Hockenheim 2005

Sonntag, 31. Juli 2011

Button Sieg bei schwierigen Bedingungen in Ungarn

Jenson Button hat in Ungarn in seinem 200sten Formel 1-Grand Prix den 11. Sieg seiner Karriere eingefahren. Der Weltmeister von 2009 fuhr auf teilweise nasser Strecke ein weitestgehend fehlerloses Rennen und konnte bei teils schwierigen Bedingungen einen für ihn inzwischen fast schon typischen Sieg herausfahren. Auf der Strecke, auf der er bei ähnlichen Bedingungen vor fünf Jahren seinen ersten Sieg feiern konnte, fuhr der 31-jährige Brite ein überlegtes und souveränes Rennen.

Der schnellste Pilot auf der Piste war Button zwar nicht, aber am Ende kommt es darauf an, wer als erster durchs Ziel fährt-und das war Jenson Button. Buttons Teamkollege bei McLaren-Mercedes, Lewis Hamilton, der lange wie der sichere Sieger ausgesehen hat, unterlief bei erneut einsetzendem Nieselregen ein Dreher, so dass Button an ihm vorbei ziehen konnte. Der Donut, der Hamiltons McLaren anschließend, unter Gefährdung seiner Kollegen, wieder in die richtige Spur brachte, zog einmal mehr in dieser Saison eine Durchfahrtsstrafe für den Weltmeister des Jahres 2008 nach sich. Trotz dieser beiden Missgeschicke hätte es für Hamilton womöglich doch noch zum Sieg gereicht, wenn ihm und seinem Team nicht der folgenschwere Fehler des Reifenwechsels auf Intermediates unterlaufen wäre. Bei McLaren ging man von länger anhaltendem Regen aus und beorderte seine beiden Piloten unnötigerweise an die Box. Button blieb stur und gewann, in dem er auf Trockenreifen weiterfuhr. Da der Nieselregen nur von kurzer Dauer war, landete Hamilton nach dem erneuten Wechsel auf Slicks letztlich nur auf Position vier.

Jenson Button ist seit seinem ersten Sieg vor fünf Jahren der Mann für die schwierigen Rennen in der Formel 1. Seit dem Ungarn Grand Prix 2006 hat Button beinahe alle Rennen bei wechselnden Wetterverhältnissen gewonnen. Der Engländer ist zwar nicht der schnellste Pilot im Fahrerfeld, macht aber weniger Fehler als die meisten anderen Fahrer und profitiert von seinem reifenschonenden Fahrstil. Zum Ende eines Turns hin, besonders bei nassen Verhältnissen, kann Button so Zeit auf seine Konkurrenten gutmachen. Bei trockenen Bedingungen fehlen ihm etwa drei Zehntel pro Runde im Training auf seinen Teamkollegen, so dass Button an Qualifying-Geschwindigkeit zulegen muss.

Das Red Bull-Team um Weltmeister Sebastian Vettel, der in Ungarn von der Pole Position ins Rennen gestartet, Zweiter wurde, stellt weiterhin das schnellste Auto im Feld, gerät jedoch langsam unter Druck durch die Konkurrenten von Ferrari und McLaren-Mercedes. McLaren-Mercedes hat zwar die vergangenen beiden Grand Prix gewonnen, profitierte dabei allerdings von den kühlen Aussentemperaturen, bei denen die beiden britischen Piloten die Reifen schneller in das nötige Arbeitsfenster bekommen, als die direkte Konkurrenz. Als stärksten Gegner für Vettel, der mit 85 Punkten Vorsprung in der WM-Gesamtwertung in die Sommerpause geht, stufe ich Ferrari-Pilot Fernando Alonso ein, der dank großer Weiterentwicklungsstufen an seinem Ferrari den Rückstand auf Red Bull im Rennen stetig verkürzen konnte. Aller Voraussicht nach wird es ihm zwar nicht mehr gelingen den konstant punktenden Vettel vom Gewinn der zweiten Weltmeisterschaft abzuhalten, einige Laufsiege aus eigener Kraft sollten für Alonso und Ferrari in den letzten 8 Saisonrennen aber durchaus möglich sein.

Keine Kommentare: