Pilot Fernando Alonso, bei der seinem linken Vorderreifen die Luft ausging, empfindlich zurück. Nach 40 Runden des Rennens tauchte der McLaren-Pilot somit nur auf dem letzten Platz im Klassement auf. Clevere und gut getimte Reifenwechsel, eine kompromisslose Aufholjagd und die Safety Car-Phasen, die Button immer wieder an das Feld heranführten, kamen dem Engländer in seiner 12. Formel 1-Saison auf dem Weg an die Spitze zurhilfe.
Sebastian Vettel, der einem weiteren ungefährdeten Grand Prix-Sieg entgegen zu fahren schien, geriet in den letzten Runden des Rennens unter Druck durch Button, der unaufholsam auf den deutschen Seriensieger aufschloss. Dabei schien sich Vettel kurz vor dem Rennende schon auf der Siegerstrasse zu sehen, so dass er ein wenig Tempo aus seiner Fahrt herausnahm. Als Button schließlich immer näher kam und auch Vettel sein Tempo erhöht, passierte dem Heppenheimer einer seiner seltenen Fehler im Rennen. Vettel kam leicht von der trockenen Ideallinie auf den feuchten Asphalt und Button zog vorbei.
Kritik an übertriebener Vorsicht
Der Start des Kanada Grand Prix erfolgte bei leichtem Regen mal wieder hinter dem Safety Car. Trotz sichererer Autos und besserer Sicherheitsvorkehrungen an den Strecken greift der Start hinter dem Safety Car immer mehr um sich. Dabei ist der stehende Start des 24 Fahrzeuge umfassenden Starterfeldes das Highlight des Wochenendes. Nicht umsonst sind die Einschaltquoten zu Rennbeginn am höchsten. Der Saftey Car-Start nimmt dem Rennen einen großen Reiz, zumal immer früher das Safety Car auf die Strecke geschickt wird. Bei den Bedingungen, unter denen der gestrige Grand Prix hinter dem Saftey Car gestartet wurde, wäre vor etwa 15 Jahren noch nicht einmal ein Gedanke an einen Safety Car-Start verschwendet worden. Die zahlenden Zuschauer an der Strecke und die Millionen Fernsehzuschauer zuhause wollen zwar keine schweren Unfälle auf der Strecke sehen, aber doch zumindest harte Duelle Rad an Rad, wie sie vorallem beim Start vorkommen. Schließlich fahren die besten und höchstbezahlten Motorsportler der Welt in der Formel 1 gegeneinander, die jeder Situation, sei sie noch so widrig, gewachsen sein sollten. Der Rennabbruch nach 25 Runden auf der alten Rennstrecke auf der Ile de Notre Dame geht zwar völlig in Ordnung, da die Bedingungen zu widrig wurden, aber beim Start hätten die Rennverantwortlichen auf das Können der 24 Piloten vertrauen sollen!
Button gewinnt geschichtsträchtigen Grand Prix
Der Kanada Grand Prix, der wegen Regens hinter dem Safety Car gestartet wurde, wurde nach 25 gefahrenen Runden wegen regenüberfluteter Fahrbahn unterbrochen und erst nach zwei Stunden Wartezeit wieder gestartet. Nach insgesamt 70 gefahrenen Runden und insgesamt fünf Safety Car-Phasen wurde Jenson Button nach 4:04 Stunden als Sieger des Rennens abgewunken, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von lediglich 74,8 km/h entspricht. Damit wurde in Kanada die 61 Jahre alte von Juan Manuel Fangio im Monaco Grand Prix gefahrene bisher langsamste Durchschnittsgeschwindigkeit in einem Grand Prix um 24 km/h unterboten.
Bei seinem insgesamt 10. Grand Prix-Sieg sah der Weltmeister von 2009 lange nicht wie ein möglicher Sieger aus. Button musste insgesamt sechs Mal an die Box. Fünf Mal wechselte er dabei seine Reifen, ein Mal wurde ihm eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, die er wegen zu hoher Geschwindigkeit während einer Safety Car-Phase erhielt. Button warfen ausserdem zwei leichte Kollisionen mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und Ferrari-Pilot Fernando Alonso, bei der seinem linken Vorderreifen die Luft ausging, empfindlich zurück. Nach 40 Runden des Rennens tauchte der McLaren-Pilot somit nur auf dem letzten Platz im Klassement auf. Clevere und gut getimte Reifenwechsel, eine kompromisslose Aufholjagd und die Safety Car-Phasen, die Button immer wieder an das Feld heranführten, kamen dem Engländer in seiner 12. Formel 1-Saison auf dem Weg an die Spitze zurhilfe.
Sebastian Vettel, der einem weiteren ungefährdeten Grand Prix-Sieg entgegen zu fahren schien, geriet in den letzten Runden des Rennens unter Druck durch Button, der unaufholsam auf den deutschen Seriensieger aufschloss. Dabei schien sich Vettel kurz vor dem Rennende schon auf der Siegerstrasse zu sehen, so dass er ein wenig Tempo aus seiner Fahrt herausnahm. Als Button schließlich immer näher kam und auch Vettel sein Tempo erhöht, passierte dem Heppenheimer einer seiner seltenen Fehler im Rennen. Vettel kam leicht von der trockenen Ideallinie auf den feuchten Asphalt und Button zog vorbei.
Kritik an übertriebener Vorsicht
Der Start des Kanada Grand Prix erfolgte bei leichtem Regen mal wieder hinter dem Safety Car. Trotz sichererer Autos und besserer Sicherheitsvorkehrungen an den Strecken greift der Start hinter dem Safety Car immer mehr um sich. Dabei ist der stehende Start des 24 Fahrzeuge umfassenden Starterfeldes das Highlight des Wochenendes. Nicht umsonst sind die Einschaltquoten zu Rennbeginn am höchsten. Der Saftey Car-Start nimmt dem Rennen einen großen Reiz, zumal immer früher das Safety Car auf die Strecke geschickt wird. Bei den Bedingungen, unter denen der gestrige Grand Prix hinter dem Saftey Car gestartet wurde, wäre vor etwa 15 Jahren noch nicht einmal ein Gedanke an einen Safety Car-Start verschwendet worden. Die zahlenden Zuschauer an der Strecke und die Millionen Fernsehzuschauer zuhause wollen zwar keine schweren Unfälle auf der Strecke sehen, aber doch zumindest harte Duelle Rad an Rad, wie sie vorallem beim Start vorkommen. Schließlich fahren die besten und höchstbezahlten Motorsportler der Welt in der Formel 1 gegeneinander, die jeder Situation, sei sie noch so widrig, gewachsen sein sollten. Der Rennabbruch nach 25 Runden auf der alten Rennstrecke auf der Ile de Notre Dame geht zwar völlig in Ordnung, da die Bedingungen zu widrig wurden, aber beim Start hätten die Rennverantwortlichen auf das Können der 24 Piloten vertrauen sollen!
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