Hockenheim 2005

Montag, 25. August 2008

Massa dominiert in Valencia

Der brasilianische Ferrari-Pilot Felipe Massa konnte erneut überzeugen und den erstmals ausgetragen Europa Grand Prix auf dem Valencia Street Circuit gewinnen. Hierbei verwies Massa, den weiter in der WM führenden McLaren-Mercedes Piloten, Lewis Hamilton auf den zweiten Platz und BMW-Sauber Fahrer Robert Kubica auf Rang drei.


Felipe Massa dominierte das, entgegen aller Erwartungen, ereignisarme Rennen vom Start weg und konnte sich somit für seinen verloren gegangenen sicheren Sieg beim vorletzten Saisonlauf in Ungarn rehabilitieren, wo ihm ein Motorschaden drei Runden vor Schluss den Sieg kostete. Massa konnte hierbei in Valencia an seine blitzsaubere Fahrt von Ungarn anknüpfen und einen ungefährdeten Sieg herausfahren.

Der Valencia Grand Prix brachte erneut ein teilweise starkes teaminternes Leistungsgefälle zutage, demzufolge Weltmeister Kimi Räikkönen ebenso wenig Felipe Massa folgen konnte, wie Nick Heidfeld seinem Teamkollegen Robert Kubica bei BMW-Sauber. Lewis Hamiltons Teamkollege bei McLaren-Mercedes Heikki Kovalainen fällt ebenfalls, nach einem starken Saisonbeginn, gegenüber dem jungen Briten ab und kann, trotz schwererer Betankung zu Beginn des Rennens auch diesmnal nicht von den Differenzrunden profitieren.

Allen drei Fahrern ist ein zu konservativer Umgang mit den Bridgestone Einheitsreifen gemein, die Räikkönen, Heidfeld und Kovalainen, vorallem im Qualifying nicht auf den Punkt genau auf Temperatur bringen können. Dies resultiert in schlechteren Startplätzen, die sie durch die kritische Aerodynamik bei der Verfolgung der Vorderleute nicht durch Überholmanöver verbessern können.

Massa machte einmal mehr deutlich, dass er im Fahrerfeld zu den absoluten Spitzenpiloten zählt und sich vor niemandem zu verstecken braucht. Der Brasilianer profitiert hierbei von der Saison 2006, wo er als Teamkollege von Rekordweltmeister Michael Schumacher, extrem viel hat lernen und sich abschauen können, was ihn fahrerisch deutlich nach vorne gebracht hat. Sein, im Vergleich zu Teamkollege Räikkönen deutlich aggressiverer Fahrstil, der die Reifen, am ansonsten reifenschonenden Ferrari, schneller auf Temperatur bringt, macht Massa zum Titelanwärter Nummer eins. Sein einziges Manko im WM-Kampf gegen Lewis Hamilton ist derzeit die fehlende Standfestigkeit seines Ferrari, die in Valencia Kimi Räikkönen eine Platzierung in den Punkterennen kostete.

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