Der zweifache spanische Formel 1-Ex-Weltmeister Fernando Alonso feierte im italienischen Monza seinen dritten Saisonsieg und versetzte die Ferrari-Anhänger in Jubelstürme. Der Ferrari-Pilot verwies bei seinem insgesamt 24. Grand Prix Sieg, mit dem er in der ewigen Statistik mit dem fünffachen Weltmeister Juan-Manuel Fangio gleichzog, den amtierenden Weltmeister Jenson Button und seinen Teamkollegen Felipe Massa auf die weiteren Podiumsplätze.
Hamilton Ausfall in der ersten Runde erleichtert Alonso das Leben
Fernando Alonso profitierte bei seinem ersten Ferrari-Sieg in Monza vom Ausfall des bis dato in der Gesamtwertung führenden Lewis Hamilton, der seinen McLaren-Mercedes bereits in der zweiten Schikane der ersten Runde, nach einer leichten Kollision mit dem auf Platz drei fahrenden Felipe Massa, abstellen musste. Da der 25-jährige Brite mit einem Low-Downforce-Paket ins Rennen ging und dadurch einen um etwa fünf Stundenkilometer höheren Topspeed als seine Konkurrenten erzielen konnte, wäre Hamilton ein ernsthafter Anwärter auf den Sieg in Monza gewesen. Sein Ausfall vereitelte nicht nur spannende Positionskämpfe, sondern führte Sieger Alonso, den drittplatzierten Jenson Button und den in Monza auf Platz vier eingelaufenen Sebastian Vettel in der WM-Gesamtwertung näher an die Spitze heran, die der in Monza sechstplatzierte Mark Webber von Hamilton übernahm.
Bei seinem Manöver gegen Massa zeigte sich Hamilton unschlüssig. Als er seinen bereits gestarteten, allerdings aussichtslosen Überholvorgang gegen den Brasilianer wieder abbrechen wollte, war es bereits zu spät und das rechte Vorderrad des McLaren-Mercedes berührte das linke Hinterrad des vor ihm liegenden Ferrari. Die leichte Berührung führte bei dem nach links eingeschlagenen Vorderrad am McLaren des Weltmeisters von 2008 zum Bruch der Spurstange und zum Ausfall im 13. Saisonlauf der diesjährigen Formel 1-Weltmeisterschaft. Hamilton offenbarte in dieser Situation seine auf weiterhin mangelnder Erfahrung beruhende Ungestümtheit, die ihm bereits in der Vergangenheit einige gute Positionen und sogar einen zusätzlichen Weltmeistertitel in der Formel 1 gekostet hat.
Strategiefehler von McLaren bringt Alonso Sieg
Bei seinem Sieg im italienischen Grand Prix profitierte der zweifache Weltmeister Alonso zudem von einem Fehler der Taktikstrategen im McLaren-Team. Button, der unmittelbar nach dem Start die Führung von Pole-Setter Alonso übernahm und bis zum ersten Boxenstopp behielt, wurde vor Alonso zum Stopp an die Boxen beordert und verlor aus diesem Grunde den greifbar nahen Sieg in Italien. Hätten die Strategen die Taktik auf Alonso ausgerichtet und Button zeitgleich oder erst nach dem Spanier zum fälligen Reifenwechsel an die Boxen gerufen, würde der Sieger wohl Button und nicht Alonso heißen. In der einen Runde zwischen Buttons und Alonsos Stopp konnte der Spanier die nötige Zeit heraus fahren, um die Spitzenposition zu übernehmen.
Eine ähnliche Strategie verfolgte in diesem Zusammenhang das Red Bull-Team, das Sebastian Vettel mit einer cleveren Strategie von Position acht auf vier nach vorne brachte. Nach einem Leistungsabfall des Renault-Motors im Red Bull von Vettel, nach etwa einem Drittel des Rennens, bei dem Vettel eine Position an seinen Teamkollegen Mark Webber einbüßte, blieb der 23-jährige Deutsche mit Blick auf die Differenz seiner eigenen und der Rundenzeiten seiner direkten Konkurrenten so lange auf der Bahn, bis er den nötigen Vorsprung zum Absovieren seines fälligen Boxenstopps eine Runde vor dem Rennende herausgefahren hatte.
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