Dank eines Fahrfehlers in der sechsten Runde des Monaco-Grand Prix konnte Lewis Hamilton seinen ersten Sieg im Fürstentum an der Cote d' Azur feiern.
Der 23-jährige Brite geriet Ausgangs der Tabakkurve mit seinem rechten Hinterrad an die Leitplanke und beschädigte sich dabei den Reifen. Da sein McLaren-Mercedes, bei dem folgenden Boxenstopp, neben dem fälligen Reifenwechsel vollgetankt wurde, verschaffte man sich dadurch den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkrurrenz in Form von Felipe Massa auf Ferrari und Robert Kubica auf BMW-Sauber. Sowohl der BMW-Sauber-Pilot, als auch Felipe Massa mussten deutlich vor Hamilton zum Tankstopp die Boxen aufsuchen, was Hamilton zum Sieg nutzen konnte.
Chaos blieb erwartungsgemäss aus
Das von vielen "Experten" im Vorfeld befürchtete Chaos, im Regen in Monaco ohne Traktionskontrolle und Motorbremse zu fahren, blieb aus. Schliesslich wurde in Monaco der bereits sechste Saisonlauf gefahren, so dass die besten Piloten der Welt, neben ausgiebigen Testfahrten, ausreichende Möglichkeiten hatten, die, seit Saisonbeginn neuen Vorraussetzungen, kennenzulernen. Die Fehler, die während des vergangenen Formel-1-Wochenendes stattfanden sind genauso zahlreich wie in der Vergangenheit und vollkommen typisch für Monaco.
Deutsche im Aufwind
Sämtliche deutsche Piloten befinden sich derzeit eindeutig im Aufwind. Der Force India-Pilot Adrian Sutil aus Gräfelfing fuhr bis zu seinem unverschuldeten Ausscheiden kurz vor Ende des Grand Prix, auf Position vier liegend, einen genauso eindrucksvollen, fehlerfreien Lauf wie der junge Heppenheimer Sebastian Vettel, der letztlich Fünfter werden konnte.
Sutil konnte zudem erstmals in dieser Saison das Trainingsduell gegen seinen bis dato deutlich überlegenen Teamkollegen Giancarlo Fisichella für sich entscheiden.
Der Erfolg im Rennen wird für beide einen psychologischen Aufwind bedeuten, von dem sie in den nächsten Rennen profitieren werden können.
Timo Glock aus Wersau kommt seinem Teamkollegen Jarno Trulli ebenfalls immer näher und wird mehr und mehr zu einer ernst zu nehmenden Bedrohung für den Italiener. Trulli wird zwar weiterhin die Oberhand behalten können, ist aber stärker gefordert, als zuletzt.
Im Rennen allerdings beging Glock drei Flüchtigkeitsfehler, die Beschädigungen am Auto, jedoch keinen Ausfall, zur Folge hatten, so dass er, mit weidwundem Auto, das Rennen vor seinem Teamkollegen beenden konnte.
Der gebürtige Wiesbadener Nico Rosberg konnte seine brilliante Trainingsleistung, mit Startplatz sechs, leider nicht umsetzen, da er oftmals zu ungestüm ans Werke ging. Er schied, nach seinem ebenfalls dritten Fehler, nach einem heftigen Unfall aus. Rosberg wird seine Lehren daraus ziehen und in Zukunft geduldiger sein und abwarten.
Nick Heidfeld wird derzeit zwar kritisiert, teilweise auch zu Recht, dennoch sollte man bei BMW-Sauber Geduld mit ihrem Piloten haben!
Heidfelds Problem liegt im Reifenaufwärmprozess, weshalb er im Training nicht richtig in Fahrt kommt und deutlich hinter seinem schnellen polnischen Teamkollegen Kubica ins Rennen geht. Kubica besitzt zwar das größere Potential als Heidfeld kann es aber nicht immer umsetzen, weshalb Heidfeld häufig vor Kubica lag.
Heidfeld besitzt definitv das Zeug, um diese Pechsträhne zu beenden und wieder zu Kubica aufzuschliessen. Letztes Jahr war Heidfeld der deutlich bessere, weil erfolgreichere, Fahrer bei BMW-Sauber. Heidfeld hat über Nacht nicht das Fahren verlernt, so dass er sich aus dieser Situation wird befreien können.
Nach seinem schlechten 13. Startplatz konnte sich der Mönchengladbacher zügig bis auf Platz 5 nach vorne fahren, bis ihn die Folgen eines unverschuldeten Unfalls mit Ex-Welmeister Fernando Alonso aussichtslos zurückwarfen. Das Rennen Heidfelds war bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls fehlerfrei-ihm fehlt lediglich zur Zeit das nötige Glück!!!
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