Fragwürdige Entscheidungen der Rennkommissare prägten das Bild des gestrigen Formel-1-Grand Prix von Japan.
Eine, der insgesamt drei durch die Rennkommissare verhängten Strafen, war mehr als fragwürdig und lässt den Schluss zu, dass die Kommissare mit dem Ergebnis der zuvor verhängten Strafen nicht zufrieden waren.
Die erste Durchfahrtsstarfe traf einmal mehr den in der WM führenden McLaren-Mercedes Piloten Lewis Hamilton, der beim Start zum Japan Grand Prix mit der Brechstange versuchte seine verlorene Position wieder zurück zu gewinnen. Da es sich hierbei um den Start zu einem Formel-1-Lauf handelt, bei dem es gelegentlich zu heftigen Unfällen kommt, die keine Strafen nach sich ziehen, erscheint eine Bestrafung gegen Hamilton mehr als fraglich. Vielmehr hätte man Hamiltons Teamkollegen Heikki Kovalainen für eine Bestrafung heranzuiehen können, da dieser scheinbar absichtlich den beiden Ferrari-Piloten das Einlenken in die erste Kurve erschwerte.
Die zweite Durchfahrtsstrafe erging gegen den Zweiten der Gesamtwertung, Felipe Massa, der in Runde zwei Lewis Hamilton in einen Dreher zwang. Diese Starfe ist zwar berechtigter als die gegen Hamilton, lässt jedoch auch den Schluss zu, dass man dadurch eine Bevorteilung Ferraris durch die Sport- und Rennkommissare zurückzuweisen versuchte.
Die dritte Starfe hingegen wurde Toro Rosso-Fahrer Bourdais auferlegt, der aus der Box kommend, Felipe Massa in der engen ersten Kurve berührte. Beide Fahrzeuge drehten sich daraufhin, konnten jedoch ohne Schäden weiterfahren. Nach Abschluss des Rennens wurde Bourdais hierfür um seinen tollen sechsten Platz gebrach und um 25 Sekunden im Endklassement zurückgestuft. Hiervon profitierte widerum Felipe Massa, der dadurch einen Platz nach vorne rutschte und zwei Zähler in der WM-Wertung auf Hamilton gutmachen konnte.
Diese Strafe ist absolut ungerechtfertigt, da es sich um einen vollkommen normalen Rennzwischenfall handelte, der in beinahe jedem Rennen vorkommt. Beide Piloten müssen dem Anderen Raum zum Überleben lassen-da Bourdais in der Kurve bereits ganz innen am Grünstreifen war, ist eher gegen Ferrari-Pilote Massa eine Strafe auszusprechen, da dieser Bourdais den nötigen Raum nicht liess un seinen Dreher somit selbst verschuldete.
Die nachträgliche Strafe lässt viel Raum für Spekulationen. Die Rennkommissare helfen mit der Strafe gegen Bourdais, Felipe Massa und Ferrari auf dem Weg zum Weltmeistertitel gegen den ungeliebten Ron Dennis und seinen Rennstall McLaren. Da Massa, wider Erwarten, nicht in der Lage war mehr Punkte auf Hamilton im Gesamtklassement aufzuholen, wurde ihm auf diese Weise ein weiterer Punkt durch die Kommissarsentscheidung geschenkt.
Alonso siegt erneut
Das Rennen gewann übrigens Fernando Alonso, der den zweiten Sieg in Folge landen konnte und den Aufwärtstrend seines Renault-Teams unterstrich. Alonso profiterte lediglich von der recht unübersichtlichen Startprozedur, die ihn an der Topfavoriten auf den Sieg vorbeibrachte. Alonso war vom Speed seines Renault im weiteren Verlauf jedoch in der Lage die Pace zu setzen und Robert Kubica auf BMW und Weltmeister Kimi Räikkönen hinter sich zu halten.
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