Hockenheim 2005

Mittwoch, 9. Juli 2008

Bilanz zur Saisonhalbzeit

Nach dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone vom vergangenen Wochenende ist in der Formel-1-Weltmeisterschaft Saisonhalbzeit.

In Silverstone konnte Lewis Hamilton einmal mehr seine Extraklasse bei schlechten Wetterverhältnissen unter Beweis stellen und einen ungefährdeten Sieg vor seinem Heimpublikum herausfahren. Zweiter wurde ein einmal mehr fehlerfrei fahrender Nick Heidfeld auf BMW-Sauber, der mit herausragenden Überholmanövern auffiel. Den dritten Platz konnte Rubens Barrichello herausfahren, der dieses Ergebnis, weinger seinem kaum konkurrenzfähigen Honda, als vielmehr seiner fahrerischen Brillianz und einer guten taktischen Überlegung seiner Teamleitung zu verdanken hat. Das Honda-Team fuhr bei stärker werdendem Regen als einziger Rennstall mit Regenreifen, während die Konkurrenz auf den Intermediates, die für Mischverhältnisse gedacht sind, blieb, so dass Barrichello Gegner um Gegner überholen und zwischenzeitlich bis auf Rang 2 nach vorne fahren konnte.

Auffallend schlecht sortiert waren einmal mehr die beiden Ferrari von Weltmeister Kimi Räikkönen und Felipe Massa, die hauptsächlich durch Dreher und falsche Taktik auffielen. Räikkönen konnte mit einem vierten Rang halbwegs Schadensbegrenzung betreiben, während der WM-Spitzenreiter Massa abgeschlagen Letzter wurde.


Unkonstante Topteams

Am bisherigen Saisonverlauf fällt bisher auf, dass es kaum eine Konstante gibt. So geht es im Titelkampf zwischen Lewis Hamilton und den beiden Ferrari hin und her. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren gewinnen die Ferrari diese Saison auf McLaren-Mercedes Terrain, während Hamilton das ein oder andere Mal Ferrari-typische Strecken als Sieger verlassen konnte. Auffallend war bisher auch die aussergewöhnlich hohe und unerklärliche Fehlerquote bei den beiden Topteams, weshalb BMW-Sauber sowohl in der Fahrer, als auch in der Teamwertung bisher Anschluss halten kann.


Trulli bisher überragend

Ausserordentlich gut tritt in den bisherigen neun Saisonläufen den 34-jährige Toyota-Pilot Jarno Trulli auf, der einmal mehr demonstriert, dass er zu den absoluten Spitzenfahrern zählt. Trulli ist weiterhin kaum zu überholen und fährt seinen Toyota zudem zuverlässig in die Punkteränge. Neben Trulli fällt mir bisher, wie immer, positiv der Grand Prix-Rekordstarter Rubens Barrichello auf, der meistens vor seinem Teamkollegen Button liegt, der von Pseudoexperten noch immer als kommender Weltmeister angesehen wird. Barrichello fährt konstant und bringt bei chaotisch verlaufenden Rennen regelmäßig Punkte heim, die kaum ein anderer Pilot im Feld herausfahren würde.

Trotz ihres hohen Formel-1-Fahreralters sind Trulli und Barrichello (36Jahre)noch immer eine Bank, während David Coulthard mit 37 Jahren schon seit langem ausgemustert gehört. Coulthard ist sich dessen inzwischen auch selbst bewusst und ist seiner kurz bevorstehenden Ausmusterung durch eine rechtzeitige Rücktrittsankündigung zum Saisonende hin zuvorgekommen.

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