Hockenheim 2005

Freitag, 13. Juni 2008

BMW feiert Premierensieg

Das BMW-Sauber Formel-1-Team konnte im kanadischen Montreal seinen ersten Sieg feiern

Dabei glückte nicht nur BMW der Premierensig, sondern auch dem polnischen Piloten Robert Kubica, der beim 29sten Start in der Formel1 triumphieren konnte. Zweiter wurde Kubicas deutscher Teamkollege Nick Heidfeld, der BMW damit einen Doppelsieg bescherte.

Möglich wurde der Sieg durch eine Unachtsamkeit des bisherigen WM-Spitzenreiters, Lewis Hamilton, der bis dato unangefochten in Führung lag. Hamilton übersah bei seinem ersten Boxenstopp, während einer Safety Car-Phase, die beiden an der roten Ampel am Ende der Boxengasse stehenden Fahrzeuge von Weltmeister Kimi Räikkönen und Robert Kubica und fuhr dem Ferrari des Finnen beinahe ungebremst ins Heck. Hamilton seinerseits wurde vom Wiesbadener Nico Rosberg auf Williams-Toyota ebenfalls gerammt, der jedoch, im Gegensatz zu Räikkönen und Hamilton, das Rennen nach einem Nasenwechsel fortsetzen konnte.

Strafen für Hamilton und Rosberg

Beide Piloten bekamen nach Rennende von den Renn-Kommissaren eine Rückversetzung um 10 Startplätze für den nächsten Grand Prix im französischen Magny Cours als Konsequenz für die Auffahrunfälle aufgebrummt, was zumindest im Falle Hamiltons vollkommen in Ordnung geht. Schließlich hat Hamilton sowohl die rote Ampel übersehen, als auch die beiden parkenden Autos. Vermutlich hat Hamilton über sein Lenkrad elektronische Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen und war deshalb unachtsam. Ein solcher Fehler darf einem Fahrer vom Schlage eines Lewis Hamilton jedoch definitiv nicht passieren.

Bei Nico Rosberg sieht der Fall allerdings anders aus. Rosberg hatte Hamilton direkt vor sich und muss sich somit am vor ihm fahrenden McLaren-Mercedes orientieren. Da die beiden stehenden Fahrzeuge von Räikkönen und Kubica durch Hamilton verdeckt sind, kann Rosberg diese nicht sehen und ihm bleibt somit nichts anderes übrig, als auf den McLaren von Hamilton ebenfalls aufzufahren.

BMW-Sauber konnte aus dem Unfall zwischen Hamilton und Räikkönen Profit schlagen und das Rennen unangefochten nach Hause fahren. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass BMW zwar weiterhin auf die beiden Top-Teams von Ferrari und McLaren-Mercedes aufholt, jedoch noch nicht im Stande ist aus eigener Kraft zu siegen. Dazu sind weiterhin besondere Umstände vonnöten.

Piquet zu schlecht

Auffällig ist, wie von mir bereits vor Saisonbeginn vorausgesagt, dass Nelson Piquet das Tempo von Fernando Alonso bei Renault nicht mitgehen kann und ihm einfach der Speed für die Formel 1 fehlt. Piquet war in keiner Kategorie ein ernstzunehmender Fahrer, was sich nun, einmal mehr, in der Königsklasse des Motorsports bewahrheitet.

Allerdings gibt es zur Zeit kaum Alternativen zu Piquet. Anthony Davidson ist ebenfalls nicht als das Top-Fahrer zu bezeichnen, während Takuma Sato eher in Frage käme. Da Sato allerdings ein Honda-Mann ist, ist die Variante Sato/Renault auszuschließen. Die einzige ernsthafte Möglichkeit für Renault stellt derzeit Ralf Schumacher dar, der auf dem Markt wäre, so er denn aus seinem DTM-Vertrag heraus käme. Schumacher hat das fahrerische und technische Potential, um Renault weiter zu helfen. Ralf Schumacher wäre zwar auch nicht in der Lage vor Alonso herum zu fahren, allerdings ist er definitiv besser als der Weltmeistersohn aus Brasilien, Nelson Piquet jun.

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