Was soll man zu Sebastian Vettel sagen? Der 26-jährige Deutsche ist der Perfektion nahe. Über die gesamte Saison beinahe fehlerlos drehte er seine Runden. Eine Steigerung ist kaum mehr möglich.
Mark Webber (3-):Was mit dem Red Bull möglich gewesen ist, hat Sebastian Vettel aufgezeigt. Der inzwischen 4-fache Weltmeister seinen deutlich erfahreneren Teamkollegen nach Belieben. 13:0 Saisonsiege sprechen Bände. Webber wäre zwar noch weiter Formel 1-tauglich gewesen, doch er hat den Abschied aus der Königsklasse zum richtigen Zeitpunkt gewählt. Besonders seine Startschwäche hat ihm in der Vergangenheit oftmals bessere Platzierungen gekostet.
Fernando Alonso (1-):Alonso war wie jedes Jahr deutlich besser als sein Ferrari. Im Rennen war Alonso auch 2013 meist überragend unterwegs. Mit dem deutlich schwächeren Ferrari war gegen Red Bull kein Kraut gewachsen. Diese Diskrepanz erklärt auch die ein oder andere leichte Leistungsschwankung des Spaniers - Besonders im Qualifying.
Felipe Massa (3-):Nach einem weiteren schlechten Saisonstart sah es schon fast so aus, als würde Ferrari Felipe Massa nach nur wenigen Rennen ausmustern. In der zweiten Jahreshälfte konnte sich der ehemalige Vize-Weltmeister dann aber doch deutlich steigern. Vor allem im Qualifying zeigte er regelmäßig, wozu er noch in der Lage ist. Im Rennen machte der Brasilianer zu viele Fehler. Auch an Konstanz ließ er es vermissen. Ohne den schweren Unfall im Jahr 2009 und die lange Zwangspause danach wäre Massa näher an Alonso dran gewesen. Ferraris Entscheidung Massa ziehen zu lassen ist leider gut nachvollziehbar.
Jenson Button (3):Jensen Button konnte diese Saison nicht wirklich etwas zeigen. Der diesjährige McLaren und die am Renntag meist trockenen Bedingungen ließen nicht mehr zu. Etwas enttäuschend war hingegen das Abschneiden des Ex-Weltmeisters gegenüber seinem neuen Teamkollegen Sergio Perez. Perez, der das Team erst kennenlernen musste, kam Button näher als erwartet.
Sergio Perez (3):Perez schnitt besser ab als erwartet. Dennoch setzte ihn McLaren nach nur einer Saison wieder vor die Türe. Gegen Button hielt der Mexikaner erstaunlich gut mit. Dass Perez allerdings keine Bäume wird ausreißen können, wurde ebenfalls deutlich.
Kimi Räikkönen (2):Räikkönen war im Rennen zumeist fehlerlos. Sonntags machte er seine regelmäßig durchschnittliche Qualifyin-Leistung wieder wett, indem er regelmäßig auf das Podest fuhr. Gegen seinen Teamkollegen Grosjean musste sich Räikkönen jedoch strecken. Besonders in der zweiten Saisonhälfte war der Schweizer Franzose regelmäßig schneller.
Heikki Kovalainen (4+):Kovalainen ersetzte seinen Landsmann Räikkönen bei den letzten beiden Saisonrennen. Im Qualifying konnte der Finne besonders bei seinem Einstand für Lotus überraschen. Im Rennen fiel Kovalainen dann aber wieder deutlich zurück. Für ein Top-Team konnte sich Kovalainen nicht empfehlen.
Romain Grosjean: (2+):Grosjean ist in meinen Augen ein Phänomen. Bei seinem Einstand in der Formel 1 im Jahr 2009 konnte der Genfer nicht überzeugen und wurde zurecht wieder ausgemustert. Bereits im letzten Jahr konnte Grosjean sein riesen Talent unter Beweis stellen – von seinen vielen Unfällen einmal abgesehen. 2013 wurde Grosjean deutlich konstanter. Der Speed ist in jedem Fall vorhanden. Grosjean ist ein kommender Weltmeisterkandidat!
Nico Rosberg (2):Rosberg zeigte 2013 aus welchem Holz er geschnitzt ist. Gegen Lewis Hamilton war Rosberg ebenbürtig. Das absolute Highlight war Rosbergs perfektes Wochenende in Monaco. Insgesamt holte der Monegasse zwei Saisonsiege. Rosberg braucht sich in der Formel 1 vor niemandem zu fürchten. Der Vergleich mit Michael Schumacher war in den letzten drei Jahren recht schwierig – hatte doch Schumacher den Helm zuvor drei Jahre an den Nagel gehängt.
Lewis Hamilton (2):Hamilton hat ein unglaubliches Talent. Allerdings macht der Brite deutlich zu wenig daraus. Der Teamwechsel zu Mercedes war im Nachhinein gesehen absolut richtig. Um erneut Weltmeister zu werden muss Hamilton aber übers Jahr gesehen konstanter werden und weniger Fehler machen.
Nico Hülkenberg (2+):Hülkenberg gehört in ein Top-Team. Was der junge Deutsche auch im Jahr 2013 zeigte war aller Ehren wert. Besonders sein Husarenritt in Korea war meisterlich. Er hielt im Sauber das gesamte Rennen über Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Kimi Räikkönen in Schach und hinter sich. Dass Hülkenberg auch 2014 nicht in einem Spitzenteam fahren wird, ist eine Schande!
Esteban Gutierrez (4):Nach großen Startschwierigkeiten konnte Gutierrez in den letzten Saisonrennen zeigen, wozu er im Stande ist. Über weite Strecken des Jahres bekam der Mexikaner kaum einen Fuß auf den Boden. Gegen Hülkenberg war Gutierrez chancenlos. Ob Gutierrez Formel 1-Format hat, ist fraglich.
Paul di Resta (4):Di Rests fuhr eine glanzlose Saison. Ein potentieller Weltmeister ist der Schotte nicht. Leichte Vorteile gegenüber seinem Teamkollegen Sutil waren zu erkennen. Bei mehreren Rennen 2013 schien di Rests von der Rolle zu sein.
Adrian Sutil (4):Auch Adrian Subtil konnte sich 2013 nur bedingt weiterempfehlen. Ähnlich wie bei seinem Teamkollegen machte auch Subtil in der abgelaufenen Saison größere Schwankungen durch.
Pastor Maldonado (5):Maldonado kann deutlich mehr als er zu zeigen im Stande ist. Man erinnere sich nur an seinen grandiosen Sieg in Barcelona 2012. Seither ist Maldonado nur noch ein Schatten seiner selbst. Kaum zu glauben unter was für einer Selbstüberschätzung Maldonado inzwischen leidet. Viele Fehler wechselten sich mit unkonstanten Leistungen ab. Ohne seine Millionen-Mitgift wäre Maldonado schon lange kein Formel 1-Pilot mehr.
Valtteri Bottas (3-):Respekt vor der Leistung, die Bothas in seiner Premierensaison zeigte. Bottas bot seinem Teamkollegen die Stirn. Besonders in den letzten Saisonrennen konnte der Finne überzeugen. Ob es allerdings zu einem Siegfahrer reichen wird, ist fraglich.
Jean-Eric Vergne (3-):Auch Vergne muss in seinen Leistungen konstanter werden. Das Talent des Franzosen ist offensichtlich. Ein Überflieger ist allerdings auch Vergne nicht.
Daniel Ricciardo (3):Ricciardo ist ein passabler Rennfahrer. Bei Red Bull wird ihm Vettel in der kommenden Saison jedoch die Grenzen aufzeigen. 2013 konnte Ricciardo vor allem mit guten Leistungen im Qualifying überzeugen. Im Rennen konnte der Australier jedoch nur selten diese Leistungen wiederholen.
Charles Pic (5+):Pics zweite Formel 1-Saison war ein Rückschritt. Seinen Teamkollegen hätte Pic deutlicher distanzieren müssen. Lediglich seine Mitgift wird ihm das Cockpit sichern.
Giedo van der Garde (4):Van der Garde war in seiner Debütsaison deutlich besser als befürchtet. Ab der Saisonmitte konnte der Niederländer regelmäßig überzeugen. Van der Garde scheint in der Formel 1 angekommen zu sein.
Jules Bianchi (3-):Bianchi holte regelmäßig das Optimum aus dem Marussia. Seinen Teamkollegen hatte der Franzose wie erwartet im Griff. Dennoch habe ich mehr von Bianchi erwartet. Auch er war teilweise unkonstant unterwegs.
Max Chilton (5):Chilton ist mit der Formel 1 überfordert. Vom Talent her kann er den meisten Kollegen nicht das Wasser reichen. Lediglich seine Mitgift hat ihm das Cockpit eingebracht. Lange wird sich Chilton nicht in der Königsklasse halten!