Red Bull-Renault verpasste nach einer teaminternen Kollision zwischen Sebastian Vettel und seinem Teamkollegen Mark Webber, die zum Ausfall des jungen Deutschen führte, den möglichen Doppelsieg beim siebten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft in der Türkei. Nutznießer der Kollision war das in der Türkei überraschend starke McLaren-Team, das in Istanbul von seinem ausgeklügelten F-Schacht-System profitieren konnte. Die Streckencharakteristik kam dem englischen Rennstall hierbei zugute, so dass Lewis Hamilton seinen ersten Saisonsieg vor seinem Teamkollegen und amtierenden Weltmeister Jenson Button einfahren konnte.
Vettel der Verursacher der teaminternen Kollision
Sebastian Vettel, der nach zwei glanzvollen Auftritten seines Teamkollegen Mark Webber bei den beiden vorangegangenen Grand Prix sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen scheint, seinen deutlich schlechter eingestuften Teamkollegen unbedingt bezwingen zu müssen, leistete sich bei einem eigentlich schon geglückten Überholversuch einen folgenschweren Fehler. Vettel, der auf der Innenlinie liegend, bereits eine halbe Wagenlänge vor Webber lag, zog urplötzlich, mit einem leichten Rechtsschlenker, dem direkt neben ihm, in der Fahrbahnmitte fahrenden Webber ins Auto, wobei sich der Deutsche seinen Red Bull-Renault irreparabel beschädigte und ausschied. Womöglich verlor Vettel seinen Red Bull auf einer Bodenwelle aus der Kontrolle, wodurch er zu seinem Rechtsschlenker veranlasst wurde. Webber verhielt sich während des Manövers von Vettel durchaus fair und ließ seinem Teamkollegen sogar den nötigen Raum. Auch ging der Australier bei der Verteidigung seiner Führungsposition nicht übermäßig hart zu Werke, sondern schien sich im Gegenteil schon mit dem Verlust seiner Position an Vettel abgefunden zu haben.
Politisch motivierte Kritik der Red Bull-Teamführung an Mark Webber
Die Äußerungen der Teamführung des Red Bull-Rennstalls zu der teaminternen Kollision stossen unter diesen Gesichtspunkten auf meine Kritik. Sowohl Teamchef Christian Horner, als auch der Berater des Rennstalls, Ex-Formel-1-Pilot Helmut Marko, gaben Mark Webber, die alleinige Schuld an dem Unfall. Hierbei drängt sich der Verdacht auf, dass das Team jegliche, besonders teaminterne Kritik an seinem vermeintlichen Spitzenfahrer Sebastian Vettel abwenden möchte. Diese Aktion lässt auf eine Bevorzugung Vettels gegenüber Webber schließen.
Die Verhandlungen mit Mark Webber über eine Vertragsverlängerung über die laufende Saison hinaus, könnten diese Schuldzuweisung in ernsthafte Gefahr bringen. Bereits seit längerem kursieren Gerüchte, dass Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bei Red Bull als Teamkollege Vettels zur Saison 2011 andocken könnte, so dass die Schuldzuweisung der teaminternen Kollision ein mögliches Ausbooten Webbers, zugunsten Räikkönens, nach sich ziehen könnte. Es ist bekannt, dass der Red Bull-Rennstall langfristig mit Vettel plant und das Team um den 22-jährigen Heppenheimer herum aufbauen will. Schuldzuweisungen von Seiten Red Bulls an Vettel, könnten diesen eventuell zu einem vorzeitigen Abschied zu einem Konkurrenten bewegen, was Red Bull in jedem Fall verhindern will.
Red Bull sollte sich dem zurzeit sensationell fahrenden Mark Webber gegenüber fair verhalten und diesem nicht mit ungerechtfertigter Kritik in den Rücken fallen.
Hockenheim 2005
Sonntag, 30. Mai 2010
Sonntag, 16. Mai 2010
Mark Webber in der Form seines Lebens
Der australische Red Bull-Pilot Mark Webber gewann in Monaco den zweiten Formel-1-Grand Prix innerhalb einer Woche und lieferte dabei erneut eine exzellente Leistung ab. Wie bereits acht Tage zuvor, ließ der 33-jährige Mann aus Down Under seiner Konkurrenz keine Chance und feierte einen weiteren unangefochtenen Start-Ziel-Sieg.
Vettel treibt Webber zu Höchstleistungen
Mit seinem zweiten Saisonsieg, dem insgesamt vierten in seiner Karriere, machte Webber einmal mehr deutlich, dass er an guten Tagen nur schwer zu schlagen ist. Diese Erkenntnis musste auch sein höher eingestufter Teamkollege Sebastian Vettel machen, der weder in Spanien, noch in Monaco Mark Webber ernsthaft gefährden konnte. Mark Webber, der mit seinem Sieg, punktgleich mit Vettel, auch die Führung in der WM-Wertung übernahm, scheint in seiner neunten Saison in der Königsklasse des Motorsports endlich die nötige Konstanz entwickelt zu haben, die ihm in den ersten Jahren seiner Formel-1-Laufbahn häufig gefehlt hat. Webbers Talent war dabei zwar immer offensichtlich-er konnte es jedoch nie wirklich in Resultate umsetzen und stand sich oft selbst im Weg. Der teaminterne Wettkampf mit seinem 11 Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastian Vettel scheint bei Webber nun jedoch die letzten Reserven zum Vorschein zu bringen, die nötig waren, um aus dem guten Rennfahrer Mark Webber einen wirklichen Spitzenmann der Formel-1 werden zu lassen. Sofern er unter Druck gesetzt wird, machte er in der Vergangenheit häufig Fehler, die gute Resultate verhinderten. Deswegen bleibt abzuwarten, ob der Australier seine hervorragende Form konservieren und die Flüchtigkeitsfehler wird abstellen können.
Michael Schumacher im Stile eines Champions
Am Ende der vierten Safety-Car-Phase des Monaco-Grand Prix, die durch einen heftigen Unfall zwischen Lotus Pilot Jarno Trulli und dem indischen HRT-Fahrer Karun Chandhok ausgelöst wurde, ließ der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seinen Renn- und Killerinstinkt aufblitzen, indem er den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso überrumpelte. Schumacher nutzte dabei einen neuen Passus im Reglement aus, wonach Überholmanöver am Ende einer Safety-Car-Phase auch vor der Start-Ziel-Linie erlaubt sind. Die Tatsache, ob sich dies auch auf die letzte Runde eines Grand Prix bezieht, wird zwar noch durch die Renn-Stewards überprüft, zeigt aber, dass Schumacher jede sich ihm bietende Chance nutzt. Selbst wenn der 41-jährige Deutsche für dieses Manöver bestraft wird, demonstriert Schumacher einmal mehr seine Ausnahmestellung im Fahrerfeld und seinen aussergewöhnlichen Einsatz, auch um einen sechsten Platz zu kämpfen. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der in Monaco der schnellere Fahrer bei Mercedes GP war, konnte seinen Speed nicht in eine besseres Resultat umsetzen und kam auf Platz acht hinter seinem Teamkollegen Schumacher ins Ziel. Eine bessere Platzierung kostete Rosberg, neben einem eher durchschnittlichen Start, sein verhältnismäßig schlechter Startplatz, der aus einem schlechte Timing im letzten Qualifying-Segment beruhte.
Das durchaus positive Abschneiden von Michael Schumacher in den letzten beiden Läufen, im Vergleich zu Rosberg, lässt einen deutlichen Aufwärtstrend beim Kerpener erkennen, der seinem jungen Teamkollegen kontinuierlich näher kommt. Neben den fahrerischen Qualitäten, in denen Rosberg ihm allerdings nicht allzu sehr nachsteht, scheint Schumacher das Team immer mehr auf seine Seite zu bringen und die Weiterentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich zu beeinflussen, woraus er auf der Rennstrecke profitieren kann.
Vettel treibt Webber zu Höchstleistungen
Mit seinem zweiten Saisonsieg, dem insgesamt vierten in seiner Karriere, machte Webber einmal mehr deutlich, dass er an guten Tagen nur schwer zu schlagen ist. Diese Erkenntnis musste auch sein höher eingestufter Teamkollege Sebastian Vettel machen, der weder in Spanien, noch in Monaco Mark Webber ernsthaft gefährden konnte. Mark Webber, der mit seinem Sieg, punktgleich mit Vettel, auch die Führung in der WM-Wertung übernahm, scheint in seiner neunten Saison in der Königsklasse des Motorsports endlich die nötige Konstanz entwickelt zu haben, die ihm in den ersten Jahren seiner Formel-1-Laufbahn häufig gefehlt hat. Webbers Talent war dabei zwar immer offensichtlich-er konnte es jedoch nie wirklich in Resultate umsetzen und stand sich oft selbst im Weg. Der teaminterne Wettkampf mit seinem 11 Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastian Vettel scheint bei Webber nun jedoch die letzten Reserven zum Vorschein zu bringen, die nötig waren, um aus dem guten Rennfahrer Mark Webber einen wirklichen Spitzenmann der Formel-1 werden zu lassen. Sofern er unter Druck gesetzt wird, machte er in der Vergangenheit häufig Fehler, die gute Resultate verhinderten. Deswegen bleibt abzuwarten, ob der Australier seine hervorragende Form konservieren und die Flüchtigkeitsfehler wird abstellen können.
Michael Schumacher im Stile eines Champions
Am Ende der vierten Safety-Car-Phase des Monaco-Grand Prix, die durch einen heftigen Unfall zwischen Lotus Pilot Jarno Trulli und dem indischen HRT-Fahrer Karun Chandhok ausgelöst wurde, ließ der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seinen Renn- und Killerinstinkt aufblitzen, indem er den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso überrumpelte. Schumacher nutzte dabei einen neuen Passus im Reglement aus, wonach Überholmanöver am Ende einer Safety-Car-Phase auch vor der Start-Ziel-Linie erlaubt sind. Die Tatsache, ob sich dies auch auf die letzte Runde eines Grand Prix bezieht, wird zwar noch durch die Renn-Stewards überprüft, zeigt aber, dass Schumacher jede sich ihm bietende Chance nutzt. Selbst wenn der 41-jährige Deutsche für dieses Manöver bestraft wird, demonstriert Schumacher einmal mehr seine Ausnahmestellung im Fahrerfeld und seinen aussergewöhnlichen Einsatz, auch um einen sechsten Platz zu kämpfen. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der in Monaco der schnellere Fahrer bei Mercedes GP war, konnte seinen Speed nicht in eine besseres Resultat umsetzen und kam auf Platz acht hinter seinem Teamkollegen Schumacher ins Ziel. Eine bessere Platzierung kostete Rosberg, neben einem eher durchschnittlichen Start, sein verhältnismäßig schlechter Startplatz, der aus einem schlechte Timing im letzten Qualifying-Segment beruhte.
Das durchaus positive Abschneiden von Michael Schumacher in den letzten beiden Läufen, im Vergleich zu Rosberg, lässt einen deutlichen Aufwärtstrend beim Kerpener erkennen, der seinem jungen Teamkollegen kontinuierlich näher kommt. Neben den fahrerischen Qualitäten, in denen Rosberg ihm allerdings nicht allzu sehr nachsteht, scheint Schumacher das Team immer mehr auf seine Seite zu bringen und die Weiterentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich zu beeinflussen, woraus er auf der Rennstrecke profitieren kann.
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