Der 23-jährige Sebastian Vettel krönte sich nach einem packenden Saisonfinale in Abu Dhabi zum jüngsten Formel 1-Weltmeister in der 61-jährigen Geschichte des Sports. Damit löste er den in Abu Dhabi zweitplatzierten Lewis Hamilton ab, der bei seinem Titelgewinn vor zwei Jahren wenige Monate älter war als der Heppenheimer heute.
Katastrophale Strategie bei Ferrari
Vettel, der ein begeisterndes letztes Saisonviertel fuhr, konnte im letzten Lauf der Saison erstmals in seiner Karriere die Führung in der Gesamtwertung übernehmen und ein wenig überraschend den bis dato führenden Fernando Alonso von der Spitze der Wertung verdrängen und die WM zu seinen Gunsten entscheiden. Neben einer erneuten fehlerlosen Fahrt profitierte Vettel von einer dilettantischen Strategie des Ferrari-Teams, die sich ausschließlich auf den vor dem letzten Saisonlauf in der Gesamtwertung zweitplatzierten Mark Webber konzentrierten und dabei die bereits gestoppte Konkurrenz aus Nico Rosberg und Vitaly Petrov vergaßen. Petrov, der mit einem fehlerfreien Rennen seinen nächstjährigen Platz bei Renault gesichert haben könnte, gelang es Alonso bis zum Fallen der Zielflagge hinter sich zu halten und auf diese Weise auch noch seinen bis zu seinem Boxenstopp auf Platz zwei liegenden Teamkollegen Robert Kubica vor Alonso zu positionieren. Alonso, der mindestens Vierter hätte werden müssen um seinen dritten Weltmeistertitel zu feiern, fand trotz aggressiver Fahrweise und einiger wütender Attacken keinen Weg vorbei an den beiden Renault und Rosberg. Die desaströse Strategie bei Ferrari wird mit Sicherheit zu großer teaminterner Kritik und einer Umstrukturierung der für die Strategie zuständigen Teamführung führen. Trotz der Stallregie zugunsten Alonsos in Hockenheim und der sehr guten Ausgangslage vor dem Lauf in Abu Dhabi verspielte Ferrari, in gleicher Manier wie 2007 McLaren-Mercedes, den Weltmeistertitel. Genau wie zuvor McLaren konzentrierte man sich bei Ferrari nur auf den Hauptkonkurrenten in der Gesamtwertung, was Sebastian Vettel zum Weltmeister und zum lachenden Dritten werden ließ.
Vettel ein würdiger Weltmeister
Sebastian Vettel reiht sich völlig zurecht in den weitestgehend elitären Kreis der Formel 1-Weltmeister ein. Vettel war in der abgelaufenen Saison der schnellste Fahrer im besten Auto, den es über weite Strecken der Saison zu schlagen galt. Dennoch konnte Vettel seine Vorteile leider zu selten in die passenden Ergebnisse umwandeln, was einerseits an technischen Gebrechen seines Autos lag, andererseits aber auch an seiner eigenen Ungestümtheit, die zu zwei vermeidbaren Unfällen geführt hat, die den jungen Deutschen viele Punkte gekostet und ihn um den vorzeitigen Gewinn der Weltmeisterschaft gebracht haben. Letztlich konnte Vettel jedoch mit drei Siegen in den letzten vier Rennen das Blatt zu seinen Gunsten wenden. Mit ihm wurde der richtige Mann völlig zurecht Formel 1-Weltmeister.
Hockenheim 2005
Sonntag, 14. November 2010
Sonntag, 24. Oktober 2010
Alonso nach Vettels Pech auf dem Weg zum WM-Titel
Der zweifache spanische Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso hat nach seinem fünften Saisonsieg mit elf Punkten Vorsprung die Führung in der Weltmeisterschafts-Gesamtwertung übernommen und steht zwei Rennen vor Saisonende vor dem Gewinn seines dritten Fahrertitels.
Doppel-Ausfall bei Red Bull
Dabei profitierte Alonso vom Pech der beiden Red Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber, die an Position eins und zwei liegend ausschieden. Der bisherigen WM-Spitzenreiter Mark Webber verlor kurz nach der Rennfreigabe durch das Safety-Car auf regennasser Piste die Kontrolle über seinen Boliden und krachte heftig in die Begrenzungsmauer, dabei riss er auch noch den aussichtsreich auf Position vier liegenden Nico Rosberg mit aus dem Rennen.
Schlimmer erging es jedoch seinem 23-jährigen Teamkollegen Sebastian Vettel, der ein fehlerfreies Rennen fuhr und einem sicheren Sieg entgegen zu fahren schien, als ihn ohne Vorwarnung ein kapitaler Motorschaden ereilte, der ihn wertvolle Punkte in der WM kostete und ihn mit 25 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung fast aussichtslos hinter Fernando Alonso zurückwarf.
Da der Heppenheimer nach seinem Ausfall weiterhin 14 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung auf seinen Teamkollegen Mark Webber hat, wäre es für das britische Team ratsam das Hauptaugenmerk bei den noch ausstehenden beiden Saisonläufen auf den besser platzierten Australier zu legen. Die beiden kommenden Strecken in Sao Paulo und Abu Dhabi spielen den Red Bull zwar durchaus in Karten, allerdings reichen Alonso lediglich Ankünfte in den Punkterängen aus, um in seinem ersten Ferrari-Jahr den Titel nach Spanien und Italien zu holen. Red Bull muss deswegen auf wenigstens einen weiteren Ausfall des Asturiers, bei gleichzeitiger größtmöglicher eigener Punkteausbeute, hoffen, um den Spanier noch abzufangen. Wie es scheint bekommt Alonso auch seinen dritten Titel nach 2005 und 2006 auf dem Silbertablett serviert!
Über die gesamte Saison gesehen stellte Red Bull das unangefochten beste Auto auf die Räder, allerdings konnte diese offensichtliche Überlegenheit nicht immer in entsprechende Ergebnisse umgewandelt werden. So stand Sebastian Vettel in dieser Saison etwa neun Mal auf dem besten Startplatz, allerdings konnte der Deutsche nur drei Läufe gewinnen. Wenn es nach der Trainingsplatzierung Vettels geht, müsste der Deutsche theoretisch bereits als jüngster Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 feststehen. Technische Defekte, oder eigene Fehler verhinderten jedoch eine größere Punkteausbeute des Heppenheimers.
Auf der technisch sehr anspruchsvollen neuen Strecke in Süd-Korea galten von der Papierform her die McLaren-Mercedes eigentlich als Favoriten. Trotz einer deutlich verbesserten Aerodynamik waren die beiden britischen Weltmeister in den Cockpits, Hamilton und Button, jedoch nicht in der Lage, aus eigener Kraft um den Sieg zu kämpfen. Hamilton konnte seine WM-Hoffnungen nach seinem zweiten Platz, bei dem er von den Ausfällen der vor ihm liegenden Vettel, Webber und Rosberg profitierte, zwar aufrecht erhalten, aber der Leistungsstand der McLaren scheint derzeit nicht siegverdächtig zu sein, so dass Hamilton ohne Alonsos Pech nicht in der Lage sein sollte, den Spanier auf der Zielgeraden der WM noch abzufangen und den diesjährigen WM-Titel zu holen. Aus diesem Grunde scheint es auf ein Duell zwischen Fernando Alonso und Mark Webber hinauszulaufen, bei dem der Spanier seinen aktuellen elf-Punkte-Vorsprung wird verteidigen können. Nach anfänglichen Standfestigkeitsproblemen bei Ferrari konnte diese Baustelle in Italien weitestgehend behoben werden, während auch Alonso seine Fehlerquote in den letzten Rennen deutlich hat senken können. Diese beiden Aspekte und die stark verbesserten roten Autos halfen dem 29-jährigen Spanier die meisten Punkte in der zweiten Saisonhälfte einzufahren und einen scheinbar aussichtslosen Rückstand in der Gesamtwertung in einen nunmehr fast schon komfortablen Vorsprung zwei Rennen vor Saisonende umzuwandeln.
Doppel-Ausfall bei Red Bull
Dabei profitierte Alonso vom Pech der beiden Red Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber, die an Position eins und zwei liegend ausschieden. Der bisherigen WM-Spitzenreiter Mark Webber verlor kurz nach der Rennfreigabe durch das Safety-Car auf regennasser Piste die Kontrolle über seinen Boliden und krachte heftig in die Begrenzungsmauer, dabei riss er auch noch den aussichtsreich auf Position vier liegenden Nico Rosberg mit aus dem Rennen.
Schlimmer erging es jedoch seinem 23-jährigen Teamkollegen Sebastian Vettel, der ein fehlerfreies Rennen fuhr und einem sicheren Sieg entgegen zu fahren schien, als ihn ohne Vorwarnung ein kapitaler Motorschaden ereilte, der ihn wertvolle Punkte in der WM kostete und ihn mit 25 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung fast aussichtslos hinter Fernando Alonso zurückwarf.
Da der Heppenheimer nach seinem Ausfall weiterhin 14 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung auf seinen Teamkollegen Mark Webber hat, wäre es für das britische Team ratsam das Hauptaugenmerk bei den noch ausstehenden beiden Saisonläufen auf den besser platzierten Australier zu legen. Die beiden kommenden Strecken in Sao Paulo und Abu Dhabi spielen den Red Bull zwar durchaus in Karten, allerdings reichen Alonso lediglich Ankünfte in den Punkterängen aus, um in seinem ersten Ferrari-Jahr den Titel nach Spanien und Italien zu holen. Red Bull muss deswegen auf wenigstens einen weiteren Ausfall des Asturiers, bei gleichzeitiger größtmöglicher eigener Punkteausbeute, hoffen, um den Spanier noch abzufangen. Wie es scheint bekommt Alonso auch seinen dritten Titel nach 2005 und 2006 auf dem Silbertablett serviert!
Über die gesamte Saison gesehen stellte Red Bull das unangefochten beste Auto auf die Räder, allerdings konnte diese offensichtliche Überlegenheit nicht immer in entsprechende Ergebnisse umgewandelt werden. So stand Sebastian Vettel in dieser Saison etwa neun Mal auf dem besten Startplatz, allerdings konnte der Deutsche nur drei Läufe gewinnen. Wenn es nach der Trainingsplatzierung Vettels geht, müsste der Deutsche theoretisch bereits als jüngster Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 feststehen. Technische Defekte, oder eigene Fehler verhinderten jedoch eine größere Punkteausbeute des Heppenheimers.
Auf der technisch sehr anspruchsvollen neuen Strecke in Süd-Korea galten von der Papierform her die McLaren-Mercedes eigentlich als Favoriten. Trotz einer deutlich verbesserten Aerodynamik waren die beiden britischen Weltmeister in den Cockpits, Hamilton und Button, jedoch nicht in der Lage, aus eigener Kraft um den Sieg zu kämpfen. Hamilton konnte seine WM-Hoffnungen nach seinem zweiten Platz, bei dem er von den Ausfällen der vor ihm liegenden Vettel, Webber und Rosberg profitierte, zwar aufrecht erhalten, aber der Leistungsstand der McLaren scheint derzeit nicht siegverdächtig zu sein, so dass Hamilton ohne Alonsos Pech nicht in der Lage sein sollte, den Spanier auf der Zielgeraden der WM noch abzufangen und den diesjährigen WM-Titel zu holen. Aus diesem Grunde scheint es auf ein Duell zwischen Fernando Alonso und Mark Webber hinauszulaufen, bei dem der Spanier seinen aktuellen elf-Punkte-Vorsprung wird verteidigen können. Nach anfänglichen Standfestigkeitsproblemen bei Ferrari konnte diese Baustelle in Italien weitestgehend behoben werden, während auch Alonso seine Fehlerquote in den letzten Rennen deutlich hat senken können. Diese beiden Aspekte und die stark verbesserten roten Autos halfen dem 29-jährigen Spanier die meisten Punkte in der zweiten Saisonhälfte einzufahren und einen scheinbar aussichtslosen Rückstand in der Gesamtwertung in einen nunmehr fast schon komfortablen Vorsprung zwei Rennen vor Saisonende umzuwandeln.
Montag, 11. Oktober 2010
Red Bull-Doppelsieg in Japan
Mit einem ungefährdeten Doppelsieg in Japan wurde das Red Bull-Duo Sebastian Vettel und Mark Webber seiner Favoritenrolle im japanischen Suzuka gerecht. Dabei gelang dem 23-jährigen Sebastian Vettel sein zweiter Sieg in Folge in Japan, mit dem er seine Titelambitionen drei Rennen vor Saisonende untermauerte.
Vettel konnte bei seinem dritten Saisonsieg seine insgesamt achte Pole Position in diesem Jahr in den langersehnten Grand Prix-Sieg umwandeln, der ihn in der Weltmeisterschaftswertung, punktgleich mit Fernando Alonso, bis auf 14 Punkte an Spitzenreiter Mark Webber heranbrachte. Bei drei noch ausstehenden Läufen zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft kann der junge Heppenheimer nunmehr aus eigener Kraft den Weltmeistertitel holen und zum jüngsten Formel 1-Weltmeister der Geschichte werden. Neben der für den Red Bull-Renault maßgeschneiderten Streckencharakteristik, mit vielen mittelschnellen und schnellen Richtungswechseln, spielte Vettel die offensichtliche Passivität seines Teamkollegen Mark Webber in die Karten, der seinen Punktevorsprung über die Distanz zu bringen versucht. Wie schon beim vorangegangenen Grand Prix in Singapur beschränkte sich der 34-jährige Australier auf das Nötigste und mied unnötige Risiken. Um seinen ersten Titelgewinn sicherzustellen, reicht Webber diese Taktik allerdings nicht aus, da er bei mindestens einem der noch ausstehenden drei Läufe vor seinen direkten Kontrahenten Vettel und Alonso ins Ziel kommen muss.
Schumacher und Heidfeld mit deutlichem Formanstieg
Rekordweltmeister Michael Schumacher erreichte in Japan einen guten sechsten Platz und ließ am gesamten Wochenende einen deutlichen Formanstieg erkennen, der auf ein besseres Verständnis für seinen Mercedes GP zurückzuführen ist. Schumacher konnte über das gesamte Wochenende die Pace seines Teamkollegen Nico Rosberg mitgehen und war teilweise sogar deutlich schneller unterwegs als der Wiesbadener. Da Schumacher nichts von seinem Können eingebüßt hat, lässt der Formanstieg auf technische Entwicklungen für die kommende Saison schließen, die bereits jetzt am Auto verwendet wurden und Schumachers aggressivem Fahrstil entgegen zu kommen scheinen. Schumacher, der im Kart und beim alljährlichen ausgetragenen Race of Champions gegen seine jüngeren, hocheingeschätzten Formel 1-Kollegen auf gleichem Material meist siegreich ist, wird in der kommenden Saison wieder zu gewohnter Stärke auflaufen.
Neben einem von ihm maßgeblich mitentwickelten Auto, wird dem Manheimer auch die nächstjährige Reifensituation entgegen kommen. Nach dem Ausstieg des japanischen Ausrüsters Bridgestone, wird Pirelli kommende Saison völlig neuartige Reifen an die Strecken bringen, die für alle Piloten Neuland darstellen. Schumacher, den seine Fähigkeit, sich auf neue Begebenheiten schnell einstellen zu können auszeichnete, wird demzufolge 2011 keinen Erfahrungsrückstand mehr aufweisen, der ihn behindert. Neben der für ihn undurchsichtigen Reifensituation plagt den siebenfachen Weltmeister ein Dienstwagen, der von Jenson Button mit- und auf die Bedürfnisse des amtierenden britischen Weltmeisters hin entwickelt wurde, bevor dieser kurzfristig und völlig unerwartet zu McLaren wechselte. Button, der einen gänzlich anderen Fahrstil als Schumacher hat, ist somit an Schumachers durchwachsener Comeback-Saison nicht unschuldig.
Ebenfalls fehlerfrei war in Suzuka Nick Heidfeld unterwegs, der in seinem zweiten Lauf nach dem Comeback in Singapur einen beachtlichen achten Platz für das Sauber-Team herausfuhr. Nachdem er seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi in der Startaufstellung hinter sich lassen konnte, zeigte er auch im Rennen einen deutlichen Aufwärtstrend und offenbarte seine steile Lernkurve, seit Singapur. Heidfelds Teamkamerad Kobayashi demonstrierte hingegen einmal mehr seine beeindruckenden Kämpferqualitäten, die ihn von Startplatz 14 auf Rang sieben führten. Bei seiner Aufholjagd zeigte Kobayashi kompromisslose Überholmanöver, die das vermeindliche Überholproblem in der Formel 1 in Vergessenheit gerieten ließen.
Vettel konnte bei seinem dritten Saisonsieg seine insgesamt achte Pole Position in diesem Jahr in den langersehnten Grand Prix-Sieg umwandeln, der ihn in der Weltmeisterschaftswertung, punktgleich mit Fernando Alonso, bis auf 14 Punkte an Spitzenreiter Mark Webber heranbrachte. Bei drei noch ausstehenden Läufen zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft kann der junge Heppenheimer nunmehr aus eigener Kraft den Weltmeistertitel holen und zum jüngsten Formel 1-Weltmeister der Geschichte werden. Neben der für den Red Bull-Renault maßgeschneiderten Streckencharakteristik, mit vielen mittelschnellen und schnellen Richtungswechseln, spielte Vettel die offensichtliche Passivität seines Teamkollegen Mark Webber in die Karten, der seinen Punktevorsprung über die Distanz zu bringen versucht. Wie schon beim vorangegangenen Grand Prix in Singapur beschränkte sich der 34-jährige Australier auf das Nötigste und mied unnötige Risiken. Um seinen ersten Titelgewinn sicherzustellen, reicht Webber diese Taktik allerdings nicht aus, da er bei mindestens einem der noch ausstehenden drei Läufe vor seinen direkten Kontrahenten Vettel und Alonso ins Ziel kommen muss.
Schumacher und Heidfeld mit deutlichem Formanstieg
Rekordweltmeister Michael Schumacher erreichte in Japan einen guten sechsten Platz und ließ am gesamten Wochenende einen deutlichen Formanstieg erkennen, der auf ein besseres Verständnis für seinen Mercedes GP zurückzuführen ist. Schumacher konnte über das gesamte Wochenende die Pace seines Teamkollegen Nico Rosberg mitgehen und war teilweise sogar deutlich schneller unterwegs als der Wiesbadener. Da Schumacher nichts von seinem Können eingebüßt hat, lässt der Formanstieg auf technische Entwicklungen für die kommende Saison schließen, die bereits jetzt am Auto verwendet wurden und Schumachers aggressivem Fahrstil entgegen zu kommen scheinen. Schumacher, der im Kart und beim alljährlichen ausgetragenen Race of Champions gegen seine jüngeren, hocheingeschätzten Formel 1-Kollegen auf gleichem Material meist siegreich ist, wird in der kommenden Saison wieder zu gewohnter Stärke auflaufen.
Neben einem von ihm maßgeblich mitentwickelten Auto, wird dem Manheimer auch die nächstjährige Reifensituation entgegen kommen. Nach dem Ausstieg des japanischen Ausrüsters Bridgestone, wird Pirelli kommende Saison völlig neuartige Reifen an die Strecken bringen, die für alle Piloten Neuland darstellen. Schumacher, den seine Fähigkeit, sich auf neue Begebenheiten schnell einstellen zu können auszeichnete, wird demzufolge 2011 keinen Erfahrungsrückstand mehr aufweisen, der ihn behindert. Neben der für ihn undurchsichtigen Reifensituation plagt den siebenfachen Weltmeister ein Dienstwagen, der von Jenson Button mit- und auf die Bedürfnisse des amtierenden britischen Weltmeisters hin entwickelt wurde, bevor dieser kurzfristig und völlig unerwartet zu McLaren wechselte. Button, der einen gänzlich anderen Fahrstil als Schumacher hat, ist somit an Schumachers durchwachsener Comeback-Saison nicht unschuldig.
Ebenfalls fehlerfrei war in Suzuka Nick Heidfeld unterwegs, der in seinem zweiten Lauf nach dem Comeback in Singapur einen beachtlichen achten Platz für das Sauber-Team herausfuhr. Nachdem er seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi in der Startaufstellung hinter sich lassen konnte, zeigte er auch im Rennen einen deutlichen Aufwärtstrend und offenbarte seine steile Lernkurve, seit Singapur. Heidfelds Teamkamerad Kobayashi demonstrierte hingegen einmal mehr seine beeindruckenden Kämpferqualitäten, die ihn von Startplatz 14 auf Rang sieben führten. Bei seiner Aufholjagd zeigte Kobayashi kompromisslose Überholmanöver, die das vermeindliche Überholproblem in der Formel 1 in Vergessenheit gerieten ließen.
Dienstag, 28. September 2010
Alonso nach Sieg in Singapur wieder im WM-Kampf
Der Spanier Fernando Alonso konnte mit seinem vierten Saisonsieg nicht nur den Rückstand auf den in der WM führenden Mark Webber auf 11 Punkte verkürzen, sondern er überholte in der ewigen Bestenliste mit seinem 25. Grand Prix-Sieg den fünfachen Weltmeister Juan Manuel Fangio und zog mit Niki Lauda und Jim Clark gleich.
Alonso profitiert von Vettels konservativer Herangehensweise
Beim nunmehr dritten Nacht-Grand Prix in Singapur, dem 14. Lauf zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft, gelang dem zweifachen spanischen Ex-Weltmeister Alonso ein souveräner Start-Ziel-Sieg, bei dem ihm lediglich Red Bull-Renault-Pilot Sebastian Vettel folgen konnte. Der 23-jährige Heppenheimer jagte den sechs Jahre älteren Ferrari-Fahrer vom Start bis ins Ziel, konnte dabei allerdings die leichte Überlegenheit seines Red Bull nicht in einen Sieg umwandeln. Auf der spektakulären Strecke im südostasiatischen Stadtstaat boten sich Vettel lediglich zwei gute Möglichkeiten, um die Spitze von Alonso zu übernehmen.
Beim Start steckte Vettel allerdings zurück, obwohl er beim Sprint in die erste Kurve leicht besser wegkam, als sein Kontrahent im Ferrari. Alonso machte zwar die Innenspur zu, doch Vettel war bereits auf Höhe seines linken Hinterrades, als der Deutsche leicht vom Gas ging und die Spur wechselte. Hätte der Deutsche nicht zurückgezogen und wäre er über die Boxengassenausfahrt ausgewichen, wäre er womöglich vor Alonso in die erste Kurve eingebogen. Eine weitere Möglichkeit bot sie beim einzigen Boxenstopp, den beide Piloten zeitgleich absolvierten. Unabhängig von einem kleinen Konzentrationsfehler Vettels beim Anfahren, als er versehentlich im zweiten Gang losfuhr, hätte Red Bull den Deutschen länger mit den weichen Reifen fahren lassen sollen, nachdem Alonso in die Box abgebogen war. Auf diese Weise hätte Vettel mit dem leicht schnelleren Red Bull womöglich die nötige Zeit auf Alonso gutgemacht und wäre in Führung gegangen. Meiner Ansicht nach hat Red Bull bei Vettel zu konservativ reagiert.
Die risikofreudigere Strategie bei Vettels Teamkollegen, Mark Webber, ging hingegen auf. Der Kommandostand beorderte den WM-Spitzenreiter aus Australien direkt zu Beginn des Rennens, während der ersten von insgesamt zwei Safety-Car-Phasen, an die Box, um früh seinen Pflichtboxenstopp abzuleisten. Mit diesem Taktikkniff konnte Webber seine beiden direkten Kontrahenten im Kampf um den diesjährigen Weltmeistertitel, Hamilton und Button, in der Box überholen und seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf die beiden britischen McLaren-Piloten ausbauen.
Heidfeld mit solidem, aber sehr mutigem Comeback
Beim Singapur Grand Prix standen mit Rückkehrer Nick Heidfeld erstmals in der Geschichte der Formel 1 sieben deutschen Fahrer in der Startaufstellung zu einem Grand Prix. Heidfeld, der den von vornherein überschätzten Pedro de la Rosa bei Sauber ablöste, feierte in Singapur nach knapp elfmonatiger Rennpause sein Comeback in der Formel 1. Heidfeld hatte aufgrund des Testverbotes in der Formel 1 keine Gelegenheit den diesjährigen Sauber-Ferrari und die aktuelle Reifengeneration kennenzulernen. Der äusserst schwierige Stadtkurs in Singapur ist für einen solchen Fall zudem nicht gerade prädestiniert. Dennoch konnte der Mönchengladbacher seinen Rückstand auf seinen talentierten japanischen Teamkollgen, Kamui Kobayashi, einigermaßen im Rahmen halten, wenn auch eine kontinuierliche Steigerung von dem Deutschen zu erwarten sein muss.
Heidfeld, der bis zum Spätsommer Ersatzfahrer bei Mercedes GP gewesen ist und dann als Testfahrer in die Entwicklung der nächstjährigen Reifen von Pirelli wechselte, wäre meiner Ansicht nach besser beraten gewesen, das verlockende Angebot von Peter Sauber auszuschlagen und sich weiterhin auf die Reifenentwicklung bei Pirelli zu konzentrieren. Im Renneinsatz kann der 33-jährige mit einem für ihn weitgehend fremden Auto und ebenso unbekannten Reifen gegen den hocheingestuften Kobayashi nur verlieren und den Fortgang seiner Karriere dabei aufs Spiel setzen. Die Möglichkeiten im nächsten Jahr als Stammpilot in der Formel 1 unterzukommen, wären deutlich höher, wenn er sein Talent gepaart mit dem Know-How der nächstjährigen Reifengeneration bei Vertragsverhandlungen in die Wagschale geworfen hätte. Heidfeld wäre nämlich der einzige verfügbare Pilot, der bis zum Beginn der Testfahrten nach dem letzten Saisonlauf die Reifen kennt, was einen Vorteile den Kontrahenten gegenüber bedeutet und Heidfeld in eine sehr gute Position für die nächstjährige Saison manövriert hätte.
Alonso profitiert von Vettels konservativer Herangehensweise
Beim nunmehr dritten Nacht-Grand Prix in Singapur, dem 14. Lauf zur diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft, gelang dem zweifachen spanischen Ex-Weltmeister Alonso ein souveräner Start-Ziel-Sieg, bei dem ihm lediglich Red Bull-Renault-Pilot Sebastian Vettel folgen konnte. Der 23-jährige Heppenheimer jagte den sechs Jahre älteren Ferrari-Fahrer vom Start bis ins Ziel, konnte dabei allerdings die leichte Überlegenheit seines Red Bull nicht in einen Sieg umwandeln. Auf der spektakulären Strecke im südostasiatischen Stadtstaat boten sich Vettel lediglich zwei gute Möglichkeiten, um die Spitze von Alonso zu übernehmen.
Beim Start steckte Vettel allerdings zurück, obwohl er beim Sprint in die erste Kurve leicht besser wegkam, als sein Kontrahent im Ferrari. Alonso machte zwar die Innenspur zu, doch Vettel war bereits auf Höhe seines linken Hinterrades, als der Deutsche leicht vom Gas ging und die Spur wechselte. Hätte der Deutsche nicht zurückgezogen und wäre er über die Boxengassenausfahrt ausgewichen, wäre er womöglich vor Alonso in die erste Kurve eingebogen. Eine weitere Möglichkeit bot sie beim einzigen Boxenstopp, den beide Piloten zeitgleich absolvierten. Unabhängig von einem kleinen Konzentrationsfehler Vettels beim Anfahren, als er versehentlich im zweiten Gang losfuhr, hätte Red Bull den Deutschen länger mit den weichen Reifen fahren lassen sollen, nachdem Alonso in die Box abgebogen war. Auf diese Weise hätte Vettel mit dem leicht schnelleren Red Bull womöglich die nötige Zeit auf Alonso gutgemacht und wäre in Führung gegangen. Meiner Ansicht nach hat Red Bull bei Vettel zu konservativ reagiert.
Die risikofreudigere Strategie bei Vettels Teamkollegen, Mark Webber, ging hingegen auf. Der Kommandostand beorderte den WM-Spitzenreiter aus Australien direkt zu Beginn des Rennens, während der ersten von insgesamt zwei Safety-Car-Phasen, an die Box, um früh seinen Pflichtboxenstopp abzuleisten. Mit diesem Taktikkniff konnte Webber seine beiden direkten Kontrahenten im Kampf um den diesjährigen Weltmeistertitel, Hamilton und Button, in der Box überholen und seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf die beiden britischen McLaren-Piloten ausbauen.
Heidfeld mit solidem, aber sehr mutigem Comeback
Beim Singapur Grand Prix standen mit Rückkehrer Nick Heidfeld erstmals in der Geschichte der Formel 1 sieben deutschen Fahrer in der Startaufstellung zu einem Grand Prix. Heidfeld, der den von vornherein überschätzten Pedro de la Rosa bei Sauber ablöste, feierte in Singapur nach knapp elfmonatiger Rennpause sein Comeback in der Formel 1. Heidfeld hatte aufgrund des Testverbotes in der Formel 1 keine Gelegenheit den diesjährigen Sauber-Ferrari und die aktuelle Reifengeneration kennenzulernen. Der äusserst schwierige Stadtkurs in Singapur ist für einen solchen Fall zudem nicht gerade prädestiniert. Dennoch konnte der Mönchengladbacher seinen Rückstand auf seinen talentierten japanischen Teamkollgen, Kamui Kobayashi, einigermaßen im Rahmen halten, wenn auch eine kontinuierliche Steigerung von dem Deutschen zu erwarten sein muss.
Heidfeld, der bis zum Spätsommer Ersatzfahrer bei Mercedes GP gewesen ist und dann als Testfahrer in die Entwicklung der nächstjährigen Reifen von Pirelli wechselte, wäre meiner Ansicht nach besser beraten gewesen, das verlockende Angebot von Peter Sauber auszuschlagen und sich weiterhin auf die Reifenentwicklung bei Pirelli zu konzentrieren. Im Renneinsatz kann der 33-jährige mit einem für ihn weitgehend fremden Auto und ebenso unbekannten Reifen gegen den hocheingestuften Kobayashi nur verlieren und den Fortgang seiner Karriere dabei aufs Spiel setzen. Die Möglichkeiten im nächsten Jahr als Stammpilot in der Formel 1 unterzukommen, wären deutlich höher, wenn er sein Talent gepaart mit dem Know-How der nächstjährigen Reifengeneration bei Vertragsverhandlungen in die Wagschale geworfen hätte. Heidfeld wäre nämlich der einzige verfügbare Pilot, der bis zum Beginn der Testfahrten nach dem letzten Saisonlauf die Reifen kennt, was einen Vorteile den Kontrahenten gegenüber bedeutet und Heidfeld in eine sehr gute Position für die nächstjährige Saison manövriert hätte.
Sonntag, 12. September 2010
Fernando Alonso triumphiert in Monza
Der zweifache spanische Formel 1-Ex-Weltmeister Fernando Alonso feierte im italienischen Monza seinen dritten Saisonsieg und versetzte die Ferrari-Anhänger in Jubelstürme. Der Ferrari-Pilot verwies bei seinem insgesamt 24. Grand Prix Sieg, mit dem er in der ewigen Statistik mit dem fünffachen Weltmeister Juan-Manuel Fangio gleichzog, den amtierenden Weltmeister Jenson Button und seinen Teamkollegen Felipe Massa auf die weiteren Podiumsplätze.
Hamilton Ausfall in der ersten Runde erleichtert Alonso das Leben
Fernando Alonso profitierte bei seinem ersten Ferrari-Sieg in Monza vom Ausfall des bis dato in der Gesamtwertung führenden Lewis Hamilton, der seinen McLaren-Mercedes bereits in der zweiten Schikane der ersten Runde, nach einer leichten Kollision mit dem auf Platz drei fahrenden Felipe Massa, abstellen musste. Da der 25-jährige Brite mit einem Low-Downforce-Paket ins Rennen ging und dadurch einen um etwa fünf Stundenkilometer höheren Topspeed als seine Konkurrenten erzielen konnte, wäre Hamilton ein ernsthafter Anwärter auf den Sieg in Monza gewesen. Sein Ausfall vereitelte nicht nur spannende Positionskämpfe, sondern führte Sieger Alonso, den drittplatzierten Jenson Button und den in Monza auf Platz vier eingelaufenen Sebastian Vettel in der WM-Gesamtwertung näher an die Spitze heran, die der in Monza sechstplatzierte Mark Webber von Hamilton übernahm.
Bei seinem Manöver gegen Massa zeigte sich Hamilton unschlüssig. Als er seinen bereits gestarteten, allerdings aussichtslosen Überholvorgang gegen den Brasilianer wieder abbrechen wollte, war es bereits zu spät und das rechte Vorderrad des McLaren-Mercedes berührte das linke Hinterrad des vor ihm liegenden Ferrari. Die leichte Berührung führte bei dem nach links eingeschlagenen Vorderrad am McLaren des Weltmeisters von 2008 zum Bruch der Spurstange und zum Ausfall im 13. Saisonlauf der diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft. Hamilton offenbarte in dieser Situation seine auf weiterhin mangelnder Erfahrung beruhende Ungestümtheit, die ihm bereits in der Vergangenheit einige gute Positionen und sogar einen zusätzlichen Weltmeistertitel in der Formel 1 gekostet hat.
Strategiefehler von McLaren bringt Alonso Sieg
Bei seinem Sieg im italienischen Grand Prix profitierte der zweifache Weltmeister Alonso zudem von einem Fehler der Taktikstrategen im McLaren-Team. Button, der unmittelbar nach dem Start die Führung von Pole-Setter Alonso übernahm und bis zum ersten Boxenstopp behielt, wurde vor Alonso zum Stopp an die Boxen beordert und verlor aus diesem Grunde den greifbar nahen Sieg in Italien. Hätten die Strategen die Taktik auf Alonso ausgerichtet und Button zeitgleich oder erst nach dem Spanier zum fälligen Reifenwechsel an die Boxen gerufen, würde der Sieger wohl Button und nicht Alonso heißen. In der einen Runde zwischen Buttons und Alonsos Stopp konnte der Spanier die nötige Zeit heraus fahren, um die Spitzenposition zu übernehmen.
Eine ähnliche Strategie verfolgte in diesem Zusammenhang das Red Bull-Team, das Sebastian Vettel mit einer cleveren Strategie von Position acht auf vier nach vorne brachte. Nach einem Leistungsabfall des Renault-Motors im Red Bull von Vettel, nach etwa einem Drittel des Rennens, bei dem Vettel eine Position an seinen Teamkollegen Mark Webber einbüßte, blieb der 23-jährige Deutsche mit Blick auf die Differenz seiner eigenen und der Rundenzeiten seiner direkten Konkurrenten so lange auf der Bahn, bis er den nötigen Vorsprung zum Absovieren seines fälligen Boxenstopps eine Runde vor dem Rennende herausgefahren hatte.
Hamilton Ausfall in der ersten Runde erleichtert Alonso das Leben
Fernando Alonso profitierte bei seinem ersten Ferrari-Sieg in Monza vom Ausfall des bis dato in der Gesamtwertung führenden Lewis Hamilton, der seinen McLaren-Mercedes bereits in der zweiten Schikane der ersten Runde, nach einer leichten Kollision mit dem auf Platz drei fahrenden Felipe Massa, abstellen musste. Da der 25-jährige Brite mit einem Low-Downforce-Paket ins Rennen ging und dadurch einen um etwa fünf Stundenkilometer höheren Topspeed als seine Konkurrenten erzielen konnte, wäre Hamilton ein ernsthafter Anwärter auf den Sieg in Monza gewesen. Sein Ausfall vereitelte nicht nur spannende Positionskämpfe, sondern führte Sieger Alonso, den drittplatzierten Jenson Button und den in Monza auf Platz vier eingelaufenen Sebastian Vettel in der WM-Gesamtwertung näher an die Spitze heran, die der in Monza sechstplatzierte Mark Webber von Hamilton übernahm.
Bei seinem Manöver gegen Massa zeigte sich Hamilton unschlüssig. Als er seinen bereits gestarteten, allerdings aussichtslosen Überholvorgang gegen den Brasilianer wieder abbrechen wollte, war es bereits zu spät und das rechte Vorderrad des McLaren-Mercedes berührte das linke Hinterrad des vor ihm liegenden Ferrari. Die leichte Berührung führte bei dem nach links eingeschlagenen Vorderrad am McLaren des Weltmeisters von 2008 zum Bruch der Spurstange und zum Ausfall im 13. Saisonlauf der diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft. Hamilton offenbarte in dieser Situation seine auf weiterhin mangelnder Erfahrung beruhende Ungestümtheit, die ihm bereits in der Vergangenheit einige gute Positionen und sogar einen zusätzlichen Weltmeistertitel in der Formel 1 gekostet hat.
Strategiefehler von McLaren bringt Alonso Sieg
Bei seinem Sieg im italienischen Grand Prix profitierte der zweifache Weltmeister Alonso zudem von einem Fehler der Taktikstrategen im McLaren-Team. Button, der unmittelbar nach dem Start die Führung von Pole-Setter Alonso übernahm und bis zum ersten Boxenstopp behielt, wurde vor Alonso zum Stopp an die Boxen beordert und verlor aus diesem Grunde den greifbar nahen Sieg in Italien. Hätten die Strategen die Taktik auf Alonso ausgerichtet und Button zeitgleich oder erst nach dem Spanier zum fälligen Reifenwechsel an die Boxen gerufen, würde der Sieger wohl Button und nicht Alonso heißen. In der einen Runde zwischen Buttons und Alonsos Stopp konnte der Spanier die nötige Zeit heraus fahren, um die Spitzenposition zu übernehmen.
Eine ähnliche Strategie verfolgte in diesem Zusammenhang das Red Bull-Team, das Sebastian Vettel mit einer cleveren Strategie von Position acht auf vier nach vorne brachte. Nach einem Leistungsabfall des Renault-Motors im Red Bull von Vettel, nach etwa einem Drittel des Rennens, bei dem Vettel eine Position an seinen Teamkollegen Mark Webber einbüßte, blieb der 23-jährige Deutsche mit Blick auf die Differenz seiner eigenen und der Rundenzeiten seiner direkten Konkurrenten so lange auf der Bahn, bis er den nötigen Vorsprung zum Absovieren seines fälligen Boxenstopps eine Runde vor dem Rennende herausgefahren hatte.
Dienstag, 3. August 2010
Vettel verspielt sicheren Sieg in Ungarn
Der deutsche Red Bull-Renault-Pilot Sebastian Vettel hat durch eine Unachtsamkeit am Ende einer Safety-Car-Phase beim Ungarn Grand Prix einen sicheren Sieg verspielt und seinem australischen Teamkollegen Mark Webber den vierten Saisonsieg und die erneute WM-Führung beschert.
Nachdem sich der 23-jährige Deutsche mit vier Zehnteln Vorsprung die Pole-Position auf der kurvigen Strecke vor den Toren Budapests auf Webber und schier unglaublichen 1,2 Sekunden auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso gesichert hatte, schien ein Doppelsieg für das Red Bull-Duo so gut wie festzustehen. Vettel, der mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, weil er am Ende der Safety-Car-Phase deutlich mehr als die vorgeschriebenen 10-Wagenlängen Abstand auf seinen Vordermann Webber ließ, bescherte Ferrari und Fernando Alonso daraufhin einen unverhofften zweiten Platz und das weitere Aufschließen des Spaniers in der Gesamtwertung. Dort profitierten die Red Bull-Piloten und Alonso allerdings vom technisch bedingten Ausfall des bis dahin führenden Lewis Hamilton, der einen ungefährdeten vierten Platz und die dafür vergebenen 12 Punkte verlor.
In Bezug auf McLaren fällt seit einigen Rennen eine leichte Stagnation bei der Fahrzeugweiterentwicklung gegenüber der britischen und italienischen Konkurrenz auf, so dass die beiden britischen Weltmeister Hamilton und Button ohne Hilfe der Red Bull und Ferrari-Piloten zurzeit nicht mehr im Stande sind, aus eigener Kraft auf das Podium zu fahren. Hamilton ist allerdings eher in der Lage das Maximum aus dem Paket zu holen, als Teamkollege Jenson Button, der mehr und mehr gegenüber seinem Teamkollegen ins Hintertreffen gerät.
Bei Ferrari ist, trotz des gewaltigen Trainingsrückstandes auf Vettel, ein deutlicher Aufwärtstrend ersichtlich, so dass es im Kampf um die WM, auf ein Duell zwischen Mark Webber, Sebastian Vettel und Fernando Alonso hinauszulaufen scheint. Streckenabhängig wird dabei mal Alonso, bzw. das Red Bull-Duo die Oberhand behalten. Speziell in Ungarn wurde offensichtlich, das der Red Bull auf winkligen, engen Strecken die wenige Geraden, aber auch auf Kursen mit schnellen Kurven, so gut wie unschlagbar sind. In der eindeutigen Favoritenrolle auf die WM-Titel sind demnach die beiden Red Bull, denen die noch ausstehenden sieben Streckenlayouts in der Mehrzahl deutlicher entgegenkommen, als dem Ferrari von Fernando Alonso. Fernando Alonso, geht wegen einer möglichen Bestrafung im Zusammenhang mit der Stallregie vom Deutschland Grand Prix und seines etwas angespanntes Motorenkontingents zudem gehandicapt in den Endspurt um die diesjährige Fahrerkrone.
Um den verdienten Gewinn der Fahrer- und Konstrukteurswertung in diesem Jahr zu erreichen, muss Red Bull, und dort in erster Linie Sebastian Vettel, die erzielten Trainingsergebnisse auch in Grand Prix-Siege ummünzen. Die Leistungsausbeute bei Vettel sieht diese Saison diesbezüglich mager aus. Bei sieben Pole-Positions in zwölf Läufen, konnte Vettel lediglich zwei Siege herausfahren. Technische Defekte zu Saisonbeginn und eigene Fehler verhinderten eine deutlich bessere Punkteausbeute des Heppenheimers und eine mögliche diesjährige "Vettel-Show".
Nachdem sich der 23-jährige Deutsche mit vier Zehnteln Vorsprung die Pole-Position auf der kurvigen Strecke vor den Toren Budapests auf Webber und schier unglaublichen 1,2 Sekunden auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso gesichert hatte, schien ein Doppelsieg für das Red Bull-Duo so gut wie festzustehen. Vettel, der mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde, weil er am Ende der Safety-Car-Phase deutlich mehr als die vorgeschriebenen 10-Wagenlängen Abstand auf seinen Vordermann Webber ließ, bescherte Ferrari und Fernando Alonso daraufhin einen unverhofften zweiten Platz und das weitere Aufschließen des Spaniers in der Gesamtwertung. Dort profitierten die Red Bull-Piloten und Alonso allerdings vom technisch bedingten Ausfall des bis dahin führenden Lewis Hamilton, der einen ungefährdeten vierten Platz und die dafür vergebenen 12 Punkte verlor.
In Bezug auf McLaren fällt seit einigen Rennen eine leichte Stagnation bei der Fahrzeugweiterentwicklung gegenüber der britischen und italienischen Konkurrenz auf, so dass die beiden britischen Weltmeister Hamilton und Button ohne Hilfe der Red Bull und Ferrari-Piloten zurzeit nicht mehr im Stande sind, aus eigener Kraft auf das Podium zu fahren. Hamilton ist allerdings eher in der Lage das Maximum aus dem Paket zu holen, als Teamkollege Jenson Button, der mehr und mehr gegenüber seinem Teamkollegen ins Hintertreffen gerät.
Bei Ferrari ist, trotz des gewaltigen Trainingsrückstandes auf Vettel, ein deutlicher Aufwärtstrend ersichtlich, so dass es im Kampf um die WM, auf ein Duell zwischen Mark Webber, Sebastian Vettel und Fernando Alonso hinauszulaufen scheint. Streckenabhängig wird dabei mal Alonso, bzw. das Red Bull-Duo die Oberhand behalten. Speziell in Ungarn wurde offensichtlich, das der Red Bull auf winkligen, engen Strecken die wenige Geraden, aber auch auf Kursen mit schnellen Kurven, so gut wie unschlagbar sind. In der eindeutigen Favoritenrolle auf die WM-Titel sind demnach die beiden Red Bull, denen die noch ausstehenden sieben Streckenlayouts in der Mehrzahl deutlicher entgegenkommen, als dem Ferrari von Fernando Alonso. Fernando Alonso, geht wegen einer möglichen Bestrafung im Zusammenhang mit der Stallregie vom Deutschland Grand Prix und seines etwas angespanntes Motorenkontingents zudem gehandicapt in den Endspurt um die diesjährige Fahrerkrone.
Um den verdienten Gewinn der Fahrer- und Konstrukteurswertung in diesem Jahr zu erreichen, muss Red Bull, und dort in erster Linie Sebastian Vettel, die erzielten Trainingsergebnisse auch in Grand Prix-Siege ummünzen. Die Leistungsausbeute bei Vettel sieht diese Saison diesbezüglich mager aus. Bei sieben Pole-Positions in zwölf Läufen, konnte Vettel lediglich zwei Siege herausfahren. Technische Defekte zu Saisonbeginn und eigene Fehler verhinderten eine deutlich bessere Punkteausbeute des Heppenheimers und eine mögliche diesjährige "Vettel-Show".
Montag, 26. Juli 2010
Ferrari steht über dem Reglement
Eine offensichtlich durchgeführte Stallregie zugunsten von Fernando Alonso wirft einen dunklen Schatten auf die ansonsten überragende Leistung Ferraris beim Grand Prix von Deutschland in Hockenheim.
Direkt nach dem Start konnten die beiden Ferrari-Piloten Felipe Massa und Fernando Alonso die Führung des schlecht gestarteten Pole-Setters Sebastian Vettel übernehmen und die ersten beiden Plätze ungefährdet halten. Es war zwar offensichtlich, dass der an Position zwei liegende zweifache Ex-Weltmeister Alonso schneller fahren konnte als sein 29-jähriger brasilianscher Teamkollege, jedoch hätte Alonso Massa ohne einen Fehler des Brasilianers nicht überholen können. Der Funkspruch des Teams an Massa, der ihn zwar nicht direkt zum Platztausch mit Alonso aufforderte, ist als eine indirekte Aufforderung am Massa, Alonso überholen zu lassen zu verstehen.
Bereits im Vorfeld des Rennens forderte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, dass teamintern der in der Gesamtwertung besser platzierte Spanier Alonso gegenüber Massa zu bevorzugen sei. Aufgrund der Tatsache, dass offensichtliche Stallorder in der Formel-1 seit dem unsäglichen Ferrari-Manöver in Österreich 2002 verboten ist, wird die Teamleitung um Teamchef Stefano Domenicali seinem brasilianischen Piloten in diesem Zusammenhang verdeutlicht haben, wie er bestimmte codierte Funksprüche zu interpretieren hat. Mit dem Funkspruch an Massa, dass Alonso schneller ist, steht Ferrari zwar juristisch auf der sicheren Seite, die offensichtliche Art und Weise, wie Massa seinen Teamkollgen anschließend allerdings überholen ließ, sich das Team nach dem Rennen bei Massa für seine Kooperation bedankte und zugleich für den gestohlenen Sieg entschuldigte, verdeutlicht hingegen, dass es sich bei dem Manöver um eine eindeutige Stallregie gehandelt hat.
Ferrari stellt hierbei die eigenen Firmeninteressen über die des Sports. Nicht nur Massa wurde um den Sieg betrogen, sondern auch die Zuschauer an der Strecke und vor den Fernsehgeräten, die harte Positionskämpfe sehen wollen und nicht auf Anweisung der Teamführung herbei geführte Ergebnisse. Für Felipe Massa wäre ein Sieg zudem von großer Wichtigkeit gewesen, da er nach seinem schweren Unfall in Ungarn vor einem Jahr nicht mehr sein volles Leistungsvermögen abrufen kann. Wie viele andere Fahrer vor ihm, scheint auch Massa ein wenig an Geschwindigkeit und Kompromisslosigkeit eingebüßt zu haben. Der greifbar nahe Sieg in Hockenheim hätte dem Brasilianer das nötige Selbstvertrauen womöglich wiedergeben können und etwaige Zweifel beseitigt. Stattdessen hat Ferrari seinem lnagjährigen Fahrer deutlich gemacht, dass er nur die Nummer 2 im Team hinter Alonso ist, was sich auf Dauer negativ auf die Psyche eines Piloten und dessen Mannschaft auswirken kann.
Harte Strafe gegen Ferrari nötig
Nach dem Rennen verhängten die Rennkommissare zwar die für sie höchstmögliche Strafe von 100.000 $ und verwiesen den Fall an das Motorsport World Council, jedoch bezweifel ich, dass Ferrari dort eine gerechte Strafe erhält. Ferrari Präsident di Montezemolo wird im Vorfeld seine Kontakte zu FIA-Präsident Jean Todt spielen lassen und diesen auf seine erfolgreiche Vergangenheit als Teamchef bei Ferrari und die historisch gewachsene wichtige Rolle des italienischen Rennstalls in der Formel-1 hinweisen. Aufgrund der Sonderstellung Ferraris unter den zwölf Teams erwarte ich eine Heraufsetzung der Geldstrafe, die Ferrari finanziell jedoch nicht hart treffen wird. In meinen Augen müssen Ferrari endlich einmal Grenzen gesetzt werden. Bereits häufiger in der Vergangenheit versuchte der Rennstall auf Urteile des FIA-Gerichts durch Druckausübung im Vorfeld Einfluss zu nehmen. Ferrari ist zwar von großer Bedeutung für die Formel-1, jedoch nicht größer und wichtiger als der Sport selber. Aus diesem Grunde plädiere ich für einen zeitlich befristeten Ausschluss aus der Königsklasse des Motorsports. Ferrari wird feststellen, dass im Motorsport nur die Formel-1 die große weltumspannende Bühne drastellt und Motorsportkategorien, wie in den USA, oder das 24h-Rennen von Le Mans international deutlich weniger Aufmerksamkeit zuteil wird, als jedem einzelnen Formel-1-Rennen.
Direkt nach dem Start konnten die beiden Ferrari-Piloten Felipe Massa und Fernando Alonso die Führung des schlecht gestarteten Pole-Setters Sebastian Vettel übernehmen und die ersten beiden Plätze ungefährdet halten. Es war zwar offensichtlich, dass der an Position zwei liegende zweifache Ex-Weltmeister Alonso schneller fahren konnte als sein 29-jähriger brasilianscher Teamkollege, jedoch hätte Alonso Massa ohne einen Fehler des Brasilianers nicht überholen können. Der Funkspruch des Teams an Massa, der ihn zwar nicht direkt zum Platztausch mit Alonso aufforderte, ist als eine indirekte Aufforderung am Massa, Alonso überholen zu lassen zu verstehen.
Bereits im Vorfeld des Rennens forderte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, dass teamintern der in der Gesamtwertung besser platzierte Spanier Alonso gegenüber Massa zu bevorzugen sei. Aufgrund der Tatsache, dass offensichtliche Stallorder in der Formel-1 seit dem unsäglichen Ferrari-Manöver in Österreich 2002 verboten ist, wird die Teamleitung um Teamchef Stefano Domenicali seinem brasilianischen Piloten in diesem Zusammenhang verdeutlicht haben, wie er bestimmte codierte Funksprüche zu interpretieren hat. Mit dem Funkspruch an Massa, dass Alonso schneller ist, steht Ferrari zwar juristisch auf der sicheren Seite, die offensichtliche Art und Weise, wie Massa seinen Teamkollgen anschließend allerdings überholen ließ, sich das Team nach dem Rennen bei Massa für seine Kooperation bedankte und zugleich für den gestohlenen Sieg entschuldigte, verdeutlicht hingegen, dass es sich bei dem Manöver um eine eindeutige Stallregie gehandelt hat.
Ferrari stellt hierbei die eigenen Firmeninteressen über die des Sports. Nicht nur Massa wurde um den Sieg betrogen, sondern auch die Zuschauer an der Strecke und vor den Fernsehgeräten, die harte Positionskämpfe sehen wollen und nicht auf Anweisung der Teamführung herbei geführte Ergebnisse. Für Felipe Massa wäre ein Sieg zudem von großer Wichtigkeit gewesen, da er nach seinem schweren Unfall in Ungarn vor einem Jahr nicht mehr sein volles Leistungsvermögen abrufen kann. Wie viele andere Fahrer vor ihm, scheint auch Massa ein wenig an Geschwindigkeit und Kompromisslosigkeit eingebüßt zu haben. Der greifbar nahe Sieg in Hockenheim hätte dem Brasilianer das nötige Selbstvertrauen womöglich wiedergeben können und etwaige Zweifel beseitigt. Stattdessen hat Ferrari seinem lnagjährigen Fahrer deutlich gemacht, dass er nur die Nummer 2 im Team hinter Alonso ist, was sich auf Dauer negativ auf die Psyche eines Piloten und dessen Mannschaft auswirken kann.
Harte Strafe gegen Ferrari nötig
Nach dem Rennen verhängten die Rennkommissare zwar die für sie höchstmögliche Strafe von 100.000 $ und verwiesen den Fall an das Motorsport World Council, jedoch bezweifel ich, dass Ferrari dort eine gerechte Strafe erhält. Ferrari Präsident di Montezemolo wird im Vorfeld seine Kontakte zu FIA-Präsident Jean Todt spielen lassen und diesen auf seine erfolgreiche Vergangenheit als Teamchef bei Ferrari und die historisch gewachsene wichtige Rolle des italienischen Rennstalls in der Formel-1 hinweisen. Aufgrund der Sonderstellung Ferraris unter den zwölf Teams erwarte ich eine Heraufsetzung der Geldstrafe, die Ferrari finanziell jedoch nicht hart treffen wird. In meinen Augen müssen Ferrari endlich einmal Grenzen gesetzt werden. Bereits häufiger in der Vergangenheit versuchte der Rennstall auf Urteile des FIA-Gerichts durch Druckausübung im Vorfeld Einfluss zu nehmen. Ferrari ist zwar von großer Bedeutung für die Formel-1, jedoch nicht größer und wichtiger als der Sport selber. Aus diesem Grunde plädiere ich für einen zeitlich befristeten Ausschluss aus der Königsklasse des Motorsports. Ferrari wird feststellen, dass im Motorsport nur die Formel-1 die große weltumspannende Bühne drastellt und Motorsportkategorien, wie in den USA, oder das 24h-Rennen von Le Mans international deutlich weniger Aufmerksamkeit zuteil wird, als jedem einzelnen Formel-1-Rennen.
Montag, 28. Juni 2010
Vettel triumphiert in Valencia
Überraschend leicht konnte der 22-jährige Heppenheimer Sebastian Vettel den neunten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft im spanischen Valencia gewinnen und dabei das McLaren-Mercedes Duo Lewis Hamilton und Jenson Button auf die weiteren beiden Podestplätze verweisen. Eigentlich galten die Red Bull-Renault von Sebastian Vettel und seinem Teamkollegen Mark Webber in Spanien nicht unbedingt als die Sieganwärter Nr. 1, da die Streckenführung theoretisch eher den beiden McLaren in die Karten hätte spielen sollen. Das Layout bestehend aus mehreren längeren Vollgas-Passagen und anschließenden 2.-Gang Schikanen kam dabei besonders dem ausgeklügelten F-Schacht-System des McLaren-Teams entgegen. Allerdings konnte der britische Traditionsrennstall in Valencia, im Gegensatz zur Konkurrenz, nicht mit einer umfassenden Ausbaustufe der Wagen aufwarten, so dass für die beiden Weltmeister in den Cockpits am Ende die Positionen zwei und drei heraussprangen. Vettels Red Bull Rennstall konnte hingegen mit seiner F-Schacht-Entwicklung in den letzten Wochen Erfolge aufweisen, das System zur Rennreife bringen und sogar beim ersten Einsatz des Systems, das einen Strömungsabriss der anliegenden Luft am Heckflügel und damit einen größeren Top-Speed erzeugt, gleich gewinnen.
Formel-1 zu sehr reglemtentiert
Vettels zweiter Saison-Sieg ist im Kampf um die Weltmeisterschaft von großer Bedeutung, zumal sein teaminterner Konkurrent Mark Webber nach einem heftigen Unfall in Valencia punktelos blieb und Fernando Alonso auf Ferrari mit Paltz acht und vier Punkten ein wenig an Boden verlor. Dabei profitierte Alonso sogar noch von nachträglich ausgesprochenen 5-Sekunden-Starfen gegen Konkurrenten, weshalb der spanische Ex-Weltmeister um einen Platz nach vorne rückte. Die Strafen wurden gegen neun Piloten ausgesprochen, die während der Safety-Car-Phase nach dem Webber/Kovalainen-Unfall das vorgeschriebene Zeitlimit zur Absolvierung einer Runde um zwei bis drei Sekunden unterschritten hatten. Die während des Rennens ebenfalls ausgesprochene Durchfahrtsstrafe gegen Lewis Hamilton, der dadurch jedoch keine Position verlor, ist auf die Komplexität der Formel-1-Regularien zurückzuführen, die für den Laien in ihren Einzelheiten oftmals nicht mehr nachzuvollziehen sind. Mit einer immer wiederkehrenden Regelflut vor Saisonbeginn schafft die FIA ein Wirrwarr an Regularien, die für den Fernsehzuschauer und auch viele vermeintliche Experten an der Strecke nicht mehr zu durchschauen sind. Vielleicht sollte sich der Automobilverband mal ein Beispiel am Fussball nehmen, wo die Regeln seit einer halben Ewigkeit Bestand haben und keinen alljährlichen Anpassungen unterliegen. Diese Konstanz macht den Sport für viele leicht nachvollziehbar und somit auch interessant.
Mercedes GP und Michael Schumacher blieben hinter den Erwartungen erneut zurück
Trotz einer erneuten Ausbaustufe konnte die Paarung Mercedes GP und Michael Schumacher erneut nicht überzeugen. Der 15. Platz für Schumacher, den er sowohl in der Startaufstellung, als auch im Rennen erzielte, ist auf große Probleme im Aufwärmprozess und der schlechten Lesbarkeit der Entwicklung der diesjährigen Bridgestone-Reifen während des Einsatzes zurückzuführen. Ein schlechtes Qualifying-Resulatat zieht in der heutigen Formel-1 zudem meist auch ein schlechtes Rennergebnis nach sich, was bei Schumacher in den letzten Rennen häufig der Fall war. In Valencia wurde Schumacher zusätzlich durch eine rote Ampel nach seinem ersten Boxenstopp in der Safety-Car-Phase und zwei weiteren Reifenwechseln im Verlaufe des Rennens um ein besseren Ergebnis gebracht.
Sofern der deutsche Rekordweltmeister nicht vorzeitig die Lust an seinem Comeback verliert, prophezeie ich ihm eine deutliche Leistungssteigerung in der kommenden Saison. Ab 2011 stellt mit Pirelli ein neuer Reifenhersteller den Einheitsreifen der Formel-1, so dass es keinen Erfahrungsrückstand mit den Reifen mehr gibt und alle Fahrer und Teams diesbezüglich bei null anfangen. Schumachers frühere Gabe, sich schneller als andere auf neue Begebenheiten einzustellen, sollte in der Saison 2011 zum Tragen kommen, was ihm gegenüber einigen seiner Konkurrenten einen Vorteil einbringen dürfte. Da Mercedes GP in absehbarer Zeit die Weiterentwicklung des diesjährigen Autos zugunsten des Fahrzeugs für die Saison 2011 zurückfahren wird, wird das nächstjährige Auto mit großer Wahrscheinlichkeit ein besserer Wurf sein, als der diesjährige MGPW01, was sich für die Paarung in deutlich besseren Resultaten niederschlagen wird als bisher. Schumacher hat zwar von seinen früheren Fahrkünsten nichts verlernt, allerdings muss er sich bei der aktuellen Fahrergeneration deutlich mehr anstrengen als während seiner ersten Karriere, wo er der Trendsetter war, der neue Maßstäbe gesetzt hat. Heutztage haben beinahe alle aktuellen Formel-1-Piloten diese Maßstäbe verinnerlicht, so dass Schumacher auf deutlich bessere Konkurrenten trifft, als es vor 10 Jahren der Fall war. Da der Kerpener jedoch immer seinen Spass an großen motorsprtlichen Herausforderungen bekundet, sollte er die momentanen mit Freude annehmen.
Formel-1 zu sehr reglemtentiert
Vettels zweiter Saison-Sieg ist im Kampf um die Weltmeisterschaft von großer Bedeutung, zumal sein teaminterner Konkurrent Mark Webber nach einem heftigen Unfall in Valencia punktelos blieb und Fernando Alonso auf Ferrari mit Paltz acht und vier Punkten ein wenig an Boden verlor. Dabei profitierte Alonso sogar noch von nachträglich ausgesprochenen 5-Sekunden-Starfen gegen Konkurrenten, weshalb der spanische Ex-Weltmeister um einen Platz nach vorne rückte. Die Strafen wurden gegen neun Piloten ausgesprochen, die während der Safety-Car-Phase nach dem Webber/Kovalainen-Unfall das vorgeschriebene Zeitlimit zur Absolvierung einer Runde um zwei bis drei Sekunden unterschritten hatten. Die während des Rennens ebenfalls ausgesprochene Durchfahrtsstrafe gegen Lewis Hamilton, der dadurch jedoch keine Position verlor, ist auf die Komplexität der Formel-1-Regularien zurückzuführen, die für den Laien in ihren Einzelheiten oftmals nicht mehr nachzuvollziehen sind. Mit einer immer wiederkehrenden Regelflut vor Saisonbeginn schafft die FIA ein Wirrwarr an Regularien, die für den Fernsehzuschauer und auch viele vermeintliche Experten an der Strecke nicht mehr zu durchschauen sind. Vielleicht sollte sich der Automobilverband mal ein Beispiel am Fussball nehmen, wo die Regeln seit einer halben Ewigkeit Bestand haben und keinen alljährlichen Anpassungen unterliegen. Diese Konstanz macht den Sport für viele leicht nachvollziehbar und somit auch interessant.
Mercedes GP und Michael Schumacher blieben hinter den Erwartungen erneut zurück
Trotz einer erneuten Ausbaustufe konnte die Paarung Mercedes GP und Michael Schumacher erneut nicht überzeugen. Der 15. Platz für Schumacher, den er sowohl in der Startaufstellung, als auch im Rennen erzielte, ist auf große Probleme im Aufwärmprozess und der schlechten Lesbarkeit der Entwicklung der diesjährigen Bridgestone-Reifen während des Einsatzes zurückzuführen. Ein schlechtes Qualifying-Resulatat zieht in der heutigen Formel-1 zudem meist auch ein schlechtes Rennergebnis nach sich, was bei Schumacher in den letzten Rennen häufig der Fall war. In Valencia wurde Schumacher zusätzlich durch eine rote Ampel nach seinem ersten Boxenstopp in der Safety-Car-Phase und zwei weiteren Reifenwechseln im Verlaufe des Rennens um ein besseren Ergebnis gebracht.
Sofern der deutsche Rekordweltmeister nicht vorzeitig die Lust an seinem Comeback verliert, prophezeie ich ihm eine deutliche Leistungssteigerung in der kommenden Saison. Ab 2011 stellt mit Pirelli ein neuer Reifenhersteller den Einheitsreifen der Formel-1, so dass es keinen Erfahrungsrückstand mit den Reifen mehr gibt und alle Fahrer und Teams diesbezüglich bei null anfangen. Schumachers frühere Gabe, sich schneller als andere auf neue Begebenheiten einzustellen, sollte in der Saison 2011 zum Tragen kommen, was ihm gegenüber einigen seiner Konkurrenten einen Vorteil einbringen dürfte. Da Mercedes GP in absehbarer Zeit die Weiterentwicklung des diesjährigen Autos zugunsten des Fahrzeugs für die Saison 2011 zurückfahren wird, wird das nächstjährige Auto mit großer Wahrscheinlichkeit ein besserer Wurf sein, als der diesjährige MGPW01, was sich für die Paarung in deutlich besseren Resultaten niederschlagen wird als bisher. Schumacher hat zwar von seinen früheren Fahrkünsten nichts verlernt, allerdings muss er sich bei der aktuellen Fahrergeneration deutlich mehr anstrengen als während seiner ersten Karriere, wo er der Trendsetter war, der neue Maßstäbe gesetzt hat. Heutztage haben beinahe alle aktuellen Formel-1-Piloten diese Maßstäbe verinnerlicht, so dass Schumacher auf deutlich bessere Konkurrenten trifft, als es vor 10 Jahren der Fall war. Da der Kerpener jedoch immer seinen Spass an großen motorsprtlichen Herausforderungen bekundet, sollte er die momentanen mit Freude annehmen.
Sonntag, 30. Mai 2010
Red Bull-interne Kollision beim Türkei Grand Prix
Red Bull-Renault verpasste nach einer teaminternen Kollision zwischen Sebastian Vettel und seinem Teamkollegen Mark Webber, die zum Ausfall des jungen Deutschen führte, den möglichen Doppelsieg beim siebten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft in der Türkei. Nutznießer der Kollision war das in der Türkei überraschend starke McLaren-Team, das in Istanbul von seinem ausgeklügelten F-Schacht-System profitieren konnte. Die Streckencharakteristik kam dem englischen Rennstall hierbei zugute, so dass Lewis Hamilton seinen ersten Saisonsieg vor seinem Teamkollegen und amtierenden Weltmeister Jenson Button einfahren konnte.
Vettel der Verursacher der teaminternen Kollision
Sebastian Vettel, der nach zwei glanzvollen Auftritten seines Teamkollegen Mark Webber bei den beiden vorangegangenen Grand Prix sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen scheint, seinen deutlich schlechter eingestuften Teamkollegen unbedingt bezwingen zu müssen, leistete sich bei einem eigentlich schon geglückten Überholversuch einen folgenschweren Fehler. Vettel, der auf der Innenlinie liegend, bereits eine halbe Wagenlänge vor Webber lag, zog urplötzlich, mit einem leichten Rechtsschlenker, dem direkt neben ihm, in der Fahrbahnmitte fahrenden Webber ins Auto, wobei sich der Deutsche seinen Red Bull-Renault irreparabel beschädigte und ausschied. Womöglich verlor Vettel seinen Red Bull auf einer Bodenwelle aus der Kontrolle, wodurch er zu seinem Rechtsschlenker veranlasst wurde. Webber verhielt sich während des Manövers von Vettel durchaus fair und ließ seinem Teamkollegen sogar den nötigen Raum. Auch ging der Australier bei der Verteidigung seiner Führungsposition nicht übermäßig hart zu Werke, sondern schien sich im Gegenteil schon mit dem Verlust seiner Position an Vettel abgefunden zu haben.
Politisch motivierte Kritik der Red Bull-Teamführung an Mark Webber
Die Äußerungen der Teamführung des Red Bull-Rennstalls zu der teaminternen Kollision stossen unter diesen Gesichtspunkten auf meine Kritik. Sowohl Teamchef Christian Horner, als auch der Berater des Rennstalls, Ex-Formel-1-Pilot Helmut Marko, gaben Mark Webber, die alleinige Schuld an dem Unfall. Hierbei drängt sich der Verdacht auf, dass das Team jegliche, besonders teaminterne Kritik an seinem vermeintlichen Spitzenfahrer Sebastian Vettel abwenden möchte. Diese Aktion lässt auf eine Bevorzugung Vettels gegenüber Webber schließen.
Die Verhandlungen mit Mark Webber über eine Vertragsverlängerung über die laufende Saison hinaus, könnten diese Schuldzuweisung in ernsthafte Gefahr bringen. Bereits seit längerem kursieren Gerüchte, dass Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bei Red Bull als Teamkollege Vettels zur Saison 2011 andocken könnte, so dass die Schuldzuweisung der teaminternen Kollision ein mögliches Ausbooten Webbers, zugunsten Räikkönens, nach sich ziehen könnte. Es ist bekannt, dass der Red Bull-Rennstall langfristig mit Vettel plant und das Team um den 22-jährigen Heppenheimer herum aufbauen will. Schuldzuweisungen von Seiten Red Bulls an Vettel, könnten diesen eventuell zu einem vorzeitigen Abschied zu einem Konkurrenten bewegen, was Red Bull in jedem Fall verhindern will.
Red Bull sollte sich dem zurzeit sensationell fahrenden Mark Webber gegenüber fair verhalten und diesem nicht mit ungerechtfertigter Kritik in den Rücken fallen.
Vettel der Verursacher der teaminternen Kollision
Sebastian Vettel, der nach zwei glanzvollen Auftritten seines Teamkollegen Mark Webber bei den beiden vorangegangenen Grand Prix sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen scheint, seinen deutlich schlechter eingestuften Teamkollegen unbedingt bezwingen zu müssen, leistete sich bei einem eigentlich schon geglückten Überholversuch einen folgenschweren Fehler. Vettel, der auf der Innenlinie liegend, bereits eine halbe Wagenlänge vor Webber lag, zog urplötzlich, mit einem leichten Rechtsschlenker, dem direkt neben ihm, in der Fahrbahnmitte fahrenden Webber ins Auto, wobei sich der Deutsche seinen Red Bull-Renault irreparabel beschädigte und ausschied. Womöglich verlor Vettel seinen Red Bull auf einer Bodenwelle aus der Kontrolle, wodurch er zu seinem Rechtsschlenker veranlasst wurde. Webber verhielt sich während des Manövers von Vettel durchaus fair und ließ seinem Teamkollegen sogar den nötigen Raum. Auch ging der Australier bei der Verteidigung seiner Führungsposition nicht übermäßig hart zu Werke, sondern schien sich im Gegenteil schon mit dem Verlust seiner Position an Vettel abgefunden zu haben.
Politisch motivierte Kritik der Red Bull-Teamführung an Mark Webber
Die Äußerungen der Teamführung des Red Bull-Rennstalls zu der teaminternen Kollision stossen unter diesen Gesichtspunkten auf meine Kritik. Sowohl Teamchef Christian Horner, als auch der Berater des Rennstalls, Ex-Formel-1-Pilot Helmut Marko, gaben Mark Webber, die alleinige Schuld an dem Unfall. Hierbei drängt sich der Verdacht auf, dass das Team jegliche, besonders teaminterne Kritik an seinem vermeintlichen Spitzenfahrer Sebastian Vettel abwenden möchte. Diese Aktion lässt auf eine Bevorzugung Vettels gegenüber Webber schließen.
Die Verhandlungen mit Mark Webber über eine Vertragsverlängerung über die laufende Saison hinaus, könnten diese Schuldzuweisung in ernsthafte Gefahr bringen. Bereits seit längerem kursieren Gerüchte, dass Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bei Red Bull als Teamkollege Vettels zur Saison 2011 andocken könnte, so dass die Schuldzuweisung der teaminternen Kollision ein mögliches Ausbooten Webbers, zugunsten Räikkönens, nach sich ziehen könnte. Es ist bekannt, dass der Red Bull-Rennstall langfristig mit Vettel plant und das Team um den 22-jährigen Heppenheimer herum aufbauen will. Schuldzuweisungen von Seiten Red Bulls an Vettel, könnten diesen eventuell zu einem vorzeitigen Abschied zu einem Konkurrenten bewegen, was Red Bull in jedem Fall verhindern will.
Red Bull sollte sich dem zurzeit sensationell fahrenden Mark Webber gegenüber fair verhalten und diesem nicht mit ungerechtfertigter Kritik in den Rücken fallen.
Sonntag, 16. Mai 2010
Mark Webber in der Form seines Lebens
Der australische Red Bull-Pilot Mark Webber gewann in Monaco den zweiten Formel-1-Grand Prix innerhalb einer Woche und lieferte dabei erneut eine exzellente Leistung ab. Wie bereits acht Tage zuvor, ließ der 33-jährige Mann aus Down Under seiner Konkurrenz keine Chance und feierte einen weiteren unangefochtenen Start-Ziel-Sieg.
Vettel treibt Webber zu Höchstleistungen
Mit seinem zweiten Saisonsieg, dem insgesamt vierten in seiner Karriere, machte Webber einmal mehr deutlich, dass er an guten Tagen nur schwer zu schlagen ist. Diese Erkenntnis musste auch sein höher eingestufter Teamkollege Sebastian Vettel machen, der weder in Spanien, noch in Monaco Mark Webber ernsthaft gefährden konnte. Mark Webber, der mit seinem Sieg, punktgleich mit Vettel, auch die Führung in der WM-Wertung übernahm, scheint in seiner neunten Saison in der Königsklasse des Motorsports endlich die nötige Konstanz entwickelt zu haben, die ihm in den ersten Jahren seiner Formel-1-Laufbahn häufig gefehlt hat. Webbers Talent war dabei zwar immer offensichtlich-er konnte es jedoch nie wirklich in Resultate umsetzen und stand sich oft selbst im Weg. Der teaminterne Wettkampf mit seinem 11 Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastian Vettel scheint bei Webber nun jedoch die letzten Reserven zum Vorschein zu bringen, die nötig waren, um aus dem guten Rennfahrer Mark Webber einen wirklichen Spitzenmann der Formel-1 werden zu lassen. Sofern er unter Druck gesetzt wird, machte er in der Vergangenheit häufig Fehler, die gute Resultate verhinderten. Deswegen bleibt abzuwarten, ob der Australier seine hervorragende Form konservieren und die Flüchtigkeitsfehler wird abstellen können.
Michael Schumacher im Stile eines Champions
Am Ende der vierten Safety-Car-Phase des Monaco-Grand Prix, die durch einen heftigen Unfall zwischen Lotus Pilot Jarno Trulli und dem indischen HRT-Fahrer Karun Chandhok ausgelöst wurde, ließ der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seinen Renn- und Killerinstinkt aufblitzen, indem er den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso überrumpelte. Schumacher nutzte dabei einen neuen Passus im Reglement aus, wonach Überholmanöver am Ende einer Safety-Car-Phase auch vor der Start-Ziel-Linie erlaubt sind. Die Tatsache, ob sich dies auch auf die letzte Runde eines Grand Prix bezieht, wird zwar noch durch die Renn-Stewards überprüft, zeigt aber, dass Schumacher jede sich ihm bietende Chance nutzt. Selbst wenn der 41-jährige Deutsche für dieses Manöver bestraft wird, demonstriert Schumacher einmal mehr seine Ausnahmestellung im Fahrerfeld und seinen aussergewöhnlichen Einsatz, auch um einen sechsten Platz zu kämpfen. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der in Monaco der schnellere Fahrer bei Mercedes GP war, konnte seinen Speed nicht in eine besseres Resultat umsetzen und kam auf Platz acht hinter seinem Teamkollegen Schumacher ins Ziel. Eine bessere Platzierung kostete Rosberg, neben einem eher durchschnittlichen Start, sein verhältnismäßig schlechter Startplatz, der aus einem schlechte Timing im letzten Qualifying-Segment beruhte.
Das durchaus positive Abschneiden von Michael Schumacher in den letzten beiden Läufen, im Vergleich zu Rosberg, lässt einen deutlichen Aufwärtstrend beim Kerpener erkennen, der seinem jungen Teamkollegen kontinuierlich näher kommt. Neben den fahrerischen Qualitäten, in denen Rosberg ihm allerdings nicht allzu sehr nachsteht, scheint Schumacher das Team immer mehr auf seine Seite zu bringen und die Weiterentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich zu beeinflussen, woraus er auf der Rennstrecke profitieren kann.
Vettel treibt Webber zu Höchstleistungen
Mit seinem zweiten Saisonsieg, dem insgesamt vierten in seiner Karriere, machte Webber einmal mehr deutlich, dass er an guten Tagen nur schwer zu schlagen ist. Diese Erkenntnis musste auch sein höher eingestufter Teamkollege Sebastian Vettel machen, der weder in Spanien, noch in Monaco Mark Webber ernsthaft gefährden konnte. Mark Webber, der mit seinem Sieg, punktgleich mit Vettel, auch die Führung in der WM-Wertung übernahm, scheint in seiner neunten Saison in der Königsklasse des Motorsports endlich die nötige Konstanz entwickelt zu haben, die ihm in den ersten Jahren seiner Formel-1-Laufbahn häufig gefehlt hat. Webbers Talent war dabei zwar immer offensichtlich-er konnte es jedoch nie wirklich in Resultate umsetzen und stand sich oft selbst im Weg. Der teaminterne Wettkampf mit seinem 11 Jahre jüngeren Teamkollegen Sebastian Vettel scheint bei Webber nun jedoch die letzten Reserven zum Vorschein zu bringen, die nötig waren, um aus dem guten Rennfahrer Mark Webber einen wirklichen Spitzenmann der Formel-1 werden zu lassen. Sofern er unter Druck gesetzt wird, machte er in der Vergangenheit häufig Fehler, die gute Resultate verhinderten. Deswegen bleibt abzuwarten, ob der Australier seine hervorragende Form konservieren und die Flüchtigkeitsfehler wird abstellen können.
Michael Schumacher im Stile eines Champions
Am Ende der vierten Safety-Car-Phase des Monaco-Grand Prix, die durch einen heftigen Unfall zwischen Lotus Pilot Jarno Trulli und dem indischen HRT-Fahrer Karun Chandhok ausgelöst wurde, ließ der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seinen Renn- und Killerinstinkt aufblitzen, indem er den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso überrumpelte. Schumacher nutzte dabei einen neuen Passus im Reglement aus, wonach Überholmanöver am Ende einer Safety-Car-Phase auch vor der Start-Ziel-Linie erlaubt sind. Die Tatsache, ob sich dies auch auf die letzte Runde eines Grand Prix bezieht, wird zwar noch durch die Renn-Stewards überprüft, zeigt aber, dass Schumacher jede sich ihm bietende Chance nutzt. Selbst wenn der 41-jährige Deutsche für dieses Manöver bestraft wird, demonstriert Schumacher einmal mehr seine Ausnahmestellung im Fahrerfeld und seinen aussergewöhnlichen Einsatz, auch um einen sechsten Platz zu kämpfen. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der in Monaco der schnellere Fahrer bei Mercedes GP war, konnte seinen Speed nicht in eine besseres Resultat umsetzen und kam auf Platz acht hinter seinem Teamkollegen Schumacher ins Ziel. Eine bessere Platzierung kostete Rosberg, neben einem eher durchschnittlichen Start, sein verhältnismäßig schlechter Startplatz, der aus einem schlechte Timing im letzten Qualifying-Segment beruhte.
Das durchaus positive Abschneiden von Michael Schumacher in den letzten beiden Läufen, im Vergleich zu Rosberg, lässt einen deutlichen Aufwärtstrend beim Kerpener erkennen, der seinem jungen Teamkollegen kontinuierlich näher kommt. Neben den fahrerischen Qualitäten, in denen Rosberg ihm allerdings nicht allzu sehr nachsteht, scheint Schumacher das Team immer mehr auf seine Seite zu bringen und die Weiterentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich zu beeinflussen, woraus er auf der Rennstrecke profitieren kann.
Dienstag, 6. April 2010
Sebastian Vettel dominiert
Im dritten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft gelang dem 22-jährigen Sebastian Vettel mit seinem Red Bull-Renault der verdiente erste Saisonsieg.
Nach zwei ähnlich dominanten Rennen in Bahrain und Australien, bei denen jeweils technische Defekte Vettels Siege vereitelten, war sein Fahrzeug im dritten Anlauf standfest genug, um einen unangefochtenen Doppelsieg einzufahren. Mit dem insgesamt sechsten Sieg seiner Karriere schloss der junge Heppenheimer damit zu den in der WM-Wertung führenden Ferrari-Piloten auf.
Die Überlegenheit von Vettel und seinem Red Bull, die scheinbar nur durch mangelnde Standfestigkeit vereitelt werden kann, macht den jungen Deutschen in der laufenden Saison zum WM-Anwärter Nr.1, zumal die beiden Ferrari und McLaren dem Tempo des Red Bull bisher nur schwer folgen können. Wenn das englische Team um Stardesigner Adrian Newey das Auto gewissenhaft weiterentwickelt und standfest bekommt, läuft alles darauf hinaus, dass sich Sebastian Vettel in dieser Saison zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte krönt und Lewis Hamilton in dieser Statistik ablöst.
Hamilton und Vettel neben Alonso top
Vom seinem fahrerischen Potential steht Sebastian Vettel bereits im jugendlichen Alter von 22 Jahren mit an der Spitze der aktuellen Formel-1-Piloten. In diesem Ranking stufe ich ihn bereits auf einem Niveau mit dem zweifachen Ex-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien ein, die unmittelbar hinter dem Spitzenreiter Lewis Hamilton aus England folgen. Hamilton brillierte nach einem glanzvollen Lauf vor einer Woche in Australien auch in Malaysia mit sensationellen und kompromisslosen Überholmanövern, die ihn letztlich bis auf Position 6 nach vorne führten, nachdem er nur von Startplatz 20 aus ins Rennen gegangen war.
Schumacher muss sich steigern
Michael Schumacher hingegen scheint einiges von seiner Überlegenheit der Ferrari-Ära eingebüßt zu haben. Gegen seinen jungen deutschen Teamkollgen Nico Rosberg verliert der siebenmalige Weltmeister auch nach drei Saisonrennen noch deutlich Zeit und das auch im Nassen, seiner einstigen Paradedisziplin. Nach drei Jahren Formel-1-Abstinenz haben sich Technik und Reifen so stark verändert, so dass sich Schumacher in diesen Bereichen nicht mehr auf seine Erfahrung verlassen kann. Auch das Fahrerfeld ist in weiten Teilen besser besetzt, als dies zu Schumachers Glanzzeiten der Fall gewesen ist. Dies zeigt sich vorallem unter nassen Bedingungen, wo inzwischen eine Handvoll Piloten in regelmäßigen Abständen glänzen können.
Der aufsteigenden Tendenz im zweiten Saisonlauf in Bezug auf die Leistung, folgte bei Michael Schumacher eine deutliche Abwärtstendenz im darauffolgenden Malaysia-Rennen, wo der 41-jährige Manheimer unter allen Bedingungen deutlich hinter Rosberg zurück lag.
Allerdings sollten Michael Schumacher etwa fünf Rennen zur Eingewöhnung zugestanden werden, bevor man seine Leistungen beurteilt. Dass sein großes fahrerisches Potential weiterhin vorhanden ist, ist offensichtlich. Momentan scheint ihn allerdings sein Erfahrungsrückstand mit der aktuellen Formel-1-Generation noch zu behindern.
Nach zwei ähnlich dominanten Rennen in Bahrain und Australien, bei denen jeweils technische Defekte Vettels Siege vereitelten, war sein Fahrzeug im dritten Anlauf standfest genug, um einen unangefochtenen Doppelsieg einzufahren. Mit dem insgesamt sechsten Sieg seiner Karriere schloss der junge Heppenheimer damit zu den in der WM-Wertung führenden Ferrari-Piloten auf.
Die Überlegenheit von Vettel und seinem Red Bull, die scheinbar nur durch mangelnde Standfestigkeit vereitelt werden kann, macht den jungen Deutschen in der laufenden Saison zum WM-Anwärter Nr.1, zumal die beiden Ferrari und McLaren dem Tempo des Red Bull bisher nur schwer folgen können. Wenn das englische Team um Stardesigner Adrian Newey das Auto gewissenhaft weiterentwickelt und standfest bekommt, läuft alles darauf hinaus, dass sich Sebastian Vettel in dieser Saison zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte krönt und Lewis Hamilton in dieser Statistik ablöst.
Hamilton und Vettel neben Alonso top
Vom seinem fahrerischen Potential steht Sebastian Vettel bereits im jugendlichen Alter von 22 Jahren mit an der Spitze der aktuellen Formel-1-Piloten. In diesem Ranking stufe ich ihn bereits auf einem Niveau mit dem zweifachen Ex-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien ein, die unmittelbar hinter dem Spitzenreiter Lewis Hamilton aus England folgen. Hamilton brillierte nach einem glanzvollen Lauf vor einer Woche in Australien auch in Malaysia mit sensationellen und kompromisslosen Überholmanövern, die ihn letztlich bis auf Position 6 nach vorne führten, nachdem er nur von Startplatz 20 aus ins Rennen gegangen war.
Schumacher muss sich steigern
Michael Schumacher hingegen scheint einiges von seiner Überlegenheit der Ferrari-Ära eingebüßt zu haben. Gegen seinen jungen deutschen Teamkollgen Nico Rosberg verliert der siebenmalige Weltmeister auch nach drei Saisonrennen noch deutlich Zeit und das auch im Nassen, seiner einstigen Paradedisziplin. Nach drei Jahren Formel-1-Abstinenz haben sich Technik und Reifen so stark verändert, so dass sich Schumacher in diesen Bereichen nicht mehr auf seine Erfahrung verlassen kann. Auch das Fahrerfeld ist in weiten Teilen besser besetzt, als dies zu Schumachers Glanzzeiten der Fall gewesen ist. Dies zeigt sich vorallem unter nassen Bedingungen, wo inzwischen eine Handvoll Piloten in regelmäßigen Abständen glänzen können.
Der aufsteigenden Tendenz im zweiten Saisonlauf in Bezug auf die Leistung, folgte bei Michael Schumacher eine deutliche Abwärtstendenz im darauffolgenden Malaysia-Rennen, wo der 41-jährige Manheimer unter allen Bedingungen deutlich hinter Rosberg zurück lag.
Allerdings sollten Michael Schumacher etwa fünf Rennen zur Eingewöhnung zugestanden werden, bevor man seine Leistungen beurteilt. Dass sein großes fahrerisches Potential weiterhin vorhanden ist, ist offensichtlich. Momentan scheint ihn allerdings sein Erfahrungsrückstand mit der aktuellen Formel-1-Generation noch zu behindern.
Sonntag, 14. März 2010
Red Bull der Top-Favorit
Der Spanier Fernando Alonso gewann auf Ferrari den Saisonauftakt zur Formel-1-Weltmeisterschaft vor seinem Teamkollegen Felipe Massa. Dabei profitierte Alonso bei seinem ersten Lauf für den italienischen Traditionsrennstall vom technischen Pech des über zwei Drittel des Rennens führenden Sebastian Vettel, dessen Red Bull-Renault aufgrund eines gebrochenen Auspuffs an Leistung. Vettel konnte seinen waidwunden Wagen zwar über die Distanz retten, musste allerdings neben den beiden Ferrari auch den McLaren-Mercedes von Lewis Hamilton ziehen lassen, so dass ihm nur noch der vierte Platz blieb.
Vettel heißer Anwärter auf den WM-Titel
Nachdem Sebastian Vettel bereits im Qualifying überlegen Bestzeit gefahren war, konnte er auch die Saisoneröffnung zur 61sten Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft bis zu seinem technischen Problem dominieren. Lediglich die beiden Ferrari konnten dem Tempo des 22-jährigen Heppenheimers folgen, so dass der WM-Ausgang nur über diese beiden Rennställe führt.
Michael Schumacher konnte bei seinem Comeback nach über dreijähriger Formel-1-Abstinenz in seinem Mercedes GP das Rennen zwar fehlerlos auf Platz sechs beenden, blieb dabei jedoch über das gesamte Wochenende deutlich hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg zurück. Test- und Ersatzfahrer Nick Heidfeld hätte an diesem Wochenende definitiv mehr aus dem Auto herausgeholt als der hochgehandelte Rekordweltmeister aus Manheim. Es bleibt abzuwarten, ob Schumacher das Auto zukünftig auf seinen Fahrstil abgestimmt und das Team auf seine Seite bekommt. Aufgrund Schumachers Erfahrung und Ergeiz wird er spätestens ab dem vierten oder fünften Saisonlauf auf Augenhöhe mit Rosberg sein.
Der erste Saisonlauf lässt den Schluss zu, dass sich Mercedes GP mit McLaren-Mercedes in etwa auf einem Leistungs-Niveau befindet, diese beiden Teams jedoch deutlich hinter den führenden Rennställen hinterher hinken. Schumacher und Co werden zwar kontinuierlich auf Red Bull und Ferrari aufholen, allerdings ist der momentane Rückstand nur schwer aufzuholen, so dass sich das Fazit ziehen lässt, dass Sebastian Vettel und die beiden Ferrari-Piloten den WM-Titel unter sich aus machen werden.
Mercedes-Marketing Strategie in Gefahr?
Sollte diese Einschätzung nicht zutreffen wäre Mercedes auf Michael Schumacher zugeschnittene, groß angelegte Marketing-Offensive in großer Gefahr. Ein Fahrer, der deutlich hinter seinem Teamkollegen zurückliegt lässt sich schließlich deutlich schlechter verkaufen als der weitestgehend unbekannte Teamleader. Aus diesem Grunde hat auch Mercedes ein großes Interesse daran, dass Schumacher schnellst möglich mindestens auf einem Niveau mit Nico Rosberg unterwegs ist.
Reglement-Änderungen führen nicht zu mehr Action auf der Rennstrecke
Das Verbot der Tankstopps führte nicht, wie erhofft, zu mehr Action auf der Strecke, da die Autos schlicht und ergreifend in Bahrain nicht in der Lage waren einander zu überholen. Auch das neue Punkteschema bietet den Fahrer nur bedingt Anreiz ein Überholmanöver zu riskieren-von der zukünftigen Vergleichbarkeit der Piloten in den Statistiken ganz zu schweigen.
Die drei neuen Teams, die in Bahrain debütierten folgen dem momentanen Trend der gesamten Formel-1, die sich auf dem Weg zurück in die Zukunft befindet. Nach dem Ausstieg von den drei Herstellern Honda, BMW und Toyota und einem Teilrückzug von Renault schrumpft sich die Formel-1 momentan wieder auf ein gesundes Niveau zurück. Die aufgeblasene Formel, die bis vor zwei Jahren kurz vor der Implosion stand scheint überleben zu können-hierzu bedarf es auch der Teilnahme neuer Teams, die zwar auf einem deutlich geringen Professionalitäts-Level agieren als die Top-Teams, die der Formel-1 jedoch eine gewisse Würze geben. Hierbei sind nicht nur die deutlich spektakuläreren Onboardaufnahmen aus diesen Autos gemeint, die sich deutlich mehr bewegen, sondern auch das gesamte Erscheinungsbild der neuen Rennställe. Die Formel-1 wird sich zukünftig auf dem deutlich gesünderen und für den Fan wohl auch attraktiveren Level der 1990er Jahre einpendeln, wo neue Teams kamen und wieder gingen. Ähnliches wird sich auch auf dem Fahrermarkt ereignen, wo zukünftig wieder vermehrt Pay-Driver anzufinden sein werden.
Vettel heißer Anwärter auf den WM-Titel
Nachdem Sebastian Vettel bereits im Qualifying überlegen Bestzeit gefahren war, konnte er auch die Saisoneröffnung zur 61sten Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft bis zu seinem technischen Problem dominieren. Lediglich die beiden Ferrari konnten dem Tempo des 22-jährigen Heppenheimers folgen, so dass der WM-Ausgang nur über diese beiden Rennställe führt.
Michael Schumacher konnte bei seinem Comeback nach über dreijähriger Formel-1-Abstinenz in seinem Mercedes GP das Rennen zwar fehlerlos auf Platz sechs beenden, blieb dabei jedoch über das gesamte Wochenende deutlich hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg zurück. Test- und Ersatzfahrer Nick Heidfeld hätte an diesem Wochenende definitiv mehr aus dem Auto herausgeholt als der hochgehandelte Rekordweltmeister aus Manheim. Es bleibt abzuwarten, ob Schumacher das Auto zukünftig auf seinen Fahrstil abgestimmt und das Team auf seine Seite bekommt. Aufgrund Schumachers Erfahrung und Ergeiz wird er spätestens ab dem vierten oder fünften Saisonlauf auf Augenhöhe mit Rosberg sein.
Der erste Saisonlauf lässt den Schluss zu, dass sich Mercedes GP mit McLaren-Mercedes in etwa auf einem Leistungs-Niveau befindet, diese beiden Teams jedoch deutlich hinter den führenden Rennställen hinterher hinken. Schumacher und Co werden zwar kontinuierlich auf Red Bull und Ferrari aufholen, allerdings ist der momentane Rückstand nur schwer aufzuholen, so dass sich das Fazit ziehen lässt, dass Sebastian Vettel und die beiden Ferrari-Piloten den WM-Titel unter sich aus machen werden.
Mercedes-Marketing Strategie in Gefahr?
Sollte diese Einschätzung nicht zutreffen wäre Mercedes auf Michael Schumacher zugeschnittene, groß angelegte Marketing-Offensive in großer Gefahr. Ein Fahrer, der deutlich hinter seinem Teamkollegen zurückliegt lässt sich schließlich deutlich schlechter verkaufen als der weitestgehend unbekannte Teamleader. Aus diesem Grunde hat auch Mercedes ein großes Interesse daran, dass Schumacher schnellst möglich mindestens auf einem Niveau mit Nico Rosberg unterwegs ist.
Reglement-Änderungen führen nicht zu mehr Action auf der Rennstrecke
Das Verbot der Tankstopps führte nicht, wie erhofft, zu mehr Action auf der Strecke, da die Autos schlicht und ergreifend in Bahrain nicht in der Lage waren einander zu überholen. Auch das neue Punkteschema bietet den Fahrer nur bedingt Anreiz ein Überholmanöver zu riskieren-von der zukünftigen Vergleichbarkeit der Piloten in den Statistiken ganz zu schweigen.
Die drei neuen Teams, die in Bahrain debütierten folgen dem momentanen Trend der gesamten Formel-1, die sich auf dem Weg zurück in die Zukunft befindet. Nach dem Ausstieg von den drei Herstellern Honda, BMW und Toyota und einem Teilrückzug von Renault schrumpft sich die Formel-1 momentan wieder auf ein gesundes Niveau zurück. Die aufgeblasene Formel, die bis vor zwei Jahren kurz vor der Implosion stand scheint überleben zu können-hierzu bedarf es auch der Teilnahme neuer Teams, die zwar auf einem deutlich geringen Professionalitäts-Level agieren als die Top-Teams, die der Formel-1 jedoch eine gewisse Würze geben. Hierbei sind nicht nur die deutlich spektakuläreren Onboardaufnahmen aus diesen Autos gemeint, die sich deutlich mehr bewegen, sondern auch das gesamte Erscheinungsbild der neuen Rennställe. Die Formel-1 wird sich zukünftig auf dem deutlich gesünderen und für den Fan wohl auch attraktiveren Level der 1990er Jahre einpendeln, wo neue Teams kamen und wieder gingen. Ähnliches wird sich auch auf dem Fahrermarkt ereignen, wo zukünftig wieder vermehrt Pay-Driver anzufinden sein werden.
Freitag, 15. Januar 2010
Mercedes GP mit Marketing-Coup
Die Verpflichtung von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher für drei Jahre ist für den, nach der Übernahme des amtierenden Weltmeister-Teams Brawn GP, neuformierten Rennstall Mercedes GP nicht nur aus Marketing-Gesichtspunkten mit einem "Sechser" im Lotto gleichzusetzen.
Die Aufmerksamkeit, die der 41-jährige Deutsche seinem neuen Rennstall bringt, wird Mercedes GP viele neue Sponsoren bringen, die Millionenbeträge in die Kasse des deutsch-englischen Rennstalls spülen wird. Ein Aspekt, der in der durch die Finanzkrise und daraus resultierenden Herstelleraustritten gebeutelten Formel-1 von immenser Bedeutung für die Reputation eines Herstellers wie Mercedes ist. Schumachers Comeback nach dreijähriger Pause bedeutet zudem für die gesamte Formel-1, die in der abgelaufenen Saison besonders abseits der Strecke viel negative Presse verbreitete, einen äusserst wichtigen Aufmerksamkeitsschub, der sich bereits kurz nach der Verkündung der Vertragsunterschrift des Manheimers in den stark anziehenden Ticketverkäufen niederschlug.
Schumacher weiss worauf er sich einlässt
Michael Schumacher ist sich nach der gesundheitlich bedingten Absage seinen Comebacks im vergangenen Sommer bewusst auf was er sich bei Mercedes GP einlässt. Der Deutsche Superstar kennt die Daten des 2010-Fahrzeugs ebenso, wie die Ressourcen seines neuen Teams. Nur in dem Wissen, um die guten Erfolgsaussichten, die sich ihm unter den neuen Voraussetzungen bieten, war er bereit drei weitere Jahre Formel-1 zu fahren. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist seine enge Verbindung zu Teamchef Ross Brawn, der Schumacher den Weg zu all seinen sieben Weltmeisterschaften bereitet hat. Da Schumacher um Brawns in Formel-1-Kreisen ausserordentliche Fähigkeiten weiss, ist er von einer in Zukunft erneut erfolgsversprechenden Kombination Schumacher/Brawn überzeugt. Dass Mercedes mit im Boot sitzt ist für Schumacher hierbei zweitrangig.
Schumacher weiterhin top
Michael Schumacher wird auch in den kommenden drei Jahren um Siege und WM-Titel mitfahren. Während seiner dreijährigen Formel-1-Abstinenz ist er körperlich weiterhin im Training gewesen, während er sich zudem im Kart und beim prestigträchtigen Race of Champions auf der Rennstrecke mit großen Erfolgen gegen Top-Konkurrenten betätigte. Durch diese "Fingerübungen" sind seine körperlichen Sensoren stets geschult worden, so dass es keiner allzu langen Arbeit bedarf, um auf dem höchsten Level einzusteigen. Im Gegensatz zu vielen vorherigen Comebacks vorheriger Weltmeister bewegte sich Schumacher während seiner Formel-1-Pause weiter auf höchstem Niveau.
Aus diesem Grunde bin ich überzeugt, dass die Kombination Schumacher/Brawn auch in Zukunft für Furore sorgen wird-Schumacher wird nach einigen Rennen der Saison 2010 wieder um Siege mitfahren. Den Gewinn der Weltmeisterschaft traue ich dem Deutschen ebenfalls zu, wobei die Saison 2011 hierbei realistischer sein wird. Nach einem erneuten WM-Titel, dürfte Schumacher seine Karriere dann auch endgültig beenden!
Mercedes GP hatte "leichtes Spiel" mit Schumacher
Mercedes GP hat Schumachers geweckten Ehrgeiz, nach seiner Comeback Ankündugung im vergangen Sommer clever auszunutzen verstanden. Die Mercedes-Verantwortlichen wussten um Schumachers Verbindung zu Ross Brawn und die Tatsache, dass bei Ferrari kein Cockpit für den Deutschen zu haben war, da dort der zweimalige Weltmeister Alonso aus Spanien andockte. Unter diesen Voraussetzungen war es für Mercedes nicht allzu schwer den Deutschen zu einem Comeback zu überreden, so dass der deutsche Hersteller die Gallionsfigur Michael Schumacher Ferrari hat "wegschnappen" können. Für eingefleischte Formel-1-Fans hat der Wechsel des Deutschen zu Mercedes deshalb einen leicht faden Beigeschmack-Mercedes wird Schumacher auf Lebenszeit als Aushängeschild und Werbepartner an sich binden, obwohl er fünf Titel und damit die meisten seiner beachtlichen Erfolge mit einem anderen Hersteller, nämlich mit Ferrari, eingefahren hat.
Die Aufmerksamkeit, die der 41-jährige Deutsche seinem neuen Rennstall bringt, wird Mercedes GP viele neue Sponsoren bringen, die Millionenbeträge in die Kasse des deutsch-englischen Rennstalls spülen wird. Ein Aspekt, der in der durch die Finanzkrise und daraus resultierenden Herstelleraustritten gebeutelten Formel-1 von immenser Bedeutung für die Reputation eines Herstellers wie Mercedes ist. Schumachers Comeback nach dreijähriger Pause bedeutet zudem für die gesamte Formel-1, die in der abgelaufenen Saison besonders abseits der Strecke viel negative Presse verbreitete, einen äusserst wichtigen Aufmerksamkeitsschub, der sich bereits kurz nach der Verkündung der Vertragsunterschrift des Manheimers in den stark anziehenden Ticketverkäufen niederschlug.
Schumacher weiss worauf er sich einlässt
Michael Schumacher ist sich nach der gesundheitlich bedingten Absage seinen Comebacks im vergangenen Sommer bewusst auf was er sich bei Mercedes GP einlässt. Der Deutsche Superstar kennt die Daten des 2010-Fahrzeugs ebenso, wie die Ressourcen seines neuen Teams. Nur in dem Wissen, um die guten Erfolgsaussichten, die sich ihm unter den neuen Voraussetzungen bieten, war er bereit drei weitere Jahre Formel-1 zu fahren. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist seine enge Verbindung zu Teamchef Ross Brawn, der Schumacher den Weg zu all seinen sieben Weltmeisterschaften bereitet hat. Da Schumacher um Brawns in Formel-1-Kreisen ausserordentliche Fähigkeiten weiss, ist er von einer in Zukunft erneut erfolgsversprechenden Kombination Schumacher/Brawn überzeugt. Dass Mercedes mit im Boot sitzt ist für Schumacher hierbei zweitrangig.
Schumacher weiterhin top
Michael Schumacher wird auch in den kommenden drei Jahren um Siege und WM-Titel mitfahren. Während seiner dreijährigen Formel-1-Abstinenz ist er körperlich weiterhin im Training gewesen, während er sich zudem im Kart und beim prestigträchtigen Race of Champions auf der Rennstrecke mit großen Erfolgen gegen Top-Konkurrenten betätigte. Durch diese "Fingerübungen" sind seine körperlichen Sensoren stets geschult worden, so dass es keiner allzu langen Arbeit bedarf, um auf dem höchsten Level einzusteigen. Im Gegensatz zu vielen vorherigen Comebacks vorheriger Weltmeister bewegte sich Schumacher während seiner Formel-1-Pause weiter auf höchstem Niveau.
Aus diesem Grunde bin ich überzeugt, dass die Kombination Schumacher/Brawn auch in Zukunft für Furore sorgen wird-Schumacher wird nach einigen Rennen der Saison 2010 wieder um Siege mitfahren. Den Gewinn der Weltmeisterschaft traue ich dem Deutschen ebenfalls zu, wobei die Saison 2011 hierbei realistischer sein wird. Nach einem erneuten WM-Titel, dürfte Schumacher seine Karriere dann auch endgültig beenden!
Mercedes GP hatte "leichtes Spiel" mit Schumacher
Mercedes GP hat Schumachers geweckten Ehrgeiz, nach seiner Comeback Ankündugung im vergangen Sommer clever auszunutzen verstanden. Die Mercedes-Verantwortlichen wussten um Schumachers Verbindung zu Ross Brawn und die Tatsache, dass bei Ferrari kein Cockpit für den Deutschen zu haben war, da dort der zweimalige Weltmeister Alonso aus Spanien andockte. Unter diesen Voraussetzungen war es für Mercedes nicht allzu schwer den Deutschen zu einem Comeback zu überreden, so dass der deutsche Hersteller die Gallionsfigur Michael Schumacher Ferrari hat "wegschnappen" können. Für eingefleischte Formel-1-Fans hat der Wechsel des Deutschen zu Mercedes deshalb einen leicht faden Beigeschmack-Mercedes wird Schumacher auf Lebenszeit als Aushängeschild und Werbepartner an sich binden, obwohl er fünf Titel und damit die meisten seiner beachtlichen Erfolge mit einem anderen Hersteller, nämlich mit Ferrari, eingefahren hat.
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