Das McLaren Mercedes Team hat beim heutigen Monaco Grand Prix einen blitzsauberen Doppelsieg errungen. Der Grand Prix, der durch die Dominanz des britisch-schwäbischen Teams geprägt worden ist, wurde hinter den beiden McLaren´einmal mehr durch die Strategie entschieden.
Fernando Alonso fuhr ein fehlerfreies Rennen und konnte dem Rennen vom Start weg seinen Stempel aufdrücken. Lediglich sein Teamkollege Lewis Hamilton war im Stande, dem zweimaligen Weltmeister zu folgen, und ihm gefährlich zu werden. Allerdings hatte der 25 jährige Spanier, von der ersten bis zur letzten Kurve, das Rennen in der Hand und konnte somit den Speed bestimmen. Komfortabel in Führung liegend, schalteten die beiden McLaren Fahrer nach dem zweiten Boxenstopp folglich einen Gang zurück und fuhren das Rennen sicher nach Hause.
Der diesjährige Monaco Grand Prix wurde einmal mehr von der Strategie bestimmt und war, bis auf die Ausrutscher von Vitantonio Liuzzi und Adrian Sutil in die Leitplanke am Casino, weitestgehend ereignisarm.
Verlierer des Rennens war eindeutig Nico Rosberg, der von Platz fünf gestartet, gute Aussichten auf Punkte hatte, jedoch durch eine schlechte Boxen-Strategie seines Williams-Teams und Verkehr, der ihn deutlich aufhielt, letztlich nur auf Platz zwölf ins Ziel kam. Ähnlich schlecht erging es einmal mehr den beiden Honda, die erneut mehrere Plätze durch schlecht getimte Boxenstopps einbüssten, und nur auf den Plätzen 10 und 11 das Rennen beenden konnten. Auch Nick Heidfeld büsste eine bessere Platzierung ein, als er im Verkehr hängen blieb und hinter seinen Teamkollegen Robert Kubica auf Position sechs zurückfiel.
McLaren Dominanz wohl durch Fahrer bedingt:
Das Team um Ron Dennis war das gesamte Wochenende über die stärkste Kraft und hätte sich wohl nur selbst schlagen können, da die anderen Teams, allen voran Ferrari, diesmal eindeutig zu langsam waren; so büsste Felipe Massa beinahe eine Sekunde pro runde auf das McLaren Duo ein und entging nur knapp einer Überrundung.
Aufgrund der Streckencharakteristik in Monaco, wo es weniger auf aerodynamische Effizienz, sondern vielmehr auf den mechanischen Abtrieb der Autos ankommt, lässt das Ergebnis darauf schliessen, dass die McLaren auf diesem Sektor besser aufgestellt waren, als die schärfsten Konkurrenten aus dem Ferrari Rennstall. Eine gute Traktion beim Beschleunigen und Bremsen ist in Monaco von noch grösserer Bedeutung als auf den meisten anderen Strecken der Formel 1. Dies unterstreichen auch die Topspeed-Werte, bei denen die McLaren deutlich vor den Ferrai lagen. Dieser mechanische Grip kann über die Fahrwerksgeometrie, die Dämpfer, aber auch über die Reifen beeinflusst werden, wo die Ferrari auf grund ihres reifenschonenden Paketes bereits in der Vergangenheit Probleme hatten, die Einheitsreifen von Bridgestone auf die richtige Temperatur zu bringen.
Der geringere Radstand der McLaren ist auf der engen und winkligen Strecke ebenfalls von Vorteil. Schon im Jahr 1998, als McLaren ebenfalls einen kürzeren Radstand als die direkte Konkurrenz fuhr, war man in der Lage das Rennen in Monaco zu dominieren.
Auch auf der Fahrerseite ist das britische Team der Konkurrenz von Ferrari, wenn auch nur in Monaco, voraus. Vor allem Felipe Massa hat in Monaco noch nie wirklich gut ausgesehen, während Kimi Räikkönen dort zumindest einmal hat gewinnen können. Man muss diese Strecke lieben, um dort gut abzuschneiden, wenn bereits im Kopf eine Blockade existiert, wirkt sich das letztlich auch negativ auf das Rennen aus, siehe Ralf Schumacher, der dem Rennen in Monaco immer schon kritisch und ablehnend gegenüber eingestellt war und beim diesjährigen Rennen lediglich blasser 16. hat werden können.
Der Grand Prix in Monaco ist zwar für den weiteren Saisonverlauf nicht gerade aussagekräftig, allerdings sind die Aufwärtstrends beim Weltmeister-Team von Renault, bei Red Bull und auch bei Williams offensichtlich geworden. Sowohl Renault, als auch Red Bull werden diesen Trend fortsetzen können, und sich im weiteren Saisonverlauf weiter steigern und der drittstärksten Kraft im Feld, BMW, das Leben schwer machen.
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