Hockenheim 2005

Montag, 10. Juni 2013

Der Schlüssel zum Erfolg

Sebastian Vettel kann auch in Kanada gewinnen. Nach mehreren erfolglosen Anläufen in Montreal siegte Vettel nun überlegen vor seinem Kontrahenten um den Weltmeistertitel, Fernando Alonso.

Wenn es einmal läuft, dann läuft es! Auch für Sebastian Vettel. Der dreimalige Formel 1-Weltmeister stürmte, wie schon so oft in den vergangenen Jahren, auch in Kanada nach dem Start den Verfolgern davon und holte sich ungefährdet den Sieg. Seinen ersten in Kanada. Nach dem Sieg von Mercedes in Monaco war in Montreal nun wieder die gewohnte Hackordnung in der Formel 1 hergestellt. Fast zumindest. Denn Mercedes konnte seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen auch in Kanada fortsetzen und stellt nun die dritte Kraft hinter Red Bull und Ferrari dar.

Die Truppe um Ross Brawn scheint dem Rätsel um den erhöhten Reifenverschleiß an den Silberpfeilen langsam auf die Spur zu kommen. Ging der Sieg in den Straßen non Monte Carlo noch hauptsächlich auf die guten Startplätze und die überholfeindliche Streckencharakteristik zurück, so konnte Mercedes in Kanada aus eigener Kraft auf das Podium fahren. Bis wenige Runden vor Schluss hielt Lewis Hamilton sogar noch den zweiten Platz hinter dem Red Bull von Vettel. Lediglich der leicht erhöhte Reifenverschleiß gegenüber dem Ferrari von Fernando Alonso kostete den Ex-Weltmeister aus England die zweite Position.

Ferrari hingegen bringt die Reifen im Qualifying nur schwer auf Temperatur. Fernando Alonsos verhältnismäßig schlechte Startplätze sprechen Bände. Sobald die schwarzen Walzen von Pirelli im Rennen im optimalen Temperaturfenster liegen, geht bei Alonso die Post ab. Um Sebastian Vettel allerdings gefährden zu können, müsste die Truppe aus Maranello von weiter vorne ins Rennen gehen. Mit Platz zwei konnte Alonso in Kanada den Schaden in Grenzen halten. Nach einer weiteren Glanzvorstellung des Spaniers gerät sein durchschnittliches Rennen in Monaco fast schon wieder in Vergessenheit!

Key der Schlüssel zum Erfolg

Nicht nur bei Mercedes geht es aufwärts. Auch ohne die viel diskutierten und kritisierten Testfahrten wie beim Hersteller aus Stuttgart, arbeitet sich Toro Rosso nach vorne. Verantwortlich für den Aufschwung des ehemaligen Minardi-Rennstalls aus dem italienischen Faenza ist hauptsächlich der Technische Direktor des kleinen Schwesterteams von Red Bull, James Key. Key dockte im vergangenen Winter bei Toro Rosso an. Seitdem geht es mit dem kleinen Rennstall wieder steil bergauf. Keys ehemaliger Arbeitgeber, Sauber, kommt hingegen kaum vom Fleck. Die Leistungen der Schweizer Truppe waren im vergangenen Jahr noch die große Überraschung. Fast wäre Sergio Perez in Malaysia sogar der erste Sieg für den Rennstall von Peter Sauber geglückt. Doch seit dem überraschenden Abgang des Technischen Direktors Key, ist es für die Eidgenossen schwer, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren. Dort etabliert sich nun Toro Rosso. Bleibt zu hoffen, dass Key nicht bald dem Ruf des Geldes folgt und zu einem Spitzenteam wechselt. Die kleinen Teams in der Formel 1 sind das Salz in der Suppe und brauchen in dieser wirtschaftlich schlechten Lage jeden Erfolg, um zu überleben.