Hockenheim 2005

Montag, 9. Juli 2007

Räikkönen mit zweitem Sieg in einer Woche

Ferrari Pilot Kimi Räikkönen hat mit seinem dritten Saisonsieg und seinem zweiten Erfolg binnen einer Woche, die zurückgewonnene Siegfähigkeit seines Rennstalls unterstrichen.

Genau wie bei seinem Erfolg in Frankreich letzte Woche, legte der 27-jährige Finne auch diesmal den Grundstein zum Sieg mit einigen herausragenden Rundenzeiten in den letzten Runden vor seinem Boxenstopp. Mit diesen schnellen Rennrunden gelang es ihm in Frankreich seinen Teamkollegen Felipe Massa von der Spitze zu verdrängen, während er in Silverstone sogar beide McLaren Piloten dadurch hat überholen können.

Vor Lewis Hamiltons erstem Stopp legte Räikkönen einige schnelle Runden hin, um direkt hinter dem jungen Briten zu liegen, wenn dieser die Box anläuft, um dadurch erneut das Tempo verschärfen zu können, sobald er schließlich selbst freie Fahrt nach vorne hat.
Mit dieser Taktik kam er sowohl an Hamilton, als auch nach seinem zweiten Stopp am amtierenden Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien vorbei.

Zwar versuchten die Taktikstrategen aus England, speziell Fernando Alonsos Rennen daraufhin auszurichten, der Speed den Räikkönen jedoch in den rennentscheidenden Momenten hat fahren können, war allerdings zu hoch, so dass der Spanier nicht den nötigen Vorsprung auf den Ferrari-Piloten hat herausfahren können, um nach seinem zweiten Boxenstopp die Führung zu behaupten.

Den momentan herausragenden Speed der Ferrari verdeutlichte auch Räikkönens Teamkollege, Felipe Massa, der nach technischen Problemen in der Startaufstellung aus der Boxengasse hat starten müssen. An Ende sprang für ihn ein toller fünfter Platz heraus, der zwar den Verlust von wertvollen WM-Punkten gegenüber seinem Teamkollegen und den beiden McLaren-Fahrern bedeutete, aber einmal mehr Massas Talent und Rennintelligenz unterstrich. Massas Rennen endete diesmal hinter BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica, der auch im zweiten Lauf, nach seiner unfallbedingten Pause, die vierte Position belegen konnte. Nachdem er in Magny Cours noch von Lewis Hamilton wie ein Anfänger stehen gelassen worden war, konnte Kubica diesmal den deutlich schnelleren Ferrari von Massa erfolgreich hinter sich halten.

Trendwende zu erkennen

Die beiden letzten Grand Prix machten in vielerlei Punkten eine Kehrtwende deutlich.
Die beiden Ferrari sind plötzlich den McLaren vom Sreed her leicht überlegen, während Kimi Räikkönen leicht die Oberhand gegenüber seinem Teamkollegen Massa zu gewinnen scheint. Die aerodynamischen Änderungen bei den Italienern scheinen genauso zu greifen, wie Verbesserungen bei Reifenpartner Bridgestone.
Bei McLaren kommt Weltmeister Alonso allmählich in Fahrt, während sich ähnliches auch bei BMW abspielt, wo Robert Kubica erneut besser abschneiden konnte als sein Teamkollege Nick Heidfeld aus Mönchengladbach.
Auch beim Renault-Duo ändert sich die Hackordnung allmählich zu Gunsten von Heikki Kovalainen, während Toyota Fahrer Ralf Schumacher seinen Abwärtstrend hat stoppen können, indem er Teamkollege Jarno Trulli erstmalig in dieser Saison hat hinter sich halten können.

Erklärungen für diese Trendwende könnten entweder sein, dass Reifenmonopolist Bridgestone neue Mischungen entwickelt hat, die die Untersteuertendenz der bisher verwendeten gestoppt hat.
Aufallend ist nämlich, dass all diese Fahrer, die bisher überraschender Weise leistungsmässig hinter ihre Teamkollegen zurückgefallen sind, gleichzeitig die Trendwende eingeleutet haben. Bei all diesen Piloten handelt es sich noch dazu um Fahrer, die einen extrem aggressiven Fahrstil pflegen, der eine stabile Front erfordert und perfekt auf die letztjährigen Michelin-Reifen ihrer Teams abgetimmt war.
Unwahrscheinlich erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass sie alle gleichzeitig ihren Fahrstil hin zu einem weniger aggressiven, runderen abgeändert haben, und auch, dass ihre Rennställe gleichzeitig Neuerungen an die Autos gebracht haben, die diese Tendenz bewirkt haben.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Sehr schoener Kommentar. ich glaube auch das Alonse und Raikoennen hauptsaechlich mit den Reigen kaempfen muessen und deshalb am Anfang der Saison langsamer als ihre Teamkollegen waren. jetzt scheint sich das Blatt aber zu wenden...