Der zweifache Formel 1 Weltmeister Fernando Alonso hat den von Wetterkapriolen geprägten 10. Saisonlauf der Formel 1 auf dem Nürburgring, in eindrucksvoller Manier für sich entschieden.
Bei seinem Sieg profitierte Alonso sowohl vom insgesamt zweiten Regenschauer kurz vor Schluss des Rennens, als auch vom Ergebnis seines Teamkollegen Lewis Hamilton, der nach seinem Unfall im Qualifying und Startplatz 10, sowie einem Ausrutscher zu Beginn des Rennens, dem Feld hinterherhetzen musste und lediglich den neunten Platz belegen konnte. Punktemässig ging der 22-jährige Engländer und WM-führende somit, erstmalig in dieser Saison, leer aus.
Durch dieses Ergebnis sind die beiden McLaren Piloten in der Weltmeisterschaftsgesamtwertung nur noch durch zwei Punkte voneinander getrennt und der WM-Ausgang ist dadurch wieder deutlich spannender und womöglich die grosse Chance für Fernando Alonso, seinen dritten Titel in Folge zu gewinnen.
Der zweite Regenschauer, kurz vor Ende des Rennens, zwang sämtliche Piloten zum Wechsel auf Intermediate-Reifen an die Box, was Alonso letztlich den Sieg einbrachte, da er mit den Bedingungen deutlich besser zurecht kam, als der bis dahin führende Felipe Massa auf Ferrari.
Massa klagte über starke Vibrationen und daraus resultierenden Handlingsproblemen, die es Alonso möglich machten, den Rückstand aufzuholen und wenig später am Brasilianer vorbeizuziehen. Das Überholmanöver und dessen Vorbereitung waren weltmeisterlich. Überhaupt gewinnt einen solch chaotischen Lauf, wie er gestern auf dem Nürburgring stattgefunden hat, nur ein ganz Grosser dieses Sports, der unter sämtlichen Bedingungen kühlen Kopf bewahrt und in den entscheidenden Situationen Killerinstinkt beweist, eben einer wie Alonso, oder einst Michael Schumacher.
Kühlen Kopf bewahrt haben letztlich auch Lewis Hamilton, der, nachdem er zu Beginn des Rennens auf den regenüberfluteten Strecke ins Kiesbett gerutscht und dort stecken geblieben war, im Auto bei laufendem Motor sitzen blieb und auf den Abschleppkran wartete, um wieder zurück auf die Strecke gehieft zu werden.
In einer solchen Situation, so grossen Überblick zu behalten ist ebenfalls nur ganz Grossen vorbehalten, zu denen Hamilton mit Sicherheit noch aufsteigen wird.
Auch Williams-Pilot Alexander Wurz blieb cool und liess sich nicht von den Wetterbedingungen aus dem Konzept bringen. Einmal mehr profitierte er, wie schon in Kanada, von den teilweise chaotischen Verhältnissen und holte fünf wichtige WM-Punkte.
Bei seinem voraussichtlich einzigen Formel 1-Rennen, ging der 27-jährige Markus Winkelhock in die Geschichte des Sports ein, da er, als Einziger, bereits nach der Einführungsrunde zum Wechsel auf Regenreifen an die Box fuhr und vom heftig einsetzenden Regen wenige Sekunden später profitieren konnte, und die ersten Führungskilometer für sich und sein Spyker-Team verbuchen konnte.
Leider, ist der Sohn des 1985 bei einem Sportwagenrennen tödlich verunglückten ehemaligen Formel 1-Fahrers Manfred Winkelhock, allerdings vom Speed her nicht in der Lage, das Tempo der anderen Fahrer mitzugehen, so dass er keine Zukunft in diesem Sport haben wird. Sein Abschneiden während der ersten vier Runden des Rennens sind lediglich auf die Wetterbedingungen und den Reifenwechsel-Coup seines Teams zurückzuführen. Das das Spyker-Team allerdings den Holländer Christijan Albers vor die Tür setzte, ist aus fahrerischen Gründen absolut richtig, wenn auch finanzielle Gründe durch ausbleibende Zahlungen eines Sponsors, letztlich ausschlaggebend gewesen sind. Ein womöglich langfristig guter Ersatz für Albers stellt in meinen Augen lediglich Renault-Testfahrer Nelson Piquet jun. dar, der neben Sebastian Vettel und Timo Glock, das Zeug zum Formel 1-Piloten hat. Da Glock und Vettel jedoch an BMW gebunden sind, bleibt also nur Piquet junior.
Hockenheim 2005
Montag, 23. Juli 2007
Montag, 9. Juli 2007
Räikkönen mit zweitem Sieg in einer Woche
Ferrari Pilot Kimi Räikkönen hat mit seinem dritten Saisonsieg und seinem zweiten Erfolg binnen einer Woche, die zurückgewonnene Siegfähigkeit seines Rennstalls unterstrichen.
Genau wie bei seinem Erfolg in Frankreich letzte Woche, legte der 27-jährige Finne auch diesmal den Grundstein zum Sieg mit einigen herausragenden Rundenzeiten in den letzten Runden vor seinem Boxenstopp. Mit diesen schnellen Rennrunden gelang es ihm in Frankreich seinen Teamkollegen Felipe Massa von der Spitze zu verdrängen, während er in Silverstone sogar beide McLaren Piloten dadurch hat überholen können.
Vor Lewis Hamiltons erstem Stopp legte Räikkönen einige schnelle Runden hin, um direkt hinter dem jungen Briten zu liegen, wenn dieser die Box anläuft, um dadurch erneut das Tempo verschärfen zu können, sobald er schließlich selbst freie Fahrt nach vorne hat.
Mit dieser Taktik kam er sowohl an Hamilton, als auch nach seinem zweiten Stopp am amtierenden Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien vorbei.
Zwar versuchten die Taktikstrategen aus England, speziell Fernando Alonsos Rennen daraufhin auszurichten, der Speed den Räikkönen jedoch in den rennentscheidenden Momenten hat fahren können, war allerdings zu hoch, so dass der Spanier nicht den nötigen Vorsprung auf den Ferrari-Piloten hat herausfahren können, um nach seinem zweiten Boxenstopp die Führung zu behaupten.
Den momentan herausragenden Speed der Ferrari verdeutlichte auch Räikkönens Teamkollege, Felipe Massa, der nach technischen Problemen in der Startaufstellung aus der Boxengasse hat starten müssen. An Ende sprang für ihn ein toller fünfter Platz heraus, der zwar den Verlust von wertvollen WM-Punkten gegenüber seinem Teamkollegen und den beiden McLaren-Fahrern bedeutete, aber einmal mehr Massas Talent und Rennintelligenz unterstrich. Massas Rennen endete diesmal hinter BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica, der auch im zweiten Lauf, nach seiner unfallbedingten Pause, die vierte Position belegen konnte. Nachdem er in Magny Cours noch von Lewis Hamilton wie ein Anfänger stehen gelassen worden war, konnte Kubica diesmal den deutlich schnelleren Ferrari von Massa erfolgreich hinter sich halten.
Trendwende zu erkennen
Die beiden letzten Grand Prix machten in vielerlei Punkten eine Kehrtwende deutlich.
Die beiden Ferrari sind plötzlich den McLaren vom Sreed her leicht überlegen, während Kimi Räikkönen leicht die Oberhand gegenüber seinem Teamkollegen Massa zu gewinnen scheint. Die aerodynamischen Änderungen bei den Italienern scheinen genauso zu greifen, wie Verbesserungen bei Reifenpartner Bridgestone.
Bei McLaren kommt Weltmeister Alonso allmählich in Fahrt, während sich ähnliches auch bei BMW abspielt, wo Robert Kubica erneut besser abschneiden konnte als sein Teamkollege Nick Heidfeld aus Mönchengladbach.
Auch beim Renault-Duo ändert sich die Hackordnung allmählich zu Gunsten von Heikki Kovalainen, während Toyota Fahrer Ralf Schumacher seinen Abwärtstrend hat stoppen können, indem er Teamkollege Jarno Trulli erstmalig in dieser Saison hat hinter sich halten können.
Erklärungen für diese Trendwende könnten entweder sein, dass Reifenmonopolist Bridgestone neue Mischungen entwickelt hat, die die Untersteuertendenz der bisher verwendeten gestoppt hat.
Aufallend ist nämlich, dass all diese Fahrer, die bisher überraschender Weise leistungsmässig hinter ihre Teamkollegen zurückgefallen sind, gleichzeitig die Trendwende eingeleutet haben. Bei all diesen Piloten handelt es sich noch dazu um Fahrer, die einen extrem aggressiven Fahrstil pflegen, der eine stabile Front erfordert und perfekt auf die letztjährigen Michelin-Reifen ihrer Teams abgetimmt war.
Unwahrscheinlich erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass sie alle gleichzeitig ihren Fahrstil hin zu einem weniger aggressiven, runderen abgeändert haben, und auch, dass ihre Rennställe gleichzeitig Neuerungen an die Autos gebracht haben, die diese Tendenz bewirkt haben.
Genau wie bei seinem Erfolg in Frankreich letzte Woche, legte der 27-jährige Finne auch diesmal den Grundstein zum Sieg mit einigen herausragenden Rundenzeiten in den letzten Runden vor seinem Boxenstopp. Mit diesen schnellen Rennrunden gelang es ihm in Frankreich seinen Teamkollegen Felipe Massa von der Spitze zu verdrängen, während er in Silverstone sogar beide McLaren Piloten dadurch hat überholen können.
Vor Lewis Hamiltons erstem Stopp legte Räikkönen einige schnelle Runden hin, um direkt hinter dem jungen Briten zu liegen, wenn dieser die Box anläuft, um dadurch erneut das Tempo verschärfen zu können, sobald er schließlich selbst freie Fahrt nach vorne hat.
Mit dieser Taktik kam er sowohl an Hamilton, als auch nach seinem zweiten Stopp am amtierenden Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien vorbei.
Zwar versuchten die Taktikstrategen aus England, speziell Fernando Alonsos Rennen daraufhin auszurichten, der Speed den Räikkönen jedoch in den rennentscheidenden Momenten hat fahren können, war allerdings zu hoch, so dass der Spanier nicht den nötigen Vorsprung auf den Ferrari-Piloten hat herausfahren können, um nach seinem zweiten Boxenstopp die Führung zu behaupten.
Den momentan herausragenden Speed der Ferrari verdeutlichte auch Räikkönens Teamkollege, Felipe Massa, der nach technischen Problemen in der Startaufstellung aus der Boxengasse hat starten müssen. An Ende sprang für ihn ein toller fünfter Platz heraus, der zwar den Verlust von wertvollen WM-Punkten gegenüber seinem Teamkollegen und den beiden McLaren-Fahrern bedeutete, aber einmal mehr Massas Talent und Rennintelligenz unterstrich. Massas Rennen endete diesmal hinter BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica, der auch im zweiten Lauf, nach seiner unfallbedingten Pause, die vierte Position belegen konnte. Nachdem er in Magny Cours noch von Lewis Hamilton wie ein Anfänger stehen gelassen worden war, konnte Kubica diesmal den deutlich schnelleren Ferrari von Massa erfolgreich hinter sich halten.
Trendwende zu erkennen
Die beiden letzten Grand Prix machten in vielerlei Punkten eine Kehrtwende deutlich.
Die beiden Ferrari sind plötzlich den McLaren vom Sreed her leicht überlegen, während Kimi Räikkönen leicht die Oberhand gegenüber seinem Teamkollegen Massa zu gewinnen scheint. Die aerodynamischen Änderungen bei den Italienern scheinen genauso zu greifen, wie Verbesserungen bei Reifenpartner Bridgestone.
Bei McLaren kommt Weltmeister Alonso allmählich in Fahrt, während sich ähnliches auch bei BMW abspielt, wo Robert Kubica erneut besser abschneiden konnte als sein Teamkollege Nick Heidfeld aus Mönchengladbach.
Auch beim Renault-Duo ändert sich die Hackordnung allmählich zu Gunsten von Heikki Kovalainen, während Toyota Fahrer Ralf Schumacher seinen Abwärtstrend hat stoppen können, indem er Teamkollege Jarno Trulli erstmalig in dieser Saison hat hinter sich halten können.
Erklärungen für diese Trendwende könnten entweder sein, dass Reifenmonopolist Bridgestone neue Mischungen entwickelt hat, die die Untersteuertendenz der bisher verwendeten gestoppt hat.
Aufallend ist nämlich, dass all diese Fahrer, die bisher überraschender Weise leistungsmässig hinter ihre Teamkollegen zurückgefallen sind, gleichzeitig die Trendwende eingeleutet haben. Bei all diesen Piloten handelt es sich noch dazu um Fahrer, die einen extrem aggressiven Fahrstil pflegen, der eine stabile Front erfordert und perfekt auf die letztjährigen Michelin-Reifen ihrer Teams abgetimmt war.
Unwahrscheinlich erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass sie alle gleichzeitig ihren Fahrstil hin zu einem weniger aggressiven, runderen abgeändert haben, und auch, dass ihre Rennställe gleichzeitig Neuerungen an die Autos gebracht haben, die diese Tendenz bewirkt haben.
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