Hockenheim 2005

Montag, 27. Mai 2013

Rosberg siegt mit Knalleffekt

Nico Rosberg hat in seiner Heimat den zweiten Grand Prix-Sieg seiner Karriere gefeiert. Rosberg siegte ungefährdet vor dem Red Bull-Duo, Sebastian Vettel und Mark Webber.

Monaco ist für seine Prozessionen auf der Strecke bekannt. Doch wenn man glaubt, dass nichts mehr geht, kommt irgendwo der Knalleffekt daher. Bereits in der Vergangenheit war dieses Szenario die Regel. Im Jahr 2013 war es nicht anders. In der Vergangenheit trug Nico Rosberg den ein oder anderen Unfall dazu bei. Gestern hielt sich der Weltmeistersohn schadlos. Nach dem Grand Prix von China im vergangenen Jahr konnte Rosberg nun auch den lange herbeigesehnten Erfolg vor der eigenen Haustüre feiern.

Nach den zuletzt beeindruckenden Qualifying-Leistungen der Mercedes-Truppe mit drei Pole Positionen in Folge, lagen die Silberpfeile aus dem englischen Brackley auch in Monaco in der Startaufstellung ganz vorne. Rosberg nahm seinem Teamkollegen eine knappe Zehntel Sekunde ab und fuhr zum dritten Mal in Folge auf den besten Startplatz. Viel eher war die Leistung der Mercedes im Rennen eine Überraschung. Ohne ein Missgeschick von Lewis Hamilton unmittelbar vor dem Boxenstopp, hätte es sogar den ersten Doppelsieg der Neuzeit für den Rennstall mit dem Stern gegeben.

Umstrittener Test von Pirelli mit aktuellem Mercedes

Dass Nico Rosberg ein sehr hoch einzustufender Formel 1-Pilot ist, war nicht zuletzt aufgrund seines guten Abschneidens gegen Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Vergangenheit schon klar. Schumacher hat schließlich während seiner dreijährigen Formel 1-Abstinenz das Rennfahren nicht verlernt. Etwas überraschend ist nun allerdings das gute Abschneiden gegenüber Lewis Hamilton, den Rosberg in den letzten Rennen hinter sich lassen konnte. Ob die Testfahrten, die Mercedes für Reifenhersteller Pirelli zwischen den Grand Prix von Spanien und Monaco auf dem Kurs vor den Toren Barcelonas abspulten ist fraglich. Die 1000 km, die dort mit dem aktuellen Boliden abgespult wurden haben aber mit Sicherheit nicht geschadet.

Vermutlich haben die Teamverantwortlichen um Niki Lauda gute Lobby-Arbeit geleistet. Ferrari führte, wie nun bekannt wurde, einen ähnlichen Test zwischen den beiden Läufen in Bahrain und Barcelona durch. Die Scuderia stellte Pirelli allerdings ein Fahrzeug des Jahrgangs 2010 zur Verfügung. Eigenartig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Mehrzahl der Rennställe von der Möglichkeit, solche Testfahrten für Pirelli abzuspulen, nur bedingt informiert worden sind. Dennoch wäre es falsch das gute Ergebnis in Monaco nur auf die gute Zusammenarbeit zwischen Mercedes und Pirelli im Vorfeld des Rennens in Südfrankreich zurückzuführen. Die Streckencharakteristik trägt mindestens ebenso viel zu dem guten Ergebnis bei. Ob Mercedes die bis dato nur durchschnittliche Rennperformance abgelegt hat, werden erst die kommenden Rennen zeigen.

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