Hockenheim 2005

Sonntag, 16. Mai 2010

Mark Webber in der Form seines Lebens

Der australische Red Bull-Pilot Mark Webber gewann in Monaco den zweiten Formel-1-Grand Prix innerhalb einer Woche und lieferte dabei erneut eine exzellente Leistung ab. Wie bereits acht Tage zuvor, ließ der 33-jährige Mann aus Down Under seiner Konkurrenz keine Chance und feierte einen weiteren unangefochtenen Start-Ziel-Sieg.

Vettel treibt Webber zu Höchstleistungen

Mit seinem zweiten Saisonsieg, dem insgesamt vierten in seiner Karriere, machte Webber einmal mehr deutlich, dass er an guten Tagen nur schwer zu schlagen ist. Diese Erkenntnis musste auch sein höher eingestufter Teamkollege Sebastian Vettel machen, der weder in Spanien, noch in Monaco Mark Webber ernsthaft gefährden konnte. Mark Webber, der mit seinem Sieg, punktgleich mit Vettel, auch die Führung in der WM-Wertung übernahm, scheint in seiner neunten Saison in der Königsklasse des Motorsports endlich die nötige Konstanz entwickelt zu haben, die ihm in den ersten Jahren seiner Formel-1-Laufbahn häufig gefehlt hat. Webbers Talent war dabei zwar immer offensichtlich-er konnte es jedoch nie wirklich in Resultate umsetzen und stand sich oft selbst im Weg. Der teaminterne Wettkampf mit seinem 11 Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastian Vettel scheint bei Webber nun jedoch die letzten Reserven zum Vorschein zu bringen, die nötig waren, um aus dem guten Rennfahrer Mark Webber einen wirklichen Spitzenmann der Formel-1 werden zu lassen. Sofern er unter Druck gesetzt wird, machte er in der Vergangenheit häufig Fehler, die gute Resultate verhinderten. Deswegen bleibt abzuwarten, ob der Australier seine hervorragende Form konservieren und die Flüchtigkeitsfehler wird abstellen können.

Michael Schumacher im Stile eines Champions


Am Ende der vierten Safety-Car-Phase des Monaco-Grand Prix, die durch einen heftigen Unfall zwischen Lotus Pilot Jarno Trulli und dem indischen HRT-Fahrer Karun Chandhok ausgelöst wurde, ließ der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seinen Renn- und Killerinstinkt aufblitzen, indem er den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso überrumpelte. Schumacher nutzte dabei einen neuen Passus im Reglement aus, wonach Überholmanöver am Ende einer Safety-Car-Phase auch vor der Start-Ziel-Linie erlaubt sind. Die Tatsache, ob sich dies auch auf die letzte Runde eines Grand Prix bezieht, wird zwar noch durch die Renn-Stewards überprüft, zeigt aber, dass Schumacher jede sich ihm bietende Chance nutzt. Selbst wenn der 41-jährige Deutsche für dieses Manöver bestraft wird, demonstriert Schumacher einmal mehr seine Ausnahmestellung im Fahrerfeld und seinen aussergewöhnlichen Einsatz, auch um einen sechsten Platz zu kämpfen. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der in Monaco der schnellere Fahrer bei Mercedes GP war, konnte seinen Speed nicht in eine besseres Resultat umsetzen und kam auf Platz acht hinter seinem Teamkollegen Schumacher ins Ziel. Eine bessere Platzierung kostete Rosberg, neben einem eher durchschnittlichen Start, sein verhältnismäßig schlechter Startplatz, der aus einem schlechte Timing im letzten Qualifying-Segment beruhte.

Das durchaus positive Abschneiden von Michael Schumacher in den letzten beiden Läufen, im Vergleich zu Rosberg, lässt einen deutlichen Aufwärtstrend beim Kerpener erkennen, der seinem jungen Teamkollegen kontinuierlich näher kommt. Neben den fahrerischen Qualitäten, in denen Rosberg ihm allerdings nicht allzu sehr nachsteht, scheint Schumacher das Team immer mehr auf seine Seite zu bringen und die Weiterentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich zu beeinflussen, woraus er auf der Rennstrecke profitieren kann.

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